Womit fängt man bloß an?
Tja, das fragten wir uns anfangs auch. Man hat auf einmal so viele Dinge, die einem durch den Kopf schießen.
Man startet erst einmal ohne Organisation die Informationssuche im Internet und nach zwei Stunden sind dann im Browser 100 Seiten geöffnet und man hat gar keinen Durchblick mehr.
Aber zumindest hat man schon mal einen groben Überblick.
Wir lasen von Leuten, die auch schon so etwas gemacht hatten. Oder von welchen, die immer noch unterwegs waren.
Einige haben ihr komplettes Zuhause aufgegeben und reisen seitdem schon jahrelang um die Welt.
Wir wollen auch nicht großartig und allumfassend auf die Organisation eingehen; diese Informationen gibt es zuhauf im Netz nachzulesen.
Unsere Reise sollte nur knapp über vier Monate dauern.
Das wichtigste Kriterium bei uns war, dass wir nur mit einem kleinen Rucksack als Handgepäck reisen.
Es wurde nur das allernötigste gepackt. Da wir auf unserer Route kein Ziel haben, wo man warme Kleidung braucht, haben wir nur leichte Sachen mitgenommen, mit Ausnahme eines Hoodies pro Person. Wenn wir nämlich zurückkommen, wird es in Deutschland wahrscheinlich recht kalt sein.
Ausserdem kann es gut sein, dass man auf Busreisen des öfteren friert, weil die Klimaanlage zu eisig ist. Dafür nehmen wir die Mitnahme eines solchen platzraubenden Kleidungsstücks gerne in kauf.
Etwa einmal pro Woche müssen wir eine Wäscherei aufsuchen.
Unsere beiden Rucksäcke wiegen zusammen weniger als 15 kg.
Gepäck für 4 Monate
Wir haben von Leuten im Internet gelesen, die ihre Planung schon ein Jahr im Voraus begannen und fragten uns, ob wir das auch machen müssten.
Dass das für uns nicht notwendig erschien, war schnell klar.
Jeder soll es halt auf seine Weise organisieren.
Uns stellte sich auch noch die Frage, ob wir aus Kostengründen ein Round-the-world-Ticket kaufen sollten, kamen dann aber zu dem Schluss, es bleiben zu lassen.
Wegen der damaligen Corona-Situation wären wir zu sehr an die gewählte Reiseroute gebunden und die Einreisebestimmungen diverser Länder wären uns oftmals ungelegen gekommen.
Mittlerweile ist die Lage relativ entspannt und alle Länder auf unserer Route verlangen keinen Covid-Test mehr.
Her mit den Spritzen !
Etwa sechs Wochen vor Reisestart begaben wir uns zu unserer Hausärztin und überraschten sie mit unserem Reisevorhaben und erklärten, dass wir noch die nötigen Impfungen brauchten.
Daraufhin schlug sie die Hände über dem Kopf zusammen und wechselte die Farbe.
Wir hätten schon viel früher kommen müssen, meinte sie.
Trotzdem: Chapeau, liebe Frau Doktor!!!
Sie hatte uns trotz der knappen Zeit einen genialen Impfplan erstellt und wir erhielten noch vor unserer Abreise alle nötigen Spritzen von ihr;
inklusive schon lange überfälliger Auffrischungen der Grundimmunisierung.
Brillant gelöst!
An den Briefkasten haben wir ein Schild geklebt, dass Werbung und kostenlose Zeitungen unerwünscht sind. An uns adressierte Werbepost haben wir bei den Absendern abbestellt.
Die restliche Post sammelt Oma Moni ein, und falls sich eine Rechnung darunter befindet, macht Omi ein Foto und schickt es uns für's online banking.
Den ersten Flug nach Thailand hatten wir im Februar 2022 gebucht, sowie einen Inlandflug in Thailand und einen Flug von Bangkok nach Phnom Penh.
Ausserdem war die Buchung der ersten vier Übernachtungen in Phuket erledigt.
Die Reiseroute hatten wir im Vorfeld grob festgelegt. Sie würde sich wahrscheinlich im Verlauf der Tour noch ändern.
Als Zahlungsmittel verfügen wir über zwei VISA-Debitkarten, die etwa eineinhalb Jahre vorher regelmäßig mit Guthaben versorgt haben. Ausserdem haben wir noch eine Mastercard und eine Amex-Karte dabei.
Nicht zu vergessen die ca. 800 US-Dollar, die noch von unserer letzten USA-Reise übrig waren.
Die werden wir wohl frühestens in Ecuador brauchen können...
...mal schauen.
Im Großen und Ganzen war es das auch schon bis auf ein paar weitere Kleinigkeiten.
Alles weitere wird unterwegs erledigt.