02.09.2022 bis 08.09.2022 

Tag 1 bis 7

  • Die Abreise
  • Der Weg zum Airport
  • Die Angst am Flughafen
  • Ankunft in Thailand
  • Die ersten Tage am Karon Beach
  • Big Buddha
  • In Phuket Town
  • Nachtmarkt in Karon

Freitag, 02.09.2022
TAG 1


Um sieben Uhr hiess es aufstehen. Eigentlich wollten wir zur Feier des Tages auswärts frühstücken gehen, aber das haben wir dann doch nicht geschafft, weil noch zu viel zu erledigen war.

Eine wichtige Sache war, dass der Gefrierschrank noch abgetaut werden musste. Ausserdem war noch eine Ladung Wäsche aus der Waschmaschine zu bearbeiten und der Geschirrspüler wollte noch ausgeräumt werden.

Nachdem dies alles geschafft war,  schnappten wir unser Gepäck und gingen in Begleitung von Oma Moni zu Fuß zum Bahnhof in Rheinfelden/Baden.

Dann hiess es noch schnell beim ansässigen Bäcker vorbei, um ein paar belegte Brötchen für die Zugfahrt zu organisieren. Selbstverständlich musste natürlich für den Prosecco am Bahnsteig mit Oma Moni, die sich beim Abschied übrigens sehr tapfer gehalten hat, auch noch die Zeit sein.

Um 10:53 Uhr stiegen wir in den Zug, der uns nach Frankfurt zum Flughafen brachte. 
Nach einem kurzen Umstieg am Badischen Bahnhof in Basel ging es ohne weitere Zugwechsel  zum Flughafen in Frankfurt/Main.

Wir kamen mit einer viertel Stunde Verspätung um 14:20 Uhr dort an, hatten jedoch reichlich Zeit, weil unser Flieger nach Phuket erst am Abend um 20:40 Uhr abheben sollte.

Es war unser erster Trip nach Asien und wir hatten uns vorgenommen, nur mit Handgepäck zu reisen. Das hat für uns die entscheidenden Vorteile, dass wir nicht so viel Gepäck transportieren müssen und dass wir nach langen, anstrengenden Flügen nicht am Gepäckband auf unsere Koffer warten müssen. Desweiteren spart man sich das ewige Anstehen an der Gepäckaufgabe.

All die Leute, die im Flugzeug sofort aufspringen, nachdem die Landung erfolgt ist, und dann als erste aus dem Flugzeug rennen, werden von uns spätestens an der Gepäckausgabe mit einem Grinsen überholt.

Nicht jedoch in diesem Fall.

Der Schreck mit der Medizin

Am Abend vor der Abreise hatten wir herausgefunden, dass die Einfuhr von Medikamenten in Thailand einer bestimmten Regelung unterliegt.
Man darf seine Medizin nicht im Handgepäck mitnehmen und muss auch noch von seinem Arzt eine Medikamentenliste in Englisch mitführen. Das zumindest ist die offizielle Variante.

Da wir keine solche Liste dabei hatten, entschlossen wir uns kurzfristig, unsere beiden Rucksäcke am bag drop abzugeben. 

Also doch lange anstehen.

Irgendwann geraume Zeit später waren wir unsere Rucksäcke dann los und begaben uns durch den Sicherheitscheck zum Gate B42 von Thai Airways.

Unterwegs kauften wir in einem der Geschäfte noch eine 0,5l Colaflasche für 4,60€ und eine 0,75l Wasserflasche für 6,20€. 
Halleluja.

Den Aufwand und die Panik wegen der Medikamente hätten wir uns sparen können. Keine Sau interessierte sich für unser Gepäck.

Nach einer gefühlten Ewigkeit konnten wir einigermaßen pünktlich um kurz nach 20 Uhr ins Flugzeug einsteigen.

Elfeinhalb Stunden Flugzeit lagen vor uns...


Meine Strandschönheit am Karon Beach

Samstag, 03.09.2022
TAG 2


Der lange Flug ist endlich vorbei und gegen 14:00 Uhr Ortszeit sind wir im Landeanflug.
Es war ein ruhiger Flug wie wir ihn zuvor noch nie erlebt hatten.
Trotzdem fanden wir nur in einen unruhigen Schlaf.

Das Essen an Bord von Thai Airways war lecker. So ein gutes Essen hatten wir noch nie auf einem Flug bekommen. Im Allgemeinen sind die asiatischen Airlines sowieso für bessere Mahlzeiten und besseren Service bekannt.

Nach dem Aussteigen müssen wir erst durch die Passkontrolle; danach können wir endlich das tun, was wir eigentlich vermeiden wollten: Warten am Gepäckband!

Am Ausgang des Airports in Phuket kann man sich gleich eine SIM-Karte für wenig Geld holen. Da wir vorhaben, bis zum 18.09.2022 in Thailand zu bleiben, kauften wir eine Karte für 16 Tage, die knapp 300 Baht kostete. 
Der Service dort kommt nahe an die Perfektion. Die beiden netten Damen am Schalter setzten die SIM-Karte ins Telefon ein und nahmen sie auch sogleich in Betrieb. Da könnten sich so manche Dienstleister in Deutschland eine Scheibe abschneiden.

Aufregung am Taxistand

Ebenfalls organisierten wir ein Taxi, dass uns in einer 50-minütigen Fahrt zum Baan Sailom Hotel am Karon Beach brachte. Natürlich zu einem saftigen Preis von 1600 Baht.
Das nehmen wir beim ersten Besuch eines Landes jedoch gerne in Kauf. 

Fast hätte uns die Fahrt 2500 Baht gekostet. Die hektische Dame  hinter der Theke hatte uns etwas durcheinander gebracht. Wir dachten erst, der Preis von 1600 Baht wäre pro Person; also gaben wir der "netten" Lady erst einmal 2500 Baht und während wir weiter nach Geld kramten, gab sie uns bereits das Ticket für das Taxi und bedeutete uns den Weg.

Überrascht nahmen wir es entgegen, bedankten und verabschiedeten uns, und verliessen den Stand.

Wie aus heiterem Himmel merkten wir plötzlich, dass da etwas nicht stimmen konnte und wir rekapitulierten das Geschehen. Zurück an dem Tresen angekommen, war die Dame auch schon mit anderen Kunden zugange, wand sich dann aber uns zu, als wir herantraten. Wir reklamierten, dass sie uns das "Wechselgeld" nicht zurückgegeben hätte.
Wider der Erwartung, dass sie alles abstreiten würde, gab sie uns anstandslos die 900 Baht zurück und sagte noch, dass sie das Wechselgeld versehentlich vergessen hätte.

Diese Masche ist sehr beliebt und wir hatten schon einmal das Vergnügen mit einem guatemaltekischen Reiseveranstalter, der das Wechselgeld "versehentlich" unter ein Blatt Papier auf seinem Schreibtisch legte, fest der Hoffnung, dass wir es in seinem hektischen Getue vergäßen.
Um ein Haar hätte er Erfolg gehabt.


Es gibt viele Länder, für die wir dringend empfehlen können, sicherheitshalber das teurere Taxi am Flughafen zu buchen, anstatt nach draussen zu gehen und sich dort ein Taxi zu organisieren. Dort lauern mitunter Privatpersonen, die ihre Fahrdienste zu einem Bruchteil des Preises anbieten, den die offiziellen Taxis im Airport anbieten.
Man kann nie sicher sein, dass diese Leute einen an das gewünschte Ziel bringen oder an einen Ort, an dem ihre Komplizen einen im Empfang nehmen.

Einmal gerieten wir in Rio de Janeiro an so einen zwielichtigen "Taxifahrer". Er hatte das Talent, uns regelrecht zu überrumpeln, obwohl wir schon damals gewiefte Reiseprofis waren, die man nicht so leicht über den Tisch ziehen kann. Obwohl bei uns sämtliche Alarmglocken schrillten, stiegen wir in sein Auto.
Der Fahrer war jedoch ehrlich und brachte uns -wenn auch über Umwege- zu unserer Unterkunft.
Glück gehabt, es hätte auch anders ausgehen können!

Daher nocheinmal: Wenn ihr an an einem Flughafen ankommt, wo ihr euch nicht auskennt, scheut nicht die Mehrkosten für das offizielle Flughafentaxi. Es wird euch sicher an euer Ziel bringen!

Soweit der kleine Exkurs; und jetzt zurück nach Thailand.

Unsere erste Unterkunft

Im Hotel angekommen wurden wir freundlich vom Personal empfangen und konnten einchecken. 
Die Hotellobby ist grandios, überall Palmen und allerlei exotische Pflanzen. 
Vom Eingang bis zur Rezeption wandelt man eine lange Strecke wie durch einen Palmengarten.

Das Hotelzimmer ist sehr gut ausgestattet und geräumig. Es befindet sich an der Ecke des Gebäudes und hat einen dementsprechend grossen Balkon, der auch um die Ecke geht.

Endlich im Paradies angekommen!!!

Baan Sailom Hotel, Karon Beach, Phuket, Thailand

Nachdem wir unser Hotelzimmer bezogen hatten, mussten wir erst eine Weile ruhen. Schlafen gehen wollten wir noch nicht, auch wenn wir bereits 36 Stunden unterwegs waren und der Schlaf im Flugzeug auch nicht wirklich Erholung gebracht hatte.

Es war schliesslich erst halb vier am Nachmittag und wenn wir jetzt schlafen gingen, hatten wir Angst, mitten in der Nacht ausgeruht aufzuwachen. Das galt es zu vermeiden.

Wir mussten wieder in den richtigen Rhythmus hineinkommen.

Das Hotel hat übrigens eine sehr gute Lage und man ist in einer Minute zu Fuß am Strand.

Also stand als nächstes die Erkundung der näheren Umgebung auf dem Programm.

Überall auf der Welt in Touristenregionen sieht man dasselbe Bild. Eine Straße übersät mit Geschäften, Touranbietern, Restaurants und so weiter.
Kaum auf besagter Straße angekommen, riefen die ersten Händler erfreut nach uns, um uns als neue Kundschaft in ihre Läden zu locken.
Im Moment herrscht gerade Vorsaison. Der richtige Trubel geht erst im Oktober los, sagte man uns.
Also waren wir so ziemlich die einzigen Touristen auf der Straße und somit kam uns die ganze Aufmerksamkeit der Händler entgegen, und zwar aller Händler!
Kaum einen Meter konnte man gehen, ohne von den Einheimischen begrüsst zu werden.

Die Leute hier sind sehr freundlich und auch wenn man nichts bei ihnen kaufen möchte, sind sie immer zu einem Plauderstündchen bereit.
Aber man kann auch nicht bei jedem einzelnen stehen bleiben auf ein paar Minuten small talk, auch wenn es oftmals sehr amüsant ist und man durchaus Menschen aus der ganzen Welt unter ihnen antrifft.

Es hilft alles nichts, man muss an den meisten einfach nur mit einem freundlichen Nicken oder ganz ohne Reaktion vorüber gehen, wenn man nicht seine ganze Reisezeit mit quatschen verbringen will.

Der Strand war fast menschenleer. Große Wellen rauschten uns entgegen. 
Es wurde nun allmählich dunkel. Überall am Strand waren rote Fahnen aufgestellt, die signalisierten, dass das Schwimmen verboten war. Offensichtlich wegen der starken Brandung. Immerhin hatten wir die Gelegenheit, festzustellen, wie die Wassertemperatur war. 
Angenehm :-)

Nach diesem ausgiebigen Spaziergang ging es zurück ins Hotel.
Erst einmal unter die Dusche und dann fielen wir todmüde ins Bett.

Für den nächsten Tag war ein Besuch beim Großen Buddha von Phuket geplant...

Karon Beach

Sonntag, 04.09.2022
TAG 3

Warten auf's Essen

Endlich wieder ausgeruht!

Um 8:00 Uhr am Morgen wurden wir allmählich wach und hatten entsetzlichen Hunger.
Dummerweise musste das Frühstück verschoben werden.
Grund dafür war, dass wir noch eine letzte Dosis unserer Typhusimpfung einnehmen mussten.
Bezüglich dieser Impfung hätten wir sollen besser aufpassen. Das Medikament ist in Kapseln und wird am ersten, dritten und fünften Tag eingenommen.

Beim vorausgegangenen Artztbesuch hiess es, man solle die drei Kapseln erst einnehmen, wenn man bereits im Zielland angekommen ist. Ausserdem ist Bedingung, dass die Kapseln gekühlt werden müssen. Es handelt sich bei dem Zeug um einen Lebendimpstoff.
Das beisst sich irgendwie, aber wir hatten erst einmal nicht weiter darüber nachgedacht.

Ein paar Tage vor der Reise machten wir uns dann darüber Gedanken und rätselten, wie wir das mit der Kühlung unterwegs lösen sollten.

Dann hatten wir die glorreiche Idee, die Kapseln doch schon zuhause einzunehmen. Schliesslich hält die Impfung für mindestens ein halbes Jahr und das wäre mehr als ausreichend für uns.

Dieser Einfall hätte uns auch schon ein paar Tage früher kommen können!

Für die Einnahme der kompletten Impfung zuhause war es nämlich bereits zu spät.
Trotzdem nahmen wir dann die erste Kapsel zwei Tage vor der Abreise, die zweite am Abreisetag und die dritte mussten wir wohl oder übel gekühlt mit nach Thailand nehmen.
Gut verpackt in einer kleinen Isolierbox mit Kühlakkus gelang das auch.

Nach dem Aufwachen am Sonntagmorgen mussten wir also noch bis elf Uhr warten und die letzte Kapsel sollte -wie die beiden ersten- auf nüchternen Magen genommen werden.
Ausserdem darf man frühestens eine Stunde nach der Einnahme etwas essen.

Aber auch das ging vorbei.

Dann ging es endlich zur Futterkrippe. Ganz in der Nähe unseres Hotels betraten wir eines der vielen Restaurants. Zum Glück muss man dort nicht lange auf sein Essen warten.

Endlich Futter!



Lecker war's und frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg zu unserem ersten Ziel in der Nähe, dem Grossen Buddha von Phuket!

Auf zur Buddhastatue

Inzwischen war es 13 Uhr geworden, als wir uns auf den Weg machten. Die Buddhastatue wollten wir zu Fuß erreichen. Das stellte sich als schwerwiegender Fehler heraus.

Von Karon aus gibt es zwei Möglichkeiten, dorthin zu kommen. Entweder man geht zweienhalb Kilometer über den Berg oder man geht knapp sechs Kilometer um den Berg herum. Unsere Entscheidung fiel auf die erste Variante und das Elend begann.

Der Anstieg auf den ersten Hügel hat eine Steigung, die nicht weit von 100% entfernt ist. Dazu kommt die grosse Hitze von circa 30°C und eine Luftfeuchtigkeit, die etwa der Steigung des Bergs entspricht.
Nach mehreren Pausen erreichten wir dann schweisstriefend die erst Anhöhe und waren erleichtert, als es ein Stück lang eben war.
Dann erblickten wir einen Wegweiser, der zum Rechtsabbiegen aufforderte, wenn man zum Buddha wollte. 50 Meter weiter stand dann ein Wegweiser, der einen zum Geradeausgehen anwies, wollte man den Buddha erreichen. Der Weg nach rechts ging wieder steil bergauf, der Weg geradeaus hingegen ging bergab.

Na was denn nun?

Glücklicherweise kam uns von dem Weg, der rechts abzweigte ein netter Franzose entgegen, den wir sicherheitshalber fragen konnten. Er kam gerade selber von der Statue und meinte, wir sollten den Weg nehmen, von dem er gekommen war; es wären nur noch eineinhalb Kilometer Fußmarsch.

Zufrieden folgten wir seinem Rat und dem Weg.

Anstieg zum Buddha von Phuket. Es sieht harmloser aus, als es ist. Fast 100% Steigung!!!

Herrenlose Hunde

Wenn es irgendwo steil nach oben geht, geht es auf der anderen Seit auch wieder bergab.
 In unserem Falle genauso steil wie aufwärts. Man muss echt höllisch aufpassen, dass man sich nicht auf die Schnauze legt. Ein falscher Tritt und es gibt kein Halten mehr!
Wir kamen sicher unten an, aber es kam uns komisch vor und wir dachten, wir hätten uns verlaufen. Eine weitere Gefahr drohte von ein paar frei herum laufenden Hunden, die laut nach uns bellten. 
An ihnen mussten wir vorbei...
Einfach nicht hinschauen und ruhig an ihnen vorbeigehen, hiess die Devise. Uns war ganz und gar nicht wohl dabei.
Einfach Augen zu und durch...
Geschafft, wir wurden nicht zerfleischt!

Kaum an den Hunden vorbei, ging es wieder steil bergab und als wir unten angekommen waren, wurden die Zweifel an der richtigen Route immer größer.


Wir nahmen google maps zu Hilfe und stellten fest, dass wir uns tatsächlich verlaufen hatten. Entweder hatte uns der nette Franzose hinter's Licht geführt oder wir hatten irgendeine Abzweigung übersehen.

Wahrscheinlich war eher das zweite der Fall. Mittlerweile waren wir schon in Kata angekommen und überlegten, ob wir wieder zurückgehen sollten. Dazu hätten wir noch einmal den steilen Berg hinaufsteigen müssen und da waren ja auch noch die gefährlichen Hunde...

Also war die Entscheidung schnell klar. Es waren nur noch zweihundert Meter bis zur nächsten Hauptstraße, die wir zurücklegten. Da kam auch grade ein Tuk Tuk, das wir heranwinkten. 

Einsteigen und los ging's.

Zwanzig Minuten später standen wir dann endlich vor der Statue.
Der Große Buddha von Phuket!

Der Große Buddha von Phuket

Die Aussicht ist grandios.

Einen kleineren Buddha gibt es auch.


Das Gelände ist recht schlicht gehalten und ist nicht so touristisch gestaltet, wie man es von Sehenswürdigkeiten in anderen Ländern kennt. Positiv hervorzuheben ist, dass es keinen Eintritt kostet.

Am Eingang steht immer jemand, der kontrolliert, ob man auch sittsam gekleidet ist. 
Männer haben selten Probleme, Einlass zu bekommen.
Frauen hingegen können einen Sarong dort kaufen, mit dem die blanken Beine bedeckt werden können. Tücher für nackte Schultern gibt es auch.

Man geht vom Eingang aus etwa 100 Meter und dann ist rechterhand eine Treppe, die hinauf zur Statue führt.
Der Ausblick von dort auf Landschaft und Meer ist spektakulär!

Der Buddha ist noch ziemlich neu. Wie man uns sagte, begann der Bau Mitte der 2000er Jahre. Fertig ist er jedoch immer noch nicht. Es sind noch etliche Leute damit beschäftigt, im unteren Bereich Marmorkacheln anzukleben. 
Schöne Beschäftigung bei der Hitze.

Stunning view !

Bauarbeiten am Buddha

Eine bis eineinhalb Stunden reichen locker aus, um alles zu besichtigen und ein paar schicke Fotos zu schießen.
Mit dem Tuk Tuk-Fahrer, der uns herbrachte, hatten wir ausgemacht, dass er uns um 16 Uhr wieder abholen sollte. Wir hatten großzügig Zeit für den Buddha eingeplant und waren dementsprechend bereits frühzeitig fertig, so dass wir noch eine knappe Stunde auf unseren Chauffeur warten mussten. 
Diese zeit nutzten wir, um etwas zu trinken zu kaufen und uns auf einer Bank am Eingangsbereich ein wenig auszuruhen und auf unser Tuk Tuk zu warten. 

Wir hatten etwa zehn Minuten dort gesessen, als sich ein uns bekanntes Gesicht näherte. Unser Fahrer kam angelaufen; er hatte die ganze Zeit auf dem nahegelegenen Parkplatz gewartet. Es hatte sich anscheinend für ihn nicht rentiert, zurückzufahren.

Dann ging es zurück nach Karon Beach...

Nach ein wenig Ruhe im Hotel stand am Abend lediglich ein Strandspaziergang auf dem Programm mit anschliessendem, vitaminreichem Abendessen im Hotelzimmer.

Abendessen im Hotelzimmer: 
Drachenfrucht mit Bananenbeilage

Drachenfrucht

Montag, 05.09.2022
TAG 4

In Phuket Town

Nachdem wir am Vorabend partout nicht einschlafen konnten, wachten wir am Montagmorgen dementsprechend erst gegen neun Uhr auf und waren wie gerädert.

Ohne zu frühstücken gingen wir in Richtung Strand, um ein Tuk Tuk zu organisieren, das uns in die Altstadt von Phuket Town befördern sollte.
16 km und 30 Minuten später waren wir angekommen.

Die Altstadt ist nicht groß und lässt sich gut zu Fuß erkunden. Es gibt viele kleine Läden aller Art entlang der Thalang Road.

Ein Highlight ist sicherlich das Golden Dragon Monument, das sich ebenfalls in Fußweite der Thalang Road befindet.
Und wie überall in Thailand gibt es an fast jeder Ecke irgendeinen schönen buddhistischen Tempel, den man besichtigen kann.
Am späten Nachmittag traten wir die Rückreise nach Karon Beach an.

Abends gingen wir noch ein wenig am Strand spazieren und nahmen ein Abendessen in einem der vielen Restaurants in der Nähe des Hotels.

Thalang Road in der Altstadt von 

Phuket Town

Goldener Drache, Phuket Town

Dienstag, 06.09.2022
TAG 5

Heute ging es früher aus den Federn, als gestern. Wieder ließen wir das Frühstück ausfallen und spazierten zum Strand nach Kata. Wenn man sich nicht verläuft und gemütlich unterwegs ist, schafft man die Strecke von zweieinhalb Kilometern in 45 Minuten.
Aber auch nur, wenn man sich nicht verläuft :-)

Wir gingen erst einmal wie gewohnt zum Strand und spazierten gemächlich Richtung Kata Beach. Die beiden Strände von Karon und Kata sind jedoch nicht direkt miteinander verbunden. Dazwischen liegt ein Stück felsige Küste, wo man nicht entlang gehen kann.

Also schlenderten wir bis zum Ende unseres Strands. Dort angekommen führt eine Holztreppe nach oben. Diese stiegen wir hinauf und wanderten über ein Labyrinth von Holzstegen weiter. Es war eine riesige Ferienwohnanlage, in die wir hineingeraten waren.

Rund um die einzelnen Ferienhäuschen war alles dicht zugewachsen und man konnte immer nur die nächsten paar Meter Weg überblicken.

Nach ein paar Minuten hatten wir endlich einen der Ausgänge des Geländes entdeckt.
Wieder einmal war es sehr schwül und heiss geworden. Hier, nur wenige Meter vom Meer entfernt, war kein Luftzug mehr zu spüren.

Wir waren wie bereits zuvor schon einmal, irgendwo im Nirgendwo gelandet.
Linkerhand waren ein paar Arbeiter damit beschäftigt, den Rasen auf einer Bananenplantage zu schneiden.

Freundlich grüßend passierten wir die Arbeiter und liefen weiter eine Anhöhe hinauf. Oben angekommen, war eine asphaltierte Straße und wir waren erfreut, dachten wir doch, das wäre der richtige Weg...

Ein weiterer Trugschluss...
Nachdem wir einen Weg abgebogen und einige Meter gelaufen waren, standen wir plötzlich vor einem Eisentor, welches die ganze Straße versperrte.
Kein Durckommen, weder rechts noch links davon.

Also liefen wir die Strecke wieder zurück vorbei an den Arbeitern und kamen nach einigem Suchen letztendlich auf eine verkehrsreiche Straße.

Hier waren wir richtig!

Den Strand in Kata erreichten wir dann nach weiteren zwanzig Minuten. Auch hier herrschte wenig Betrieb; die Hauptsaison geht ja auch erst Anfang Oktober los.

Nach einigen Stunden Streunen durch die Gegend, traten wir den Spaziergang nach Hause an. Diesmal jedoch, ohne uns zu verlaufen.

Auf dem Nachtmarkt in Karon

Nach einer Ruhepause im Hotel, machten wir uns zwischen sieben und halb acht auf den Weg, um die knapp drei Kilometer Fußweg zum Nachtmarkt in Karon zu bewältigen.
Der Weg führt fast die ganze Strecke lang am Meer vorbei. Gemütlich schlenderten wir die ganze Strecke und der wehende Wind war erfrischend. 
Die ganzen letzten Tage hier ist es heiss und schwül, wenn man nicht in der Nähe des Meeres ist. Ohne überhaupt die kleinste Bewegung zu machen, läuft einem der Schweiss in Strömen.

Nach etwa zweieinhalb Kilometern kamen wir dann an einen Kreisverkehr und mussten dort rechts abbiegen. Ein Stück weiter war der Eingang zum Nachtmarkt.

Nachtmarkt in Karon

Der Markt befindet sich auf dem Gelände eines buddhistischen Tempels. Er ist sehr überschaubar, aber nichtsdestotrotz einen Besuch Wert. Unsere Empfehlung hat er auf jeden Fall. 
Beginn ist um 16 Uhr, er endet um 22 Uhr.

Kaum hat man das Eingangstor passiert, geht man an typischen Thai-Essständen entlang. Gleich im Anschluss sind dann die Stände der Händler aufgebaut, an denen sie Souvenirs, Kleidung, Handarbeiten und natürlich auch Billigkopien von Markenartikeln anbieten.

Wie üblich in Thailand, sind an jeder Ecke Mini-Buddha-Tempel zu finden und natürlich auch größere Statuen, nicht nur von Buddha.
Und selbstverständlich ist auch immer vor jeder der buddhitischen Insignien 
ein kleiner Tresor angebracht, dem man getrost seine Geldspenden anvertrauen kann. 

Das verpasste Schnäppchen

Wir waren allmählich mit unserem Rundgang fertig und hatten die Absicht, in der Nähe des Eingangs noch eine Kleinigkeit an einem der Futterstände zu kaufen, bevor es zum Hotel gehen sollte.

Allerdings kamen wir nicht so weit! 
Leider unterlief uns der klassische Fehler, zufällig Blickkontakt mit einem der Händler zu bekommen und dann auch noch vages Interesse an seinen Waren zu zeigen.
Der Händler kam hinter seinem Stand hervor, trat an uns heran und sagte plötzlich auf deutsch: "Saubillig".
Dajana wollte er eine "echte" Designerhandtasche von Dior verkaufen. Es versteht sich von selbst, dass wir uns nach dem Preis erkundigten. 
1500 Baht verlangte er. Das waren aktuell etwas weniger als 41 Euro.
Ganz schön günstig für so ein tolles Stück!
Wir erklärten ihm, dass wir noch eine lange Reise vorhatten und wir nur mit Handgepäck unterwegs wären. Daher könnten wir leider schweren Herzens kein solches Kunstwerk aus seinem Bestand erwerben.
Er zeigte großes Verständnis und fing dann seinen routinierten Verhandlungsmarathon an. Zuletzt war er beim Preis von 800 Baht angekommen, aber wir blieben hartnäckig und lehnten ab.

Auf dem Rückweg zum Hotel stoppten wir noch in einem Handyladen, um eine wasserdichte Handyhülle zu kaufen.

Für den folgenden Tag war baden im Meer geplant.

Mittwoch, 07.09.2022
TAG 6

Tag 6 unserer Reise ist geruhsam. 

Ein paar Stunden am Strand verbringen haben wir uns vorgenommen, am Nachmittag ein Restaurantbesuch.
Am Abend geht es im Hotelzimmer los mit der weiteren Planung unserer Reiseroute. 

Gähnende Leere am Strand

Auf dem Sonnenschirm ein Vogel mit Glatze :-)

Großer Wellengang

Donnerstag, 08.09.2022
TAG 7

Mit den Planungen für den weiteren Verlauf der Reise sind wir am Vortag nicht fertig geworden, wie insgeheim befürchtet.
Schweren Herzens haben wir kurzfristig beschlossen, den "kritischen Teil" unserer Route festzulegen und auch die dazugehörigen Flüge zu buchen und erforderliche Visa zu beantragen, soweit das möglich ist. 

Was mit dem "kritischen Teil" gemeint ist, wird weiter unten noch geklärt.

Für besagtes Vorgehen haben wir den heutigen Tag eingeplant.
Dass das sehr zeitintensiv werden würde, war uns durchaus bewusst.
Von Anfang an war es klar, dass der ein oder andere Tag für solche Zwecke geopfert werden musste.

Je eher man die Planung macht, umso eher hat man es hinter sich, könnte man meinen.
Das stimmt in heutigen Zeiten jedoch nur bedingt.

Die große Unbekannte ist nach wie vor Corona. Nicht, dass wir Angst hätten vor der Krankheit an sich. Wir sind dreimal dagegen geimpft und waren beide vor einem halben Jahr daran erkrankt.

Aber was ist, wenn wir es während der Reise wiederbekommen? Was ist, wenn wir in Quarantäne müssen?
Dann wäre die ganze aufwendige Planung auf einen Schlag zunichte gemacht.
Von den Kosten, die auf einmal Futsch sein könnten, gar nicht zu reden.
Würde dieser Fall eintreten, käme Plan B auf's Programm.

Es ist heutzutage eine Gratwanderung. 
Einerseits will man alles möglichst genau im Vorfeld planen, um beispielsweise günstige Flüge zu bekommen, andererseits möchte man auch wieder möglichst kurzfristig entscheiden, um spontaner sein zu können.

Ein wenig Glück gehört wohl auch dazu.


Der  "kritische Teil"

So, jetzt kommt der große Angstfaktor, den wir als "kritischen Teil" der Weltumrundung betrachten.

Alle, die schon einmal die Welt umrundet haben, kennen das Problem.
Alle, die eine Weltumrundung auf eigene Faust vorhaben, werden auch zwangsläufig damit konfrontiert und müssen sich damit auseinandersetzen.

Woran es liegt, kann ich nicht sagen, aber sogar im dritten Jahrtausend ist es immer noch eine Herausforderung, ohne viel umsteigen von Asien nach Südamerika zu fliegen.

Natürlich gibt es diverse Verbindungen, aber es erfordert oft ein mehrmaliges Wechseln des Fliegers und nicht selten Reisezeiten von mehr als 30 Stunden.

Diesen Stress galt es für uns zu vermeiden. Unser Fokus liegt daher auf Nonstop-Flügen.
Diese sind auch nicht unbedingt teurer als Flüge mit Zwischenstopp.
Anfangs hatten wir schon der Einfachheit halber überlegt, ob wir nicht wieder für ein paar Tage nach Europa zurückkehren sollten, um dann Richtung Amerika zu fliegen.

( Wenn hier von Amerika die Rede ist, sind nicht die USA gemeint, sondern Nord- und Südamerika)

Mit dem kritischen Teil meinen wir somit die Passage von Asien/Australien nach Amerika.
Das lag uns lange auf der Seele.

Mit vielen Stunden Recherche haben wir es aber letztendlich hinbekommen.

Einige Monate vor Reiseantritt haben wir grob die Route festgelegt anhand von Flugsuchen im Internet. Die Flugdaten und Preise haben wir aufgeschrieben. Dabei kamen wir auf eine ungefähre Summe für alle notwendigen Flüge von etwa 10.000 €.

Bei den heutigen Planungen allerdings stellte sich heraus, dass einige dieser Flüge leider nicht mehr zum damaligen Preis erhältlich waren. Damit hatten wir gerechnet.

Also war eine Änderung der Route unabdinglich, wenn wir in unserem geplanten Budget bleiben wollte.
Manchmal ist es bei umfangreichen Planungen halt so. 
Man weiss noch nicht, wie es funktioniert, aber man weiss, dass man es irgendwie hinbekommt.

Der Flug von Singapur nach Sydney beispielsweise hatte sich drastisch verteuert.
Auch gab es beim Flug von Sydney nach Honolulu eine Besonderheit: 
Wenn man bei expedia die Suche für nur einen Passagier startet, erhält man einen Direktflug für ca. 330 €.
Gibt man einen weiteren Passagier an, kostet ein Ticket bereits 870 €. 
Komisch und seltsam ist das. Wir jedenfalls haben nicht begriffen, warum.
Nach vielem Herumprobieren  war auch dieses Problem gelöst.

Gott sei Dank gibt es Seiten wie flightconnections.com.
Da könnt ihr euch auf einer Weltkarte anschauen, welche Flugrouten von welcher Airline bedient werden.

Expedia ist schließlich oftmals nicht das non plus ultra.

Das war's für die erste Woche. 

Weiter geht's bei Tag 8 bis 14.