Freitag, 07.10.2022
TAG 36
Heute hat uns der Frühstücksservice bereits um halb acht geweckt.
Es gab wieder ein leckeres Reisgericht, diesmal eine angere Variante als gestern.
Keine Ahnung, was es genau war, aber es hat gut geschmeckt.
Gleich im Anschluss machten wir uns fertig zum Aufbruch. Wir hatten geplant, mit dem Zug ans Meer zu fahren. Dazu machten wir uns auf den Weg zur Bahnstation Gondangdia, die nur circa 200 m vom Hotel entfernt ist.
Am Ticketschalter erkundigten wir uns, welcher Zug der richtige war, um dorthin zu kommen.
Der nette Herr am Schalter erklärte uns, wo wir hin müssten. Glücklicherweise waren die wiederaufladbaren Karten, die wir tags zuvor gekauft hatten, auch für die Zugfahrt gültig.
Also auf zum Gleis 1.
Nach einer Viertelstunde kam der Zug und ab ging die Post.
Im Norden von Jakarta gibt es direkt am Meer gelegen einige Freizeitparks, unter anderem einen Miniaturpark, den Vergnügungspark Dunia Fantasi, und einen Eco-Park. Wir wollten uns die Gegend dort mal anschauen um eventuell morgen einen ganzen Tag in einem der Parks zu verbringen.
Die Bahnstation, an der wir ausstiegen heisst Jakarta Kota und ist gleichzeitig die Endstation.
Kaum aus dem Bahnhof heraus, liefen wir einmal aussen herum, wir waren natürlich am falschen Ende des Gebäudes rausgelaufen.
Das war aber nicht schlimm... denn so konnten wir einige Bauwerke des 'Old Batavia' von Jakarta begutachten... Gebäude aus der Kolonialzeit... der holländischen Kolonialzeit im 16. Jahrhundert.
Natürlich wollten uns wieder diverse TukTukFahrer zu einer Fahrt überreden... heute aber sind wir uns einig gewesen, den Weg bis ans Meer, es sollten etwa 3 Kilometer sein, zu Fuss zurückzulegen.
Also wanderten wir los... und verliessen uns auf 'Dr. Google´s Routenplaner'... der Weg führte uns durch viele verschiedene Quartiere von Nord Jakarta... nach etlichen hunderten Metern überquerten wir dann einen 'Klong' (Kanal)... der von etlichen Müllbergen an seinen Ufern gesäumt war. Ungekannte Gerüche schlugen uns entgegen. Das war ein völlig anderes Jakarta. Aber es sollte noch heftiger werden...
Wir liefen noch einige Meter durch die Siedlung, als uns ein Pärchen entgegenkam. Ein Einheimischer mit einer europäischen Frau... wie wir sogleich erfuhren, war die Dame eine aus den Niederlanden stammende weltoffene und -bereiste Touristin. Die beiden hatten sich auf Facebook connected und der freundliche Indonesier sich ihr als Tourgide zur Verfügung gestellt.
Sie kamen gerade aus den 'Slums' von Jakarta und waren der Meinung, wir wären ebenfalls auf dem Weg dorthin. Wir sollten uns das auf jeden Fall anschauen, meinten beide... 'Armenviertel' in diesem Ausmass gibt es sonst nirgendwo in Indonesien.
Wir müssten am Ende der Strasse lediglich nach rechts statt nach links abbiegen. Einen grossen Umweg würde das für uns nicht bedeuten und interessant klang es allemal.
Wo die "Armen" wohnen
Trotz ihrer kargen Lebensumstände, oder vielleicht gerade deshalb, kamen uns die Bewohner des Quartiers mit einer unglaublichen Herzlichkeit entgegen... die Kinder waren sowas von freundlich... sie freuten sich, uns zu sehen... 'Bulli Bulli' wurde uns von allen Seiten zugerufen... es wurde gewunken oder 'highfive' gegeben... 'Bulli Bulli' werden die 'Weissen' begrüsst... was aber nicht böse oder rassistisch gemeint ist... Hier in Indonesien glauben die Menschen alle an Karma... ob das eventuell damit etwas auf sich hat... keine Ahnung.
Es war keinesfalls so, dass die Leute im Dreck lebten... sie sind schlicht und einfach ARM und ohne Bildung... und müssen aufgrunddessen dieses Leben führen. Ein Grossteil der Kinder besucht mittlerweile die Schule, um vielleicht eines Tages ein besseres Leben führen zu können.
Allerdings schien niemand unzufrieden oder missgünstig... nein sie waren zufrieden und dankbar.
Wie schon so einige Male während unserer Reise wurden wir erneut zum Nachdenken angehalten. Wieder wurde uns gezeigt, mit welcher Schnelllebigkeit und Selbstverständlichkeit wir unser Dasein fristen... diese Kinder in den 'Armenvierteln' in Jakarta zeigten uns, dass es im Leben nicht wichtig ist, was man hat... wichtig ist, dass man das, was man hat, zu schätzen weiss.
Egal ob arm oder reich... Wir sind alle nackt auf die Welt gekommen und genauso werden wir sie wieder verlassen... ein jeder von uns.
Ein Tag in Jakarta Kota
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Demütig und dankbar für unser Leben gingen wir schweigend durch die Strassen des Quartiers. Wir verweilten etwa vierzig Minuten in dem Viertel ehe wir uns auf den Weg in Richtung Wasser begaben.
Irgendwann kamen wir an einen Fluss, den wir überqueren mussten... erst sollten wir aber noch eine Art 'EcoSteuer' abdrücken um nach Ancol, dem Küstenviertel Jakartas, zu gelangen. 25.000 IDR mussten wir berappen um auf die andere Seite des Flusses zu gelangen.
Irgendwie war uns diese Gegend unheimlich... die Strassen waren fast menschenleer... ausserdem standen am anderen Ufer zwei sich in der Rohbauphase befindenden Wolkenkratzer, an denen wohl schon seit mehr als zehn Jahren kein Finger mehr krumm gemacht wurde.... der Beton hatte sich schon fast schwarz verfärbt... die Palmen im Vordergrund nahmen dem Ganzen allerdings die Bedrohlichkeit.
Der Park bzw. das Viertel schien verwaist... die Gartenflächen ungepflegt... wir kamen uns vor, wie in einem schlechten Horrorfilm. Jedoch wollten wir uns heute noch ein Bild vom Themenpark 'Dunia Fantasi' machen und sehen, ob es sich lohnen würde, den morgigen Tag dort zu verbringen. Also marschierten wir weiter. Der Eindruck blieb... vergammelt und oll.
Von dem Augenblick an, als wir den Parkplatz passierten, schienen wir in einer anderen Welt zu sein.... der Rasen war gemäht... die Hecken geschnitten... die Strassen sauber... etc... wahrscheinlich rechnet dort niemand mit Besuchern, die den Weg in den Park fussläufig erreichen wollen. Schon komisch...
Als wir den Eingang zum Themenpark erreichten war es schon 15 Uhr... geschlossen werden würde schon um 17 Uhr... heute also würde es sich nicht mehr lohnen... Es machte alles einen tollen Eindruck und laut dem Arealplan wird den Besuchern auch viel geboten. Unser Entschluss stand fest: Morgen werden wir uns direkt nach dem Frühstück auf den Weg ins 'Dunia Fantasi' machen um Karussel und Achterbahn zu fahren... :-)
Wir gingen zur Busstation und fuhren mit dem Bus in Richtung 'Zentral Jakarta'. Weil wir ja unsere Wäsche noch aus der Wäscherei abholen mussten, stiegen wir dort in der Nähe aus... Inzwischen hatte es mal wieder angefangen in Strömen zu regnen. Als wir die Wäscherei erreicht hatten, waren wir schon ziemlich durchnässt. Wir nahmen die Wäsche und gingen direkt ins Hotel. Jetzt war erstmal ruhen angesagt... mittlerweile stand der Schrittzähler auf etwa 23000.
Warum bekommt man nach dem Ruhen eigentlich immer Hunger??? Also beschlossen wir, erneut das leckere Streefood in den Strassen von Jakarta auszuprobieren... Wir gingen bis zur Bahnstation... holten nebenbei noch zwei Dragonfruits... (wahrscheinlich viel zu überteuert, weil 1. nicht gehandelt und 2. wurden wir beim Bezahlen belächelt, um nicht zu sagen ausgelacht) ehe wir uns entschieden, heute Abend mal die Nudeln zu testen.
Gegessen haben wir sie dann im Hotel... landestypisch selbstverständlich mit Stäbchen...saulecker...
Inzwischen war es schon nach zehn... wir schauten noch ein wenig Netflix und schliefen dabei ein... :-)
Samstag, 08.10.2022
TAG 37
Dufan
Mit dem Grab Taxi ging es nach dem Frühstück in den Vergnügungspark. Die Tickets hatten wir uns im Vorfeld schon online geordert... Kostenpunkt pro Person: 257000 IDR inklusive der Eintrittsgebühr für das Küstenviertel. Nach etwa einer halben Stunde standen wir im Stau. Wir hatten nicht bedacht, dass ja Wochenende ist und wohl nicht nur wir Dunia Fantasi besuchen wollten.
Von den 270.000.000 Einwohnern Indonesiens schien mindestens eine Million davon mit uns im Stau zu stehen. Eine weitere halbe Stunde später konnten wir endlich aus dem Taxi steigen um uns dann am Eingang anzustellen... bis wir den Eingang passieren konnten dauerte es wieder eine gute Dreiviertelstunde. Menschen über Menschen... was hatten wir uns nur dabei gedacht...
'Ach das wird sich bestimmt auf dem Parkgelände alles verlaufen' so dachten wir... wurden aber am Kettenkarussel direkt nach dem Eingang schon ettäuscht...'vielleicht auf dem Weg nach draussen' sagten wir uns... und liefen weiter... dann wollten wir eben mit der Halilintar, der Achterbahn im Park fahren... diese sollte am Samstag gestrichen werden und war somit leider gesperrt.... na super... das geht ja gut los.. die ganze Warterei schien uns verlorene Zeit.
An einem der folgenden Fahrgeschäfte war der Andrang nicht so stark... wir müssten nur etwa drei Fahrrunden abwarten, ehe wir an der Reihe wären.... wieder standen wir eine halbe Stunde in der Warteschlange...
Dunia Fantasi, Jakarta
Das Problem an der ganzen Sache ist, dass lediglich eine Person, zumeist junge Damen, für den Ablauf zuständig ist... zuständig für die Sicherheit, sprich Verschliessen der Gondeln bzw. Öffnen nach Beenden... sowie für das Bedienen der Computer um das Karussel zum Laufen zu bringen... Einfach eine schlechte Organisation.. und das zog sich durch den ganzen Park... Menschen über Menschen... an Warteschlangen, wo man zumeist gar nicht wusste, wo der Anfang bzw. das Ende zu sein schien.
Wir wagten noch eine Fahrt mit der Krake... Wartezeit etwa 20 Minuten... juchuu...
Gerne hätten wir noch eine Runde mit dem Riesenrad oder der Schaukel gewagt, als wir aber die vielen Menschen sahen verging die Lust... stundenlanges Warten stand nicht auf unserem Programm...
Im 'Kawasan America' dem amerikanischen Bereich machten wir noch einen Walk durch das 'Tilt House', dem gekippten Hause... das war lustig... alles war schief und das Haus machten den Anschein jeden Moment umzukippen... es kostete uns ziemlich viel Kraft da durchzumarschieren... und unser Gleichgewichtssinn wurde ganz schön in Mitleidenschaft gezogen... nichtsdestotrotz war es ein Riesengaudi...
Auch wenn wir nicht alle bzw. so gut wie keine der Attraktionen genutzt haben, war der Besuch im Themenpark 'Dunia Fantasi' durchaus ein Erlebnis... wir schlenderten gemütlich durch die verschiedenen Bereiche und hatten am Ende dann doch netto fünf Stunden im Park verbracht. Wie überall sind das Essen und die Getränke in solchen Anlagen natürlich teurer als normal... für uns allerdings noch immer erschwinglich...
Gegen 17 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel. Wir beschlossen, uns ein wenig auszuruhen ehe wir am Abend zum 'Monas', dem Monumen Nasional, gehen wollten.
Wir hatten am Nachmittag im Park soviel gegessen, dass wir beschlossen, dass Abendessen ausfallen zu lassen und stattdessen eine der Dragonfruits zu snacken. Sehr erfrischend und unheimlich lecker.
Laut 'Dr. Google' sollte das 'Monas' bis 22 Uhr geöffnet sein. Wir waren schon gespannt auf die grandiose Aussicht, von der im Internet die Rede war. Leider standen wir um 20 Uhr vor verschlossenen Toren und konnten das Nationaldenkmal nur noch aus der Ferne begutachten. Die Aussicht von dort oben wäre sicher überragend gewesen...
Auf dem Weg zurück in unser Hotel stoppten wir noch kurz im Indomaret um uns ein paar Getränke und Knabbereien für den Abend zu besorgen.
Den Abend liessen wir bei Netflix und knabbern im Hotelbett ausklingen...
Morgen schon würde unsere Reise weitergehen von Java nach Bali...
Sonntag, 09.10.2022
TAG 38
Der Check-out im Hotel ging reibungslos vonstatten. Bei der Ankunft hatten wir ja bezüglich der Abreise mit eventuellen Problemen gerechnet. An der Rezeption bat ein Angestellter um den Zimmerschlüssel, um das Zimmer zu kontrollieren. Kaum war er weg, erhielten wir von seinem Kollegen auch schon unser Pfand zurück.
Ob die Abschreckung unserer Videodokumentation am ersten Tag gewirkt hatte, wissen wir letztendlich nicht, auf jeden Fall wurden wir nicht mit irgendwelchen Schadenserstazansprüchen behelligt. Also begaben wir uns schnellstens nach draussen und ausser Sichtweite. Nicht dass doch noch im letzten Moment jemand käme um uns wieder zurück zu holen wegen eines Schadens im Zimmer, den wir verursacht haben sollten.
Der Start für unseren Flieger war um 11.50 Uhr geplant. Es sollte also reichen, wenn wir uns direkt nach dem Frühstück auf den Weg begeben. Es wurde dann doch etwas später und so fuhren wir erst gegen 9 Uhr in Richtung Airport, wo wir um kurz nach 10 Uhr ankamen. Da wir einen Inlandsflug hatten, gingen CheckIn- und SecurityCheck relativ zügig über die Bühne...
Ankunft auf Bali
Der Flug startete in Jakarta zwar mit ein wenig Verspätung, ist aber dennoch pünktlich in Denpasar gelandet. Ein Taxi, welches uns abholen sollte wurde von unserer Unterkunft organisiert.
Die Fahrt dorthin dauerte circa 45 Minuten. Dort angekommen traf uns fast der Schlag... die Unterkunft das 'The Paica' entsprach in keinster Weise den Fotos auf Booking.com... ein absoluter Drecksschuppen... laut der Buchungsseite schien die Unterkunft in einer grünen Oase zu liegen, umgeben vom Regenwald und einem vorbeifliessenden kleinen Fluss... das einzige, was diese Unterkunft umgab war eine stinkende Kloake (der Fluss) umsäumt von etlichen kleineren Müllbergen...
Das Zimmer hatte eine Schiebetür, die schon einmal aufgebrochen wurde und daher nicht mehr abschliessbar war. Die Bude war lediglich eine finstere, stinkende Gefängniszelle, bloß ohne Gitter.
Alles zugemüllt
Wir sind ja nicht zimperlich aber sollten wir hier tatsächlich die nächsten fünf Nächte bleiben wollen??? Relativ schnell war die Antwort klar: NEIN!!!
Gerade waren wir in unserem Zimmer zurück, um das Gepäck zu holen, kam auch schon der Hotelchef und fragte, wie wir zahlen wollten.
"Wir werden hier für gar nichts bezahlen!" war die Antwort. Sonderbarerweise hatte er keine Einwände und meinte, es wäre kein Problem. Er würde die Buchung stornieren.
Stornierungskosten würden keine anfallen... ein Glück..
Ohne eine Alternativunterkunft gewählt zu haben, verliessen wir diesen Laden... schnell weg... Wir gingen durch die kleine Gasse hinauf zur Strasse und suchten uns eine neue Bleibe. Das war nach der Enttäuschung gar nicht so einfach. Unsere Wahl für unser Zuhause auf Zeit fiel auf das 'Cakra Hotel'. Kurzerhand orderten wir via Grab einen Fahrer und düsten los.... wir kopierten den Link der Adresse aus der Booking.com Seite und gaben diese als Ziel ein.
Wir fuhren erneut eine Dreiviertelstunde zum vermeintlichen Ziel....Da der Fahrer das Hotel nicht auf Anhieb fand, liessen wir uns absetzen um selbst auf die Suche zu gehen. Es dauerte nicht lange, und wir mussten feststellen, dass irgendetwas schiefgelaufen sein musste... wir waren an einem komplett falschen Ort angelangt...
Erneut öffneten wir 'Google Maps', diesmal suchten wir das Hotel anhand der Suchfunktion... einmal schräg über die Insel... so sah es aus.
Wir standen nun in einer Seitengasse irgendwo auf Bali und waren mit unserem Latein am Ende... Zu unserem Glück saß vor einem kleinen Häuschen eine Familie mit Kind und Kegel... ein junger Bursche, der gerade aus der Dusche gekommen zu sein schien, bat uns ohne zu zögern seine Hilfe an... er rief in der Hotelrezeption an und schilderte die Lage... gleich danach bot er an, uns mit dem Scooter über die Insel in das gebuchte Hotel zu bringen... von dem Scooterwahnsinn hier in Asien haben wir ja im Vorfeld schon berichtet.... :-) Der Cheffin war es zwar ein wenig mulmig, aber, was blieb uns anderes übrig...
Die lieben Leutchen versorgten uns noch mit frischem Wasser und keine zehn Minuten später sassen wir auf den Scootern von Muleh und Mr. Black... Unser Gepäck wurde kurzerhand zwischen den Beinen des Fahrers verstaut, wir bekamen zu unserer Sicherheit noch jeder 'nen Helm und los gings...
Kaum saß man, war die ganze Aufregung verflogen... wir hatten einfach nur Spass... wow. Inzwischen war es schon dunkel geworden.. wir bretterten durch den Wind von Bali... schlängelten uns im stockenden Verkehr durch die Autos... und immer wieder sah man auf den Strassenseiten wunderschöne und beleuchtete Statuen stehen. Als es anfing zu regnen, fuhren unsere Fahrer an die Seite und gaben uns einen Regencape, damit wir nicht allzu nass werden sollten.
Endlich im Paradies
Nach einer halben Stunde Fun erreichten wir diesmal sicher das 'Cakra Hotel'...
Zweifelsohne wird diese Scooterfahrt in die Top 10 Erlebnisse unserer Reise eingehen.
Bei der Ankunft im Hotel wurden all unsere Erwartungen übertroffen. Der Mitarbeiter beim Einchecken war überdurchschnittlich freundlich... Das erste Mal in unserem Leben wurde unser Gepäck via einem goldenen Gepäcktrolley zu unserem Zimmer gebracht... wir liefen ein paar Meter durch eine Hotelanlage, wie wir sie eigentlich nur aus Filmen kannten... träumten wir etwa? Im Zimmer angekommen kamen wir aus dem Staunen gar nicht mehr raus... es war ein Traum... wir hatten eine Bungalowsuite mit Terrasse und einer Schaukel... wunderbar. Hier liess es sich aushalten...
Im Paradies
The Cakra Hotel
Bali
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Nachdem wir unser Gepäck verstaut hatten ging es erstmal auf Erkundungstour... die Lesebrille von Frank hatte den Flug nicht überlebt, also mussten wir schauen, ob wir in der näheren Umgebung eine solche auftreiben konnten. Tatsächlich war es leichter als gedacht. Schon im zweiten Geschäft wurden wir fündig. Leider aktzeptierte man dort keine Kartenzahlung, also mussten wir noch einen Geldautomaten in der Nähe suchen. Kein Problem... im nahegelegenen 'Circle K' befand sich einer. Der Vorgang wurde zwar abgeschlossen, die Karte auch ausgespuckt aber die gewählten 500000 IDR hat der Automat behalten... Heute war der Wurm drin... :-) Auf zum nächsten ATM.. diesmal sollte es klappen... Gott sei Dank.
Wir gingen ins Geschäft, bezahlten unseren Einkauf und bummelten zurück zum Hotel. Auf dem Weg machten wir noch Rast im KFC um noch eine Kleinigkeit zu Abend zu essen.
Im hoteleigenen 'Bistro Arjuna' liessen wir bei einem gemütlichen Bierchen (ja hier gab es wieder Alkohol) unseren Abend ausklingen.
Bis morgen!
Montag, 10.10.2022
TAG 39
Unsere Nacht war traumhaft... gegen 9 Uhr gingen wir zum Frühstück auf die Hotelterrasse. Auch dieses übertraf wieder all unseren Erwartungen... üppig und reichhaltiger kann man nicht frühstücken...
Währenddessen beschlossen wir, heute einfach mal gar nichts zu machen und den Tag in der Hotelanlage zu verbringen... wir waren gerade so richtig angekommen... Entspannung pur machte sich in uns breit. Ausserdem luden die Pools auf dem Gelände zu einem erfrischenden Bad ein...
Nach dem Frühstück gingen wir kurz in unser Appartment, holten unsere Laptops und da sitzen wir nun bei einem kühlen Bierchen und geniessen einfach das wunderbare balinesische Feeling auf der Terrasse am Pool.
Wir genossen einfach die Ruhe und die Atmosphäre um uns herum... it was just perfect.
Nach dem Abendessen und einem Schlummertrunk im hoteleigenen Bistro fielen wir dann todmüde – vom Nichtstun – ins Bett.... :
Dienstag, 11.10.2022
TAG 40
Der heutige Tag sollte wieder etwas produktiver werden... nach dem Frühstück ging es mit dem Taxi an den Strand von Sanur... den wir innerhalb weniger Minuten erreichen sollten. Eventuell hatten wir vor, eine Bootstour auf die vor Bali liegenden Inseln zu unternehmen...
Sanur Beach
Das Meer begrüsste uns mit seinen schönsten Farben... die Sonne spiegelte sich so unsagbar schön in den wogenden Wellen.
Nach ein paar Metern sahen wir auch schon die ersten Stände, welche womöglich die Bootstouren verkaufen würden. Leider schienen die Kaufleute nach dem Frühstück in eine Art 'Dornröschenschlaf' verfallen zu sein... allesamt schliefen auf den Bänken vor ihren Buden... 'so macht man aber keine Geschäfte' dachten wir.
Ruhe am Sanur Beach
Die Tourverkäufer schlafen, die Schalter sind unbesetzt
Da kam uns 'Ktut Tursa' entgegen... der einzige Kaufmann, der nicht im 'Dornröschenschlaf' war....
Er kam natürlich direkt zu uns... und bot seine Touren feil... und als er uns dann eine höchstinteressante Tour - anstelle des Erwachsenentarifs sollten wir lediglich den Preis für die Kinder zahlen - wurden wir hellhörig... allerdings würde sich das für heute nicht mehr lohnen und für den Mittwoch hatten wir schon eine Tour gebucht... die einzige Option, die uns bleiben würde, wäre der Donnerstag. Aber fix wollten wir den Deal dennoch nicht machen. Wir liessen uns versichern, sollten wir uns am Donnerstagmorgen für jene Tour entscheiden, diese auch für den vereinbarten Preis zu bekommen... Ein Mann ein Wort... mal schauen, was uns am Donnerstag erwartet...
Es war unsagbar heiß am Dienstag... das kühle Lüftchen und der Schatten, durch den wir uns während unseres Beachwalks schlängelten waren zwar sehr angenehm, brachten aber dennoch nicht die nötige Akühlung... diese wollte wir uns beim Genuss eines kühlen Getränkes an einer der vielen Strandbars holen.
Gesagt getan... setzten wir uns an einen der weissen Rattantische direkt am Strand... Wie es allerdings so ist, jedenfalls bei den Damen unter uns, meldet sich spätesten nach dem zweiten Bier die Blase.... da sich die Cheffin kurzerhand entschlossen hatte, sich in die kühlen Fluten zu stürzen, machte sie sich nebst ihrem Bikinihöschen, das Oberteil hatte sie schon während dem Beachwalk ausgewechselt, auf die Suche nach einer Toilette... unverrichteter Dinge kam sie nach zehn Minuten zurück... das Klo war einige hundert Meter entfernt und kostete Gebühr (What???)... ohne Geld... Pech gehabt...
Wie wechselt man nun seine Hose...????? Wir erinnerten uns an 'Mr. Bean' und die Episode 'Mr. Bean am Strand'. Sollte das tatsächlich funktionieren??? Wenn man es nicht versucht, kann man nicht mitreden... also los...
Fazit: GENAU SO KLAPPT ES!!!
Was hatten wir einen Spass :-)
Inzwischen machte sich am Strand die Ebbe bemerkbar und so musste man für die Abkühlung zwischen den Getränken schon ein ganzes Stückchen laufen... wollte man allerdings nicht durch die Algen marschieren, blieb einem nichts anderes übrig, als Umwege in Kauf zu nehmen... schlimm war das aber nicht.
Als die grosse Hitze langsam vorbei zu sein schien, beschlossen wir, noch ein Stückchen weiterzulaufen... der Strand von Sanur ist sehr weitläufig... die Promenade ist gesäumt von unzähligen Strandbars, Restaurants... Souvenirshops... und so weiter...
Da auf Bali langsam die 'Highseason' (die Hochsaison) vorbei ist, waren demzufolge auch relativ wenige Touristen unterwegs... für uns natürlich optimal...
Sanur Beach
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Weit mussten wir nicht laufen, da meldete sich bei uns beiden wieder die Blase... nicht weiter schlimm, wir waren eh schon wieder durstig... also machten wir Rast im 'Fishermans Club'. Die beste Wahl für einen atemberaubenden 'Toilettenwalk'... :-). Zum Wasserlassen führte uns der Weg quasi durch den Regenwald... es war absolut spektakulär... umsäumt von einem Wald aus Palmen und anderen tropischen Pflanzen erreichte man nach einigen Metern das Klo... einfach unglaublich.
Unglaublich schön...
Die Dämmerung brach langsam herein und so beschlossen wir, den Heimweg ins Hotel anzutreten... ein Weg durch den Club führte uns hinaus auf die 'Touri-Meile'... - nicht unsere Welt, aber zumindest hatten wir innerhalb von keiner Minute einen Grab-Fahrer organisert...
Zurück im Hotel packten wir unsere Schmutzwäsche zusammen und googelten die nächste Wäscherei... zehn Minuten Fussmarsch und wir hatten sie gefunden... Donnerstag ist sie abholbereit... 25000 IDR (ca. 1,70 €) für etwa 4 kg Wäsche.. so günstig haben wir auf unserer Reise noch keine Wäsche gewaschen bekommen.
Im Anschluss gingen wir noch kurz in den 'Indomaret' um uns für unseren morgigen Trip Proviant zu besorgen...
Während wir noch im Laden verweilten, fing es draussen an, in Strömen zu regnen... was hatten wir tagsüber für ein Dusel... blauer Himmel und Sonnenschein... lediglich ein paar Schönwetterwolken... sollte uns dieser Regenschauer jetzt die Laune verderben wollen??? Keine Chance... Wir tanzen auch im Regen!!!
Nach einer Tüte Chips und zwei Dosen Cola wurde der Regen weniger und wir beschlossen, auf dem Weg ins Hotel noch im KFC Halt zu machen, um unseren Hunger zu stillen... :-)
Im Zimmer angekommen wurde ausser Körperpflege nicht mehr viel gemacht...
Gute Nacht...
Mittwoch, 12.10.2022
TAG 41
Für den heutigen Tag hatten wir eine Tour bei 'Getyourguide' gebucht... die 'Tagestour zur den schönsten Instagramm-Motiven'. Inklusive Mittagsbuffet und 10 Polaroidfotos zahlten wir für den Trip 148,97 €. Ob wir das wohl noch bereuen sollten???
Am Vorabend bekamen wir per WhatsApp noch eine Nachricht von Dwipa, unserem Tourguide für den morgigen Tag. Anstatt um 7 Uhr würde er uns schon um 5 Uhr am Hotel abholen, um lange Wartezeiten am 'Heaven's Gate' zu vermeiden.
Der Wecker klingelte um 4.30 Uhr. Die Zeit liess nur eine kurze Katzenwäsche zu ehe wir Richtung Hotellobby gingen, wo Dwipa uns schon erwartete.
Tatsächlich waren wir heute die einzigen, die bei ihm die Tour gebucht hatten... wir bekamen quasi eine Private Tour. Die hätte man selbstverständlich auch buchen können... hätte aber das doppelte gekostet. Was für ein Glück!
Schon während der Fahrt bekamen wir viel über die Kultur und Religion in Indonesien zu hören. Im Internet hatten wir schon einiges darüber gelesen, das aber von einem Einheimischen zu hören, war noch einmal viel interessanter.
Dwipa sprach perfektes Englisch, so dass die Kommunikation einwandfrei funktionierte. Später erfuhren wir, dass er vor ca. zehn Jahren für einige Zeit in Miami gelebt und gearbeitet hatte. Das erklärte natürlich alles.
Das Tor zum Himmel
Die Fahrt zu unserer ersten Instagram-Destination dauerte etwa zwei Stunden. Nachdem wir auf dem Parkplatz ankamen stiegen wir um in einen Offroadbus, der uns und andere Besucher noch ein Stückchen näher zum 'Heaven's Gate' bringen sollte. Danach ging es eine steile Anhöhe bergauf; von Frühsport stand doch gar nichts auf dem Programm... hm komisch.
Hoch oben auf dem Berg befindet sich einer der ältesten, heiligsten und angesehensten balinesischen Tempel, Pura Lempuyang. Die Himmelstore von Bali sind mitunter einer der kultigsten Instagram-Fotopunkte Indonesiens. Der zeitige Aufbruch schien sich aber tatsächlich gelohnt zu haben.
Ausser uns waren noch nicht viele 'Influencer' unterwegs, die sich samt ihren Guides überall auf dem Gelände tummelten. Es war, als wären wir in einem riesigen Fotoshooting gelandet. Von überall hörte man irgendwelche Anweisungen... Die ganzen Guides knippsten ihre Gäste in verschiedenen Posen oder Walks... es war verrückt.
Für den Shoot am Himmelstor konnte man eine Nummer ziehen. Dwipa zog für uns die '27', da in diesem Moment erst die 'Nummer 18' geshootet wurde, hatten wir noch genügend Zeit, um uns von unserem 'Privatguide' instruieren und fotografieren zu lassen. Der hatte es echt drauf.
Die meisten Influencer standen und übten nebendran schon die Posen, welche sie dann vor dem Himmelstor darbieten wollten... es war sehr amüsant zu beobachten.
Das Himmelstor
Im Video gibt es die Zusammenfassung der
Tour zu den schönsten Instagram-Spots in Bali
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Vor dem 'Heaven's Gate' sitzt ein junger Bursche auf einer Fussbank und fotografiert mit den jeweiligen Mobiltelefonen der Poser. Für das spektakuläre Foto wird unter die Handykamera ein Spiegel gehalten, damit es ausschaut, als würde man im Wasser posieren.
Immer wieder hörten wir 'Next Pose'... 'Next Pose'... 'Next Pose'....
Dann kam das Signal: „Number 27“...für uns war aber klar, dass wir aus dem Bauch heraus posieren werden... Leider klappte das mit dem Hüpfen nicht so richtig... das war so witzig... wir konnten am Ende schon gar nicht mehr vor lauter Lachen. Am Ende bekamen wir doch noch unsere Fotos... die auch recht gelungen waren.
Wir stiegen die steile Treppe hinter dem Himmelstor hinab und schossen noch ein paar schöne Bilder von und vor dem Vulkan Agung, immernoch aktiv und die höchste Erhebung auf Bali. Eine traumhafte Kulisse.
Als zweites ging es für uns an die Reisterrassen von Tegallalang... ein sattes grün ersteckt sich über mehrere Täler... die Reistäler gehören mittlerweile auch zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Auf etwa einem Viertel der Insel wird hier Reis, der hier auf Bali sogar teilweise noch als Zahlungsmittel fungiert, kultiviert. 'Himmelstreppen der Götter' so bezeichnen die Balinesen gerne ihre wunderschönen Reisterrassen.
Wie wir erfahren haben, kann der Reis aufgrund des subtropischen Klimas, viermal im Jahr geerntet werden.
Auch hier standen wir wieder vor einem Panorama, welches nicht schöner sein konnte... wir waren ganz alleine und konnten den Moment so richtig aufsaugen...
Die Reisterrassen von Tegallalang
Als nächstes fuhren wir zum 'Taman Tirta Ganga' dem Wasserpalast von Karangasem. Dieser wurde 1946 vom letzten Raja Anak Agung Anglurah Ketut Karangasem gebaut, während einer Eruption des Vulkas Agung 1963 zerstört und im Anschluss wieder aufgebaut. Im Zentrum des Palastes steht ein elfstöckiger pagodenförmiger Brunnen... umgeben von Teichen und Becken (zum Teil sogar Schwimmbecken) welche sich allesamt mit dem Wasser aus den heiligen Quellen, oberhalb des Palastes, füllen. In den Teichen trieben hunderte Fische ihr Unwesen und warteten nur darauf, von uns fotowütigen 'Influencern' gefüttert zu werden.
Mit Dwipa, welcher uns an den begehrten Fotospots ablichtete, drehten wir eine Runde in dem wunderschön angelegten Park. Von ihm erfuhren wir wieder einiges über die Rituale um den religiösen Kult auf der Insel.
Ausserdem hatten wir von der Plattform, die wir über eine kleine Treppe erreichten, einen wunderbaren Blick auf die gerade endende Zeremonie... mit Donnern und Klingen
kamen die Teilnehmer den Hang hinunter.... Es war fantastisch.
Der Wasserpalast von Karangasem
Der nächste Halt brachte uns zur 'Bali Luwak Coffee' Plantage.... Während wir von einer netten Dame durch die Kaffeeplantage geführt wurden, verabschiedete sich Dwipa in die Pause... Auch hier erfuhren wir wieder soviel neues über den balinesischen Kaffee und die verschiedenen Sorten Tee... unsere kleinen Gehirne mussten an diesem Mittwoch soviel verarbeiten... :-)
Uns wurde gezeigt, wie der Kaffee geröstet, gestampft und gemahlen wird.... wir konnten es auch selbst testen...
Im Anschluss durften wir die verschiedenen Sorten Kaffee und Tee bei einer Verköstigung probieren. Durchweg schmeckten alle hervorragend... selbst Frank wurde in diesem Moment zum Kaffeetester...
Die Cheffin liess es sich selbstverständlich nicht nehmen und probierte den legendären Luwak Kaffee. Die von den Schleichkatzen auf der Plantage gefressenen und im Anschluss ausgeschiedenen Kaffeebohnen werden im Anschluss gewaschen und leicht geröstet. Da die Kaffeekirschen im Darm der Tiere bereits durch die Enzyme fermentiert wurden, erhalten sie das erdige Dschungelaroma.
Die Cheffin jedenfalls fand ihn sehr stark, aromatisch und äusserst lecker.
Das alles ist ein sehr komplexer Prozess... bei Interesse kann man sich da auch gerne im Internet belesen. 'Dr. Google' weiss Bescheid.
Bali Luwak Coffee Plantage
Inzwischen war es schon 11 Uhr und wir fuhren zum Highlight des Ausfluges... der 'Jungle Swing'... wow... das muss es sein!!!
Über dem Dschungel
Am Restaurant "Lereng Agung" angekommen erwartete uns ein Ausblick der Superlative ... das Panorma, vor dem wir standen kann man in Worte nicht fassen... in diesem Moment waren wir einfach nur sprachlos und absolut verbunden mit Mutter Erde. Diese Unendlichkeit... wohin man blickte saftiges Grün... Ein Traum...
Wir waren so ziemlich die ersten, die für das Schaukeln mit anschliessendem Mittagsbuffet ankamen und konnten uns somit den Tisch mit der besten Aussicht reservieren ehe wir zur Dschungelschaukel gingen.
Ein wenig mulmig wurde uns schon, als uns die Absturzsicherungen angelegt und wir auf der Schaukel festgesurrt wurden... oder sagen wir besser, es kribbelte vor Aufregung... :-)
Naja und sonderlich bequem sass man ja nun auch nicht wirklich darauf.... aber was tut man sich nicht alles an, um ein instagramtaugliches Bild vor solch einem spektakulären Hotspot zu bekommen.... smile.
Mittels einem grossen 'Dreitritt', welcher auf Schienen vor die Schaukel gefahren wurde kletterten wir hinauf... noch ein zwei Handgriffe und es konnte losgehen. Unser Team bei diesem Shoot bestand aus drei Leuten... unser lieber Dwipa, der für die Fotos zuständig war, sowie zwei Männer, die das Schaukeln veranstalteten.... wenn sie uns den Schwung zum Schaukeln gaben, hing sich immer im Wechsel einer an uns ran um uns den nötigen Schwung hinüber über den Dschungels zu geben... von der Schaukel aus blickten wir in die Unendlichkeit des Dschungels... unter uns... vor uns... wir schwebten hunderte Meter über dem immergrünen Dschungeldach... es war der Wahnsinn...
Das ganze dauerte etwa zehn Minuten und die zwei Burschen kamen beim Anschubsen ganz schön ins Schwitzen... wir beim Schaukeln aber auch... vor Aufregung...
Die Dschungelschaukel
Und weil wir so mutig gewesen sind, haben wir uns das Mittagessen mehr als verdient... das Buffet war gefüllt mit traditionellen balinesischen Köstlichkeiten... der Service, genau wie das Essen, liessen keine Wünsche offen...
Nach dem Essen ging es zu einem der einzigartigsten Orte auf Bali. Dem 'Tukad Cepung Waterfall'. Über ein paar Treppenstufen gelangten wir an an einen kleinen Fluss, der sich quasi wie durch eine Art 'Canyon' mitten durch den Dschungel schlängelte... währenddessen fing es ziemlich dolle an zu regnen... Dwipa hatte natürlich für jeden von uns einen Regenschirm parat... er hatte einfach an alles gedacht. Als wir allerdings erneut eine steile Treppe mit riesigen Stufen hinabsteigen mussten, war der Regenschirm eher überflüssig... das war aufgrund des immer stärker werdenden Regens ein ziemlich gefährliches Unterfangen. Aber: So ein Dschungelwalk ohne Regen wäre doch nahezu langweilig... schon alleine die gewaltige Geräuschkulisse, die während des Regens entsteht... beruhigend und aufregend zugleich. Für uns gehört das einfach zum Regenwald dazu... so muss das sein...
Unten angekommen durften wir ein imposantes Naturschauspiel hautnah erleben... im Regen wateten wir durch ein Rinnsal – kleines Bächchen – welches die beiden Wasserfälle miteinander verband... das war sehr erfrischend. Als erstes gingen wir zum Hauptwasserfall... dieser befindet sich, von Felsen umgeben, in einer Schlucht. Je nachdem, wie das Licht einfällt, spiegeln sich die Sonnenstrahlen in den tosenden Wassermassen... weil wir allerdings das Glück hatten, dort im Regen zu tanzen, spiegelten sich zwar keine Sonnenstrahlen, dennoch waren die Lichtverhältnisse atemberaubend... und wir waren in diesem Moment die einzigsten in der Höhle...
Tukad Cepung Wasserfall
Und weil wir so mutig gewesen sind, haben wir uns das Mittagessen mehr als verdient... das Buffet war gefüllt mit traditionellen balinesischen Köstlichkeiten... der Service, genau wie das Essen, liessen keine Wünsche offen...
Tukad Cepung Waterfall
Nach dem Essen ging es zu einem der einzigartigsten Orte auf Bali. Dem 'Tukad Cepung Waterfall'. Über ein paar Treppenstufen gelangten wir an an einen kleinen Fluss, der sich quasi wie durch eine Art 'Canyon' mitten durch den Dschungel schlängelte... währenddessen fing es ziemlich dolle an zu regnen... Dwipa hatte natürlich für jeden von uns einen Regenschirm parat... er hatte einfach an alles gedacht. Als wir allerdings erneut eine steile Treppe mit riesigen Stufen hinabsteigen mussten, war der Regenschirm eher überflüssig... das war aufgrund des immer stärker werdenden Regens ein ziemlich gefährliches Unterfangen. Aber: So ein Dschungelwalk ohne Regen wäre doch nahezu langweilig... schon alleine die gewaltige Geräuschkulisse, die während des Regens entsteht... beruhigend und aufregend zugleich. Für uns gehört das einfach zum Regenwald dazu... so muss das sein...
Unten angekommen durften wir ein imposantes Naturschauspiel hautnah erleben... im Regen wateten wir durch ein Rinnsal – kleines Bächchen – welches die beiden Wasserfälle miteinander verband... das war sehr erfrischend. Als erstes gingen wir zum Hauptwasserfall... dieser befindet sich, von Felsen umgeben, in einer Schlucht. Je nachdem, wie das Licht einfällt, spiegeln sich die Sonnenstrahlen in den tosenden Wassermassen... weil wir allerdings das Glück hatten, dort im Regen zu tanzen, spiegelten sich zwar keine Sonnenstrahlen, dennoch waren die Lichtverhältnisse atemberaubend... und wir waren in diesem Moment die einzigsten in der Höhle...
Dwipa, unser Tour-Guide
Wir können ihn wärmstens empfehlen. So einen Tour Guide findet man selten.
Man gerät niemals unter Zeitdruck und kann entspannt die Tour geniessen.
Solltet ihr jemals auf Bali sein und wollt eine Tour machen, könnt ihr ihn einfach anrufen oder eine Nachricht per WhatsApp schicken: +62 821-4507-9737
Ihr werdet es nicht bereuen!
Aufgrund des Regens hatte man das absolute Dschungelfeeling... authentischer kann ein Regenwald nicht sein.
Nach einer kurzen Dusche unter dem Wasserfall am anderen Ende der Schlucht, begaben wir uns wieder Richtung Aufstieg und beendeten mit diesem märchenhaften Erlebniss unsere Tagestour. Wir kletterten wieder die Treppe hinauf und gingen zurück zum Auto. Nachdem wir uns abgetrocknet hatten, fuhren wir zurück ins Hotel. Was für ein Ausflug!!!
Wir haben mit Dwipa am Mittwoch soviel erlebt, dass wir, zurück im Hotel nicht mehr viel machen konnten... immerhin waren wir nunmehr ja auch schon 11 Stunden unterwegs gewesen und haben geshootet und gepost, was das Zeug hielt.... nein Fotomodell wäre definitiv nicht unser Traumjob...
Nur noch kurz die Schmutzwäsche in die Wäscherei um die Ecke bringen und dann liessen wir den Abend im Hotelrestaurant gemütlich ausklingen....
Leute, nicht wundern, morgen planen wir einen Ausflug auf die Insel Nusa Penida und wollen dort eventuell übernachten... wir werden die Laptops alllerdings nicht mitnehmen. Da wir Freitagabend dann auch schon wieder Richtung Sydney aufbrechen, kann es also durchaus sein, dass es hier in den nächsten zwei drei vier Tagen etwas ruhiger ist, bis wir das Erlebte dann wieder niederschreiben können...
Bis denne!
Donnerstag, 13.10.2022
TAG 42
Nusa Pedina
Eigentlich hatten wir uns an diesem Morgen keine grosse Hoffnung mehr gemacht, auf die Insel zu schippern. Der Wecker schellte um kurz nach sechs. Wir hatten vor, direkt um sieben Uhr zum Frühstück zu gehen um danach sofort zum Übersetzen nach Nusa Pedina an den Hafen von Sanur zu fahren.
Leider regnete es zu diesem Zeitpunkt wie aus Eimern, also drückten wir den Wecker auf 'Snooze'.
Zehn Minuten... nochmal zehn Minuten... und nochmal... gegen halb acht hatte der Regen nachgelassen. Nachdem wir uns fertig gemacht hatten strahlte die Sonne als wäre nie etwas gewesen.
Etwa gegen zwanzig nach neun organisierten wir einen Fahrer via Grab und düsten nach Sanur. Ein Ticket für das Speedboat hatten wir bis dahin noch nicht... der junge Grab-Fahrer ahnte schon, dass wir auf die Insel rüber wollten und machte uns klar, dass um zehn das Schnellboot im Hafen starten würde... zum Glück kannte er jemanden von den vielen Ticketagenturen vor Ort, den er noch während der Fahrt anrief, um uns zwei Plätze für die Überfahrt zu reservieren. Einen guten Preis handelte er natürlich auch noch aus....
Die Bezahlung des Tickets in Höhe von 700.000 Rupiah erfolgte mit der Kreditkarte. Wir hatten nämlich nur noch 200.000 in der Tasche und wollten bei der Ankunft auf der Insel noch zu einem Geldautomaten, um wieder flüssig zu sein.
Hätten wir doch bloß vorher einen Automaten aufgesucht! Wie sich später bei unserer Ankunft herausstellte, sind die Geldautomaten auf der Insel sehr dünn gesät.
Und ohne Bargeld kommt man dort nicht weit. Zum Glück hatten wir eine glorreiche Idee, die uns retten sollte. Dazu später mehr.
Das Boot startete natürlich nicht um zehn. Bis wir ablegten war es bereits 11 Uhr. Eine Dreiviertelstunde später erreichten wir die Insel Nusa Pedina. Schon beim Anlegen sprangen dutzende Taxifahrer oder Mopedvermieter ins Wasser, um die Passagiere schon beim Aussteigen abzupassen.....
Aber nicht mit uns... wir wollten erstmal eine grobe Orientierung haben. Bei einem Kaltgetränk peilten wir die Lage und beschlossen, die Nacht auf der Insel zu verbringen, um genug Zeit für die Erkundung zu haben...
Nachdem wir uns ein Taxi klargemacht hatten, buchten wir die Übernachtung im
'Crystal Bay Villa & Residence'.
Das Taxi fuhr gefühlt einmal quer über die Insel... es ging über Stock und Stein mitten durch den Dschungel... nach etwa einer halben Stunde erreichten wir unsere Unterkunft für die kommende Nacht. Den Fahrer baten wir gleich, uns am kommenden Morgen um 6:30 Uhr wieder abzuholen. Der Fahrpreis sollte wieder der gleiche sein. Leider wussten wir noch nicht genau, wie wir ihn bezahlen sollten, weil wir ja kein Bargeld mehr hatten.
Dann stiegen wir aus dem Taxi...
Wow... war das eine Idylle... inmitten des Regenwaldes standen fünf kleine Häuschen; eines davon war für die nächsten Stunden für uns reserviert... absolute Ruhe und Entspannung machte sich in uns breit... herrlich.
Die Häuschen waren mit einer sehr feinen Liebe zum Detail eingerichtet... hier gefiehl es uns sehr gut... und der morgige Abschied von Bali wird uns damit noch schwerer fallen.
Crystal Bay Villa & Residence
Wir erfuhren, dass man in der Unterkunft auch Motorscooter mieten konnte... sollten wir es wagen?! Wir wagten es... auch wenn die letzte Fahrt auf einem solchen Gefährt schon Jahrzehnte zurückliegt bzw. noch nie stattgefunden hatte.
Also tuckerten wir los... zu allererst mussten wir ersteinmal in einem der vielen Warungs tanken. Da wir uns auf Nusa Pedina die Strände ansehen wollten, schien uns das Moped die beste Option. Unser erstes Ziel war der 'Crystal Bay'... nach dem Tanken fuhren wir über einen ziemlich steinigen Hoppelweg, welcher uns auf eine asphaltierte, verhältnismässig gute Strasse führte... zehn Minuten später standen wir schon im Sand am 'Crystal Bay'... ein ganz toller kleiner Strand, der in einer kleinen Lagune lag... wirklich herrlich.
Nach einem kurzen Aufenthalt beschlossen wir weiter an den 'Broken Beach' zu düsen... so gut wie wir unser erstes Ziel erreichten, sollte es mit dem nächsten allerdings nicht funktionieren...
Also starteten wir in Richtung 'Broken Beach'... nach 18 Kilometern sollten wir nach einer Dreiviertelstunde unser Ziel erreichen. Anfangs dachten wir, man könne irgendwie am Strand entlangdüsen... aber dazwischen waren immer Felsen & Urwald, dadurch war man gezwungen, diese zu umfahren. Und weil wir ausserdem auch noch ziemliche Anfänger waren, was das Scooterfahren anging, rechneten wir mit mindestens einer Stunde Fahrtzeit.
Wir bogen links ab und fuhren auf eine Steigung zu; die hatte mindestens 100° und der Scooter ganz schön Mühe... aber wir erreichten trotz widriger Strassenverhältnisse den Gipfel der Anhöhe... runter ging es dann wieder einfacher. Allerdings musste man tierisch aufpassen... wie schon erwähnt, sind die Strassenverhältnisse auf dem Teil der Insel katastrophal... überall Schlaglöcher nebst Sand auf der Fahrbahn, die sehr schmal ist und dort, wo der Asphalt aufhört ist halt einfach nur Sand... also... bloss nicht aus der Spur kommen.... und schon erblickten wir die nächste Steigung... noch steiler als die vorige.. oh je... wir hatten noch nicht die Anhöhe erreicht, das rutschten wir über den Sand von der Fahrbahn ab. Im Sand daneben kamen wir zum Stehen... die Füsse bis zum Knöchel im Sand.... wir zitterten am ganzen Körper, das Herz rutschte uns in die Hose... aber passiert ist uns 'Gott sei Dank' nichts.
Auf den Schreck mussten wir uns ersteinmal ausruhen. Am Strassenrand setzten wir uns auf einen Stein, als plötzlich ein Einheimischer stillhielt und uns fragte, ob wir ok seien... dann erzählte er uns, dass an dieser Stelle aufgrund der katastrophalen Strassenverhältnisse vor ein paar Tagen an einem Tag fünf Unfälle passiert seien... nur Scooter...
Für die Cheffin war es somit beschlossene Sache, den Weg zum 'Broken Beach' und dem 'Angel Billabong Beach' nicht mehr fortzusetzen... zu sehr hing sie an ihrem Leben... Auch für den Weg hinab würde sie sich nicht mehr auf den Roller setzen... nein nein... Aber auch das Runterlaufen wird als Fussgänger neben den Autos und Scootern zu einem Horrotrip...
Die Autos und Scooter machen sich nämlich vor den Kurven (und davon gibt es dort einige) einander durch Hupen bemerkbar machen.
Um die Angst und den Schreck zu überwinden, machten wir es wie Niki Lauda... sofort wieder rauf auf den Scooter. Wir beschlossen, einfach nur ein wenig durch den Dschungel zu cruisen... dort waren zwar keine Strassen dafür aber holprige Steinwege... naja, irgendwie wird es schon gehen. Und es ging... siehe da!!!
Wir fuhren durch Urwald... what a feeling!!! Einige Wege waren mehr befahren andere weniger... die meisten führten zu Wohnhäusern... viele waren es nicht, aber vor allen grasten Schweine... anfangs hatten wir echt Angst bekommen – wir dachten, es seien Wildschweine, die uns in der nächsten Sekunde zerfleischen würden. Aber das waren keine wilden Schweine, sondern schwarze Hausschweine.. an einem anderen Haus sahen wir auch die Ferkel drumherum... Die Ferkel nämlich sind eine Delikatesse auf Bali … Babi Guling... ein Spanferkel auf dem Grillspiess.... Werden die Schweine einzig nur für die 'Produktion' der Ferkel gehalten???
Wir cruisten noch eine Weile durch den Wald, bis wir irgendwann an einen kleinen Hügel kamen... teilweise asphaltiert... allerdings war dort eine Spurrinne im Beton... die wir erst bemerkten, als es schon zu spät war. Und so legten wir uns, samt Moped, nieder... mitten im Dschungel... wir hatten nicht viel Tempo und so ist uns – zum Glück – wieder nix passiert. Wir wollten unseren Schutzengel nicht herausfordern und fanden, dass es Zeit für die Heimkehr in unsere Unterkunft wäre.
Also, mal ehrlich: Wer kann schon von sagen, sich im Dschungel mit nem Scooter auf die Fresse gelegt zu haben??? :-)
Nachdem wir uns frischgemacht hatten, gingen wir noch in das 'Hotelrestaurant' um ein letztes Mal in Indonesien zu Abend zu essen. In dem Restaurant standen fünf Tische mit jeweils zwei Stühlen... die Restaurantküche war höchstens zehn Quadratmeter gross und auf drei Kochplatten wurden die Gerichte zubereitet. Sehr simpel aber genauso kreativ. Genau wie die zwei jungen Burschen vom Personal, die die Anlage betreuten. Die beiden waren auch Teil der Lösung unseres Bargeldproblems.
Wir fragten die beiden, ob es möglich wäre, die Hotelrechnung um 500.000 Rupiah höher auszustellen. Den Betrag würden wir per Kreditkarte bezahlen und sie sollten uns die 500.000 in bar auszahlen.
Sie meinten, das sei überhaupt kein Problem, und somit war die Bezahlung der Taxifahrt am kommenden Morgen gesichert.
Gerettet!!!
So saßen wir nun im Hotelrestaurant.
Für uns gab es traditionelles BamiGoreng und Hühnchencurry... überaus lecker... Dass wir vorerst wohl lange Zeit nicht mehr so lecker und günstig essen würden, wird uns erst jetzt, beim Niederschreiben, so richtig bewusst.
Die Geräusche des Dschungels liessen diese Nacht traumhaft werden.