Freitag, 30.09.2022
TAG 29
Heute sollten wir Ho Chi Minh in Vietnam verlassen und nach Kuala Lumpur, Malaysia reisen.
Gestern Abend hatten wir noch kurz die Einreisebedingungen für Malaysia auf der HP des Auswärtigen Amts gecheckt, um zu sehen, ob sich kurzfristig etwas diesbezüglich geändert hätte. Es gab nichts neues.
Wir hatten lediglich übersehen, dass für die Einreise die MySejahtera-App auf dem Smartphone erforderlich ist.
Also installierten wir sie noch schnell.
Dabei handelt es sich um eine Warn-App für Covid.
Allerdings stellte sich uns die Frage, was Reisende machen sollen, die kein Smartphone haben. Später sollte sich dann herausstellen, dass sich kein Schwein dafür interessiert hatte, ob wir die App auf dem Telefon hatten oder nicht.
Auch hatten wir den Online Check-in schon gemacht und hatten die Bordkarten auf dem Handy.
Ein Paar Kilo zuviel
Um 12 Uhr mittags checkten wir aus und fuhren mit einem Grab-Taxi zum Flughafen.
Es war wie immer noch ausreichend Zeit, da der Flieger nach Kuala Lumpur erst um 16:20 Uhr aufsteigen sollte.
Gemächlich spazierten wir in Richtung Passkontrolle. Der Beamte am Schalter wollte dann die Bordkarten sehen. Leider aber nicht die elektronischen, sondern die aus Papier.
Erneut wieder reine Schikane in unseren Augen.
Also mussten wir zur Gepäckaufgabe und dort anstehen, bloss um die Bordkarten zu bekommen. Gepäck wollten und durften wir sowieso keins aufgeben, weil es nicht im Ticketpreis inbegriffen war.
Es war nicht viel Betrieb am bag drop, trotzdem ging es einfach nicht voran. Am einem der Schalter sahen wir einen Reisenden mit einer Angestellten von Asia Air diskutieren. Die Angelegenheit dauerte sicher zehn Minuten und wir waren bereits verärgert, dass es nicht voran ging. Dann bekamen wir mit, dass an den bag drop-Schaltern das Handgepäck gewogen wurde. Der Mann, der mit der Angestellten diskutierte, hatte auch bloß einen Rucksack als Handgepäck und dieser war zu schwer. Der Mann sollte nachzahlen.
Ojeoje, es lief uns eiskalt den Rücken runter; wir wussten, unsere Rucksäcke waren ein, zwei Kilo schwerer als die erlaubte Höchstgrenze von 7 kg pro Handgepäckstück.
Bereits einige Zeit vorher waren wir schon einmal mit Air Asia geflogen und kannten daher diese Vorschrift, konnten uns aber nicht vorstellen, dass das Handgepäck gewogen werden würde. Damals war das auch nicht der Fall. Hier allerdings handhabte man das anders.
Und all das nur, weil wir gedruckte Bordkarten brauchten.
Unsere Köpfe rauchten. Wie konnten wir das bloß hinbekommen?
Zuerst nahmen wir die schwere Powerbank aus dem Gepäck und steckten sie in eine Hosentasche. Dann waren zwei Pullover an der Reihe, die um die Hüften gebunden wurden. Das hätte eventuell schon gereicht. Es waren sicher an die zwei Kilo, die die Rucksäcke jetzt leichter waren.
Falls es immer noch nicht reichen sollte, könnten wir ein Taschenbuch entbehren und schauen, ob das reichen würde.
Dann kam die rettende Idee.
Als wir an der Reihe waren, gingen wir so, dass ein Rucksack nicht von der Angestellten am Schalter gesehen wurde. Dort angekommen, fingen wir direkt an zu reden, damit die nette Dame abgelenkt war. Einer unserer Rucksäcke stand nun auf dem Boden vor der Theke. Den anderen hielten wir für die Dame sichtbar zusammen mit einer kleinen Tasche in der Hand.
Wir erklärten, dass wir nur unsere Bordkarten haben wollten und nur Handgepäck hätten.
Letztendlich forderte sie uns auf, das Handgepäck auf die Waage zu legen, was wir auch taten. Elf Kilo zeigte die Waage an. Perfekt!
Was sie dann zu uns sagte, liess bei uns die Kinnlade runterklappen.
Sie fragte tatsächlich, ob wir unseren Rucksack aufgeben wollten. Heute sei das gratis.
Wir waren perplex. All das Getue mit unserem übergewichtigen Handgepäck war also umsonst gewesen.
Dann gab sie uns die Bordkarten und wünschte einen guten Flug.
Den hatten wir dann auch.
In Kuala Lumpur angekommen, nahmen wir uns ein Taxi, das uns in 40 Minuten zum Hotel brachte.
Inzwischen war es nach 22 Uhr geworden. Wir bezogen unser Zimmer und gingen anschliessend noch in einem nahegelegenen 7-eleven einkaufen.
Kuala Lumpur
Das Hotelzimmer ist im achten Stock und wir haben eine tolle Ausssicht auf die Stadt.
Alles hier in Kuala Lumpur sieht elegant und hochwertig aus und es hat den Anschein, als wäre das Leben hier etwas teurer, als in den ersten drei Ländern, in denen wir waren.
Das werden wir sicherlich erfahren.
Morgen werden wir es ruhig angehen und erst einmal die nähere Umgebung zu Fuß erkunden.
Samstag, 01.10.2022
Tag 30
Wie schon erwähnt, sollte heute ein Fußmarsch durch Kuala Lumpur stattfinden. Wir wollen es ruhig angehen und es stehen keine speziellen Besichtigungen auf dem Plan.
Lediglich sollte die Liste unserer jemals besuchten Chinatowns um ein weiteres ergänzt werden.
Also machten wir uns auf den Weg. Als wir das Hotel verließen, war es noch recht angenehm von der Temperatur her.
Nach einer halben Stunde zu Fuß erreichten wir Chinatown. Inzwischen war es richtig heiss geworden.
Direkt am Anfang sahen wir einen Stand, an dem es leckere eisgekühlte Smoothies gab. Also nix wie hin. Dann schlenderten wir gemächlich durch die Straßen mit den ganzen Verkaufsständen.
Hunger überkam uns allmählich uns wir setzen uns in eines der vielen chinesischen Reustaurants an der Straße.
Nach dem Essen beschlossen wir, wieder ins Hotel zurückzukehren und den Abend gemütlich im Hotel ausklingen zu lassen.
In den vergangenen Wochen seit Reisebeginn waren wir fast jeden Tag lange unterwegs und ein bißchen Ruhe war jetzt notwendig.
Einfach mal eine Weile nix machen...
Morgen würde es wieder rundgehen. Wir haben vor, den KL-Tower zu besuchen und anschliessend wollen wir zu den Petronas-Towers spazieren.
Sonntag, 02.10.2022
TAG 31
Die gestrige Ruhe hat uns richtig gut getan.
Frisch ausgeruht ging es erst so gegen Mittag los. Noch war es wieder gut auszuhalten draussen. Die Hitze sollte erst noch kommen.
Mittlerweile haben wir festgestellt, dass Kuala Lumpur ziemlich schwierig zu Fuß zu erkunden ist. Zumindest ist das in der Gegend so, wo unser Hotel ist.
In der Nähe der Unterkunft gibt es einige Straßen, die man nicht einfach so überqueren kann. Man muss immer nach irgendeiner Fußgängerbrücke Ausschau halten. Das hört sich erst mal nicht so schwierig an, aber angesichts der Vielzahl dieser Brücken ist das schon eine Herausforderung.
Man erkennt oftmals nicht, welche der Brücken wohin führt und wenn man nicht aufpasst, hat man sich schnell verlaufen und rennt unnötig in der Gegend herum. Und das bei einer Affenhitze.
Irgendwann hatten wir dann endlich den Weg aus diesem Labyrinth gefunden und waren auf Kurs Richtung KL-Tower.
Der Turm ist von vielen Orten in der Stadt sichtbar. Die Entfernung von unserem Hotel ist mit knapp 3 km angegeben, allerdings sieht es aus, als wäre er viel näher.
Das liegt daran, dass der Turm auf einem Hügel, dem Ananashügel erbaut wurde, der etwa 100 m hoch ist. Eine Straße schlängelt sich wie eine Serpentine hinauf auf den Hügel zum Fuß des Turms. Daher der längere Weg.
Nassgeschwitzt kamen wir endlich am Eingang des Fernsehturms an. An einem der Ticketautomaten zahlten wir den Eintritt zum Observation Deck.
Die Kosten betragen 60 RM pro Person, das sind etwas mehr als 13 €.
Mit dem Hochgeschwindigkeitsaufzug ging es blitzschnell nach oben und wir konnten die Aussicht über Kuala Lumpur genießen.
KL-Tower, Kuala Lumpur
Bei dem Turm handelt es sich um einen Fernsehturm. Er ist 421 m hoch und die Aussichtsplattform ist auf etwa 260 m Höhe.
Nachdem wir eine Weile die enorme Aussicht erleben konnten, machten wir uns auf den Weg zurück nach unten.
Bereits bei unserer Ankunft am Turm hatten wir noch einen Minizoo entdeckt, der sich auch auf dem Ananashügel befindet. Wo wir schon mal dort waren, statteten wir dem Zoo auch noch einen Besuch ab.
Wir waren begeistert. Es gab dort Papageien, Känguruhs, Riesenschildkröten, Alpacas und jede Menge andere Tiere. Viele der Tiere konnte man anfassen. Beim Besuch des Alligators allerdings riet uns einer der Tierpfleger davon ab.
Besonderen Spaß gab es in einer Voliere. Dort bekam man kostenlos Vogelfutter in die Hand geschüttet. Man brauchte lediglich die offene Hand mit dem Futter auszustrecken und schon kamen einige kleine Papageien angeflattert, um auf Hand und Arm zu landen und zu fressen.
Mini-Zoo am KL-Tower
Im Anschluss an den Zoobesuch gingen wir noch in den KL Forest Eco Park. Er befindet sich ebenfalls auf dem Ananashügel. Es handelt sich dabei um einen kleinen Regenwald, in dem es sogar einen Baumwipfelpfad gibt. Er besteht aus mehreren Hängebrücken, die zwischen einzelnen Pfeilern gespannt sind.
Nachdem wir alles ausgiebig angeschaut hatten, verließen wir den Park an einem Ausgang, der sich am Fuß des Hügels befindet.
Nun sollte endlich das Highlight des Tages kommen.
Wir machten uns auf den Weg zu den Petronas Towers.
Knapp zwei Kilometer mussten wir noch zu Fuß zurücklegen.
Dann waren wir endlich angekommen. Mittlerweile war es schon halb sechs geworden und wir wollten auf jeden Fall bis nach Sonnenuntergang bleiben, um uns die Türme anzuschauen.
Gelohnt hat es sich auf jeden Fall. Bei unserer Ankunft gingen wir erst einmal in die Shopping Mall, deren Eingang sich zwischen den beiden Türmen befindet. Es gibt dort fast ausschliesslich Läden mit Nobelmarken, eben ganz entsprechend dem Image der Petronas Towers.
Mit den Aufzügen dort sind wir bis in den obersten Stock der Mall gefahren uns haben uns das Treiben mal von oben angeschaut. Es war reger Betrieb auf allen Etagen und auch wenn wir nichts kauften, war allein das Betrachten all dieser geschäftigen Leute den Besuch wert.
Shopping Mall , Petronas Towers
Dann ging es schnell wieder nach draussen, wo die Dämmerung bereits eingesetzt hatte.
Dort begaben wir uns zu einem großen Platz in einiger Entfernung von den Türmen.
Ein großer Springbrunnen befindet sich ebenfalls dort.
Jede Menge Leute waren zugange, um in diversen Positionen vor Kameras zu agieren, um die besten Fotos zu schiessen.
Eine ganze Weile hielten wir uns dort auf und bestaunten diese prächtigen Bauwerke, die bis vor einigen Jahren die höchsten der Welt waren.
Wir wurden von zwei jungen Frauen angesprochen, die aus irgendeinem Grund scharf darauf waren, mit uns zusammen auf einem Foto abgelichtet zu werden.
Wir kennen nicht die Absichten der beiden Frauen, aber irgendwie war es uns nicht geheuer.
Warum wollen wildfremde Menschen sich mit einem ablichten lassen?
Entweder ist es ein neuer Trend oder es ist eine Masche, um ein paar Sekunden neben jemandem zu stehen und Gelegenheit zu haben, in aller Ruhe dessen Wertsachen an sich zu bringen.
Wir haben keine Ahnung und daher nur eine Vermutung.
Auf jeden Fall haben wir dankend abgelehnt.
Die Petronas Towers in Kuala Lumpur
Nun war es längst dunkel geworden und wir traten den Weg Richtung Hotel an.
Auf dem Weg dorthin sollte noch eine Partystraße mit vielen Kneipen liegen.
Da wollten wir noch einen Zwischenstopp einlegen, um ein kaltes Bierchen zu trinken.
Aber zunächst musste man da auch hinkommen. Es war ein Fussmarsch von etwa 2 Kilometern zu bewältigen.
Es war schon gegen acht Uhr abends. Der Weg zur Partymeile führte an den Petronas Türmen vorbei und wir kamen durch einen großen Park. Von dort hatten wir auch noch die Gelegenheit, die Türme von der Rückseite zu begutachten.
Der Park, durch den wir gingen, war wunderschön angelegt. Es gab dort einen See mit Wasserfontänen, die allesamt beleuchtet waren. Die Lichtfarben wechselten permanent, ebenso die Höhe der Wasserfontänen.
Ein tolles Schauspiel in der Dunkelheit. In einem Teil des Sees waren noch badende Kinder am spielen. Ausserdem gibt es dort einen riesigen Kinderspielplatz, der aber menschenleer war, als wir darüberspazierten.
In der Kneipenstraße angekommen, fanden wir direkt einen gemütlichen Platz in einer Whiskey-Bar. Wir hatten schon befürchtet, es gäbe kein Bier dort, aber natürlich hatten sie welches.
Wir hatten schon vorab überlegt, irgendwo noch etwas zu essen.
Das Problem hatte sich allerdings durch die Auswahl dieser Whiskey-Bar erledigt.
Kaum saßen wir am Tisch im Aussenbereich, kam schon ein Kellner und stellte eine Portion Erdnüsse in einem großen Wasserglas auf den Tisch.
Für den ersten Durst bestellten wir erst einmal einen 1-Liter-Krug Bier und zwei Gläser.
Zusammen mit der Bierlieferung erhielten wir noch eine Portion Pommes Frites frisch aus der Küche serviert.
Der erste Liter Bier war schnell alle uns so bestellten wir für den zweiten Durst einen weiteren Liter Bier.
Inzwischen waren die Pommes Frites alle und die erste Ladung Erdnüsse.
Der Kellner bemerkte das und füllte die Nüsse wieder auf.
Mit der Lieferung des zweiten Liters Bier gab es die zweite Portion Pommes Frites.
Allmählich wurden wir skeptisch. Sollte das vielleicht eine Abzocke sein?
Man tischt der Kundschaft einfach auf. Wenn der Kunde nicht nachfragt und einfach futtert, präsentiert man nachher die Rechnung für alles. Sollte der Kunde dann reklamieren, sagt man einfach, dass das so üblich sei.
Wenn man das nicht wolle, müsse man rechtzeitig bescheid geben.
Also erkundigten wir uns danach, ob man das, was ohne Bestellung serviert würde, auch zu bezahlen sei. Der Kellner grinste und sagte: "Keine Angst, das ist gratis."
Wir waren erleichtert und liessen es uns weiterhin schmecken.
Nach den zwei Portionen Pommes waren wir sowieso satt und Erdnüsse wurden an diesem Abend noch einige Male nachgefüllt.
Wir merkten gar nicht, wie die Zeit verstrich und bestellten noch einige weitere Biere.
Irgendwann Stunden später sahen wir, dass die Angestellten der Bar anfingen, die Tische und Stühle zusammenzupacken. Es war schon ein Uhr nachts geworden uns sie wollten schließen.
Bis auf unseren Tisch und einen weiteren war schon alles zusammengepackt.
An dem anderen Tisch saß ein Mann, der uns aufforderte, an seinem Tisch Platz zu nehmen, damit man unseren Tisch auch abräumen konnte. Wie sich herausstellte, war der Mann ein Stammgast und hatte daher einige Privilegien. Also nahmen wir an seinem Tisch Platz und plauderten noch ein wenig mit dem Herrn.
Nachdem wir ausgetrunken hatten, verabschiedeten wir uns von ihm und traten den Heimweg an.
Unterwegs gingen wir noch in einem 7-eleven in der Nähe unseres Hotels vorbei, um noch ein paar Sachen zu besorgen. Ausserdem machten wir noch Bekanntschaft mit einigen Ratten, die in der Nacht auf Futtersuche waren.
Es war ein harter Tag gewesen, insgesamt waren wir 15 Stunden auf den Beinen und hatten über zwanzig Kilometer zu Fuß zurückgelegt.
Jetzt hiess es erst einmal: Ausschlafen!!!
Montag, 03.10.2022
TAG 32
Heute gibt es nicht viel zu berichten. Der gestrige Tag war einfach zu heftig und wir haben kurzfristig beschlossen, Ferien von den Ferien zu machen.
Nach den vielen Erlebnissen der letzten viereinhalb Wochen ist nun endlich einmal ein Tag Pause angesagt.
Ausserdem ist dies heute ein besonderer Tag:
Der erste auf unserer Reise, an dem wir kein einziges Foto aufgenommen haben!
Dafür geht morgen wieder das Programm weiter. Wir haben eine Tour in die Genting Highlands gebucht und werden morgen früh vom Veranstalter abgeholt.
Das Tourangebot klingt auf jeden Fall vielversprechend.
Schauen wir mal...
Dienstag, 04.10.2022
TAG 33
Gestern Abend spät wurden wir noch vom Tourveranstalter kontaktiert. Er teilte uns mit, dass die Abholzeit um 9:15 Uhr wäre. Wir sollten am Hoteleingang warten.
Um zehn vor neun klingelte plötzlich das Hoteltelefon in unserem Zimmer. Es war einer der Tourguides. Er sei schon vor Ort und fragte, ob wir schon bereit wären.
Bei ihnen sei ein Auto ausgefallen, und aus dem Grund wären sie schon früher losgefahren, um die Leute von deren Hotels einzusammeln.
Die Logik ist zwar nicht ersichtlich, aber wir sagten, wir bräuchten noch 5 Minuten und würden dann herunterkommen. Mit dieser Aussage war er glücklich.
Unten angekommen, stiegen wir in einen Van, in dem schon andere Tourteilnehmer warteten.
Es lag nur noch ein Hotel auf der Strecke, aus dem noch zwei weitere Leute einstiegen. Nach ein paar weiteren Minuten Fahrt hielt der Van an und wir stiegen um in einen Reisebus.
Die Batu-Höhlen
Zuerst standen die Batu-Höhlen auf dem Programm und dann war die Weiterreise in die Genting Highlands geplant, wo uns eine Seilbahn hinbringen sollte.
Die Dauer der Tour war mit 8 Stunden angepeilt.
Wir hatten sie tags vorher online gebucht zu einem unschlagbaren Preis von 130 Ringgit pro Person (28 €).
Dieselbe Tour war bei anderen Anbietern auch zu haben, allerdings zu einem Preis von bis zu 350 Ringgit pro Nase, also fast das dreifache!
Nach etwa 30 Minuten Fahrtdauer kamen wir um kurz vor zehn bei den Batu-Höhlen an.
Schon von weitem konnte man die über 200 Stufen der Treppe erkennen, die es zur Höhle hinaufzusteigen galt. Unser Tour Guide hatte uns schon vorab vor den Affen gewarnt, die sich dort zuhauf herumtummelten und nur darauf warteten, einem Besucher essbares zu entwenden.
Etwas mehr als eine Stunde hatten wir Zeit, die Höhlen zu besichtigen.
Rechts der Treppe steht eine beeindruckende, riesige, goldene Hindu-Statue.
Batu-Höhlen
Das erklimmen der Stufen ist normalerweise eine Tortur, aber wir hatten Glück und es war noch recht "kühl" um diese Zeit, höchstens 25 Grad. Auf der Treppe lauerten unzähligen Affen und hofften darauf, von den Touristen eine Mahlzeit zu ergattern.
Sei es dadurch, dass sie gefüttert werden oder dadurch, dass sie sich bei unachtsamen Besuchern selbst bedienen.
Oben angekommen ging es hinein in die riesige Haupthöhle.
Die Höhle ist so groß, dass sogar einige kleinere Hindutempel darin errichtet wurden. Auch hier tummeln sich jede Menge Affen, die unter anderem in Mülltonnen und Abfalleimern eine ergiebige und nie versiegende Nahrungsquelle finden.
Man steigt einige wenige Treppenstufen hinunter und gelangt dann nach einigen Metern in den hinteren Bereich der Höhle, wo diese sich nach oben hin öffnet, so dass man den Himmel erblicken kann.
Blick senkrecht nach oben aus der Höhle
Der Besuch dieser Höhlen ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Die eine Stunde Zeit, die für die Besichtigung vorgegeben war, ist in Ordnung. Allerdings sollte man seine Zeit nicht damit vertrödeln, sich allzu lange unten auf dem Platz vor der Treppe aufzuhalten. Und man sollte ausserdem auch nicht allzu viele Pausen beim erklimmen der 272 Treppenstufen einlegen.
Gerne hätten wir noch eine Viertelstunde mehr Zeit gehabt; Es gibt auf dem Gelände ein wenig abseits noch eine große, grüne Hindu-Statue, die ein wenig extravagant gestaltet ist und man braucht schon ein paar Minuten, um dort hin zu gelangen.
Um Punkt elf Uhr waren wir wieder am Bus und stiegen ein. Die Weiterfahrt zu den Genting Highlands sollte noch eine knappe Stunde dauern.
Solange mussten wir allerdings gar nicht warten, bereits um viertel vor zwölf waren wir an der Awana-Seilbahnstation angekommen.
Von dort sollten wir in eine der Gondeln steigen, die uns hinaufbringen sollte in das Genting Highlands Resort.
Die Tickets für die Seilbahn waren schon im Preis für die komplette Tour inbegriffen.
Genting Highlands
Der Tour Guide gab uns im Bus schon vorab Instruktionen. Wir sollten ihm ins Gebäude der Seilbahnstation folgen. Bis hinauf in den vierten Stock mussten wir über Rolltreppen nach oben. Dort war der Ticketschalter für die Gondelbahn.
Unser Tour Guide war ein sympathischer, kleiner, hagerer Mann mittleren Alters. Immer wenn wir ihn betrachteten, mussten wir schmunzeln.
Er erinnerte uns an eine Figur aus den "Simpsons", nämlich Mr. Burns.
Wer findet Mr. Burns?
Mr. Burns bat uns, eine Weile zu warten, bis sein Kollege, die Tickets für uns 29 Tourteilnehmer gekauft hatte.
Vorher wurden wir noch informiert, dass wir pro Person zwei Tickets bekommen würden; eins für die Fahrt nach oben und eins für nach unten.
Da standen wir nun mit sieben weiteren Teilnehmern der Tour... 'Mr. Burns' kam dann nach einer Weile ziemlich geknickt zu uns und erklärte, dass er an die übrigen Fahrgäste schlicht und ergreifend zuviele Tickets verteilt habe. Die Tickets nämlich für unsere Gondelfahrt wurden online geordert und dementsprechend waren sowohl die Hin- als auch die Rückfahrt als eine Kombikarte ausgestellt worden.
Tja... nun musste er sich erneut in die Schlange stellen um die fehlenden Tickets zu organisieren... und die Zeit lief. Nach einer Viertelstunde kam er dann mit unseren Karten für die Gondelfahrt und es ging los... die Gondel würde noch auf Höhe der Chin Swee Tempel halten, wo man zur Besichtigung aussteigen könnte. Wir beschlossen ersteinmal ganz nach oben zu fahren. Sicher wären wir dort mitten in den Highlands und hätten einen grandiosen Blick ins Tal.
Mit der Skyway Gondola Cable Car oben angekommen landeten wir direkt im Skytropolis, einem Themenpark, der sich so gut wie über das gesamte obere Level ausbreitet... es gab kein Rauskommen... ausser man würde in den Aussenbereich des Vergnügungsparkes gehen... Das hatten wir nicht erwartet... wollten wir doch eine Tour in den Regenwald... nicht nach Las Vegas... und genau diese Atmosphäre herrschte dort oben... Ohne Zweifel sicher eine tolle Abwechslung, wenn man ein Fan solcher Attraktionen ist bzw. mit dieser Absicht dorthin fährt...
Wir suchten vergeblich einen Weg nach draussen, um wenigstens eine schöne Aussicht geniessen zu können... aber vergebens... endlich fanden wir den Ausgang zur 'SmokingArea'.. der Ausblick jedoch liess zu wünschen übrig... überall riesige Hotels...
Hässliche Hotels vor Traumkulisse
Ausblick vom Genting Highland Resort
Wir machten uns auf den Weg zurück zur Gondelstation und beschlossen, auf die untere Ebene zum Chin Swee Tempel, einem taoistischen Tempel, zu fahren.
Mit der Gondel angekommen, mussten wir uns ersteinmal durch ein Labyrinth von acht unendlich erscheinenden Rolltreppen finden um nach unten zu gelangen. Als wir durch den Ausgang spazierten, waren wir direkt verzaubert. Warum nur sind wir nicht schon auf der Fahrt nach oben hier ausgestiegen??? Hier nämlich ist die eigentliche Attraktion.. hier waren wir mitten in den Highlands.. ein Traum... eine Natur, deren Schönheit man in Worte nicht fassen kann...
Endlich am richtigen Ort angekommen !
Ein Riesenbuddha !
Wir gingen den Wanderweg entlang mitten durch den Regenwald... es war wunderbar.... uns umgab eine beruhigende Stille... wir schienen eins mit Mutter Erde... Die Highlands lagen ein wenig im Nebel... und genauso hatten wir es uns vorgestellt... es war traumhaft.
Nach einem guten Stückchen stand inmittem dem Dschungel eine riesige Buddha-Statue; Quingshui ein buddhistischer Mönch ... fantastisch...
Entlang des abfallenden Hügelweges, 'Ten Chambers of Hell', werden überall in den Höhlenvertiefungen Geschichten erzählt, nachgestellt in makaberen Szenen... sehr farbenfroh und durchaus sehenswert. Ebenfalls sehenswert ist auf dem Weg die riesige Statue von Kwan Im, die wohl viel mehr darstellt als nur eine Hommage an Chin Swee.
Leider hatten wir aufgrund der Warterei bezüglich unserer Gondeltickets und der Suche nach einem Ausweg aus dem oberen Level soviel Zeit verloren, dass uns nicht mehr genügend zur Besichtigung der ikonischen neunstöckigen Pagode geblieben ist.
Die Erlebnisse an dieses wundervolle Erlebnis und die malerischen Highlands werden wir allerdings immer bei uns tragen...
Gegen 16 Uhr marschierten wir Richtung Gondelstation, um hinab zu fahren, wo unser Bus auf uns wartete... natürlich mussten wir zuvor erneut durchs Rolltreppenlabyrinth wieder nach oben um zur Station zu kommen.
Der Rolltreppen-Wahnsinn !!!
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Etwa um viertel vor fünf machte sich unser Gruppenbus wieder auf den Weg nach Kuala Lumpur, wo wir nach ca. einer Stunde Fahrtzeit wieder in unserem Hotel angekommen sind.
Dieser erlebnisreiche Tag musste erstmal sacken.
Morgen schon würde unser Abenteuer mit der Reise nach Jakarta / Indonesien weitergehen. Also checkten wir noch online ein und liessen den Abend gemütlich auf der Dachterrasse unseres Hotels ausklingen.
Mittwoch, 05.10.2022
TAG 34
Heute geht das Abenteuer weiter... mit der Reise in das Land Nr. 5 nach Indonesien. Unser Flieger würde um 13.40 Uhr starten, also hätten wir genügend Zeit, wenn wir das Auschecken im Hotel auf 10 Uhr planen.
Da wir beim letzten Flug mit AirAsia solch einen Dusel bei der Bordkartenausgabe wegen unseren Rucksäcken hatten, beschlossen wir, im Hotel nachzufragen, ob die Möglichkeit bestünde, uns unsere schon vorort auszudrucken, damit wir am Flughafen nicht wieder in die Bredouille kommen. Selbstverständlich war das kein Problem.
Am Kuala Lumpur International Airport standen diesmal natürlich Checkin Automaten zur Verfügung... man konnte sich und sein Gepäck selber einchecken und die Bordkarten ausdrucken. Da wir kein Aufgabegepäck hatten, haben wir dennoch die Bordkarten erneut ausgedruckt.
Frühzeitig gingen wir zum Gate vorbei am vermeintlichen Securitycheck... komisch war nur, dass wir lediglich die Gepäckstücke aufs Band legen mussten ohne auch nur irgendetwas auszupacken... keine elektronischen Geräte... keine Flüssigkeiten.... eigenartig dachten wir, waren aber erleichtert und machten uns keine weiteren Gedanken. Getreu nach dem Motto: 'Andere Länder, andere Sitten'.
Gemütlich schlenderten wir weiter und stellten fest, dass auch hier, in Kuala Lumpur, die Dutyfree Shops kaum besucht zu werden schienen. Plötzlich standen wir erneut an einer Sicherheitskontrolle... diesmal allerdings hiess es 'auspacken'. Aber stressig war es dennoch nicht..
Jakarta
Wir mussten noch eine gute Stunde warten, ehe unser Flieger nach Jakarta abheben sollte. Wir sassen in der 25. Reihe und die Cheffin hat, trotz starker Turbulenzen in der Höhe, wieder fast den ganzen Flug verschlafen... genau wie die Heimfahrt aus den Highlands am Tag zuvor... das Gehirn braucht sicher die Ruhe, um das ganze Erlebte zu verarbeiten... ähnlich wie bei einem Baby... :-)
Nach der Ankunft in Jakarta wurde, wie auch vor dem Start in Kuala Lumpur, noch einmal unser Impfstatus kontrolliert ehe wir uns am Schalter das 'Visa on Arrival' ausstellen lassen konnten. Nachdem wir dafür 70 Dollar (35 pro Person) bezahlt hatten gingen wir zur Passkontrolle und im Anschluss durch den Zoll... auch dort konnte man am Handy selbst eine Erklärung abgeben, dass man nix zu verzollen hatte.. der QR-Code wurde gescannt und fertig war die Laube... eigentlich alles ganz easy... Aber was machen die Reisenden, die kein Smartphone besitzen?? Müssen die dann im Terminal bleiben???
Vor dem Gebäude angekommen besorgten wir uns wieder eine SIM Karte und organiserten uns ein Taxi für die Fahrt zum Hotel...
Die Fahrt sollte etwa 45 Minuten dauern... ungefähr zweieinhalb Kilometer vor unserem Ziel kam der Verkehr ins Stocken und irgendwann ganz zum Stillstand... es ging nur noch zentimeterweise voran. Wir beschlossen, die restlichen 1,9 Kilometer bis zu unserem Hotel zu Fuss zurückzulegen... war das ein Verkehr... aber lange nicht so extrem wie in Ho-Chi-Minh-City...
Es ging fast nur geradeaus... kurz vor unserem Ziel bogen wir in urige kleine und vor allem dunkle Gassen ab... anfangs dachten wir, uns verlaufen zu haben... aber der Weg stimmte... schon gruselig irgendwie... unversehrt erreichten wir aber unsere Unterkunft.
Da wir bei Booking.com seit ein paar Tagen durch ziemlich negative Bewertungen verunsichert waren, war die Fahrt von sehr mulmigen Schwingungen umgeben.
Die Bewertungen unseres Hotels waren in letzter Zeit grottenschlecht gewesen. Man konnte bei booking.com nachlesen, dass dort eine Masche angewandt wurde, um die Hotelgäste abzuzocken.
Die Gäste berichteten, dass das Hotelpersonal beim Auschecken die Zimmer kontrolliert. So lange muss man an der Rezeption warten, bis die Kontrolle vorbei ist. Wenn alles ok ist, bekommt man sein Pfand in Höhe von 100.000 Rupiah, das bei Ankunft hinterlegt werden muss, zurückerstattet. Laut der Bewertungen hatten die Gäste oftmals Probleme. Das Personal behauptete, dass bei der Kontrolle der Zimmer Sachen beschädigt wurden, die vorher in Ordnung waren. Den Gästen wollte man diese beim Check-out in Rechnung stellen.
Auf dem Weg zu unserem Hotel, hatten wir überlegt, wie wir die Sache handhaben sollten und kamen zu folgendem Entschluss:
Wir würden die Leute an der Rezeption bei unserer Ankunft einfach mit disem Sachverhalt konfrontieren. Gesagt, getan.
Aber wie es so oft ist, man sollte sich nicht immer so verunsichern lassen... im Hotel Paragon angekommen wurden wir von einem sehr freundlichen und hilfsbereitem Personal empfangen.
Also schilderten wir dem Herrn an der Rezeption unsere Bedenken, und fragten, ob wir diese Behandlung auch zu befürchten hätten.
Seltsamerweise hatte der freundliche Mann auf einen Schlag alle seine Englischkenntnisse verloren. Wir gaben ihm daraufhin zu verstehen, dass wir das Zimmer 314 erst einmal besichtigen wollten. Er geleitete uns den Weg dorthin, öffnete die Tür und zeigte uns alles. Wir fragten, ob wir die Einrichtung filmen dürften und er war einverstanden. Daraufhin filmten wir mit dem Telefon die ganzen Möbel und achteten peinlich genau darauf, so zu tun, als würden wir jedes kleinste Detail aufnehmen.
Es ging uns nicht darum, alles auf Video festzuhalten; es sollte nur im Beisein des Hotelangestellten so aussehen. Er sollte Zeuge sein, dass wir uns für den Fall der Fälle nicht über den Tisch ziehen lassen würden.
Wir erklärten ihm, dass das Zimmer ok sei und wir es nehmen würden.
Das Hotel ist zwar ein wenig in die Jahre gekommen, hat aber dennoch unheimlich viel Charme.
Wir blicken direkt auf das Monumen Nasional – Monas – das Nationaldenkmal der Republik Indonesien und ein Symbol zum Gedenken an den Kampf um die indonesische Unabhängigkeit. Am Abend wunderschön beleuchtet... ein Besuch dort steht auch auf unserem Programm für Jakarta.
So sieht Präzision aus
Wie immer starteten wir nach ein paar Minuten unsere Erkundungsrunde. Schliesslich brauchten wir noch eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken... wir gingen ein Stückchen und kauften uns im Supermarkt ein paar Dosen Eistee... Cola gibt es hier absolut selten und Alkohol schonmal gar nicht... ach du Schande... naja, den kalten Entzug hatten wir ja in Thailand schon hinter uns gebracht... somit werden die kommenden Tage ein Klacks... :-)
Glücklicherweise gab es im 'Circle K' auch noch eine Kleinigkeit zu Essen. Wir hatten den Tag über zwar nicht viel gemacht, waren aber dennoch total geschlaucht... So entschlossen wir, jeder zwei Chili con Carne – Hotdogs zu futtern und den restlichen Abend im Hotel zu verbringen.
Morgen wollen wir dann Jakarta ein wenig besser kennenlernen.
Guts Nächtle!
Donnerstag, 06.10.2022
TAG 35
Geweckt wurden wir heute vom Frühstücksservice, welches uns um kurz vor acht unser Frühstück mit einem freundlichen 'Good morning' aufs Zimmer brachte. Es gab Spicy Curry mit Reis... ein Frühstück ganz nach unserem Geschmack... daran könnte man sich gewöhnen.
Um die Mittagszeit schlenderten wir langsam los. Wir mussten noch eine Wäscherei ausfindig machen... langsam gingen uns die Klamotten aus. Weil wir sowieso zur Bahnhofsstation wollten und auf dem Weg dorthin, laut Dr. Google, eine sein sollte, nahmen wir unsere Dreckwäsche direkt mit. Wir haben die Wäscherei auch prompt gefunden... 24 Stundenservice... 25000 IDR (1,75 €) pro Kilo... perfekt.
Die Suche nach dem passenden Busticket erwies sich im Anschluss als um einiges schwieriger. Wir liefen von Pontius zu Pilatus, bis wir dann nach einer gefühlten Ewigkeit in einem Indomaret endlich ein Ticket in Form einer Kreditkarte erwerben konnten. Auf die Karten kann ein beliebiger Betrag gebucht und nach Verbrauch kann die Karte wieder aufgeladen werden.
Nachdem wir die Tickets in den Händen hielten setzten wir uns sofort in den nächsten Bus, der einfuhr und fuhren eine Runde mit... im Anschluss setzten wir uns in einen TransJakartaBus und fuhren einmal quer durch die City... wider erwarten gab es doch mehr zu sehen, als wir dachten... und so konnten wir uns einen groben Plan machen, was wir in den nächsten Tagen noch anschauen wollten. Einmal mussten wir den Bus wechseln... Endstation... konnten aber ohne erneut unser Ticket in Anspruch zu nehmen, weiter fahren... für 3500 IDR pro Person kann man quasi einmal quer durch Jakarta tuckern... das sind etwa 0,25 €. Busfahren ist schön...
Jäckchen gefällig?
Ganz schön frisch heute
bei lauschigen 28°.
Irgendwann beschlossen wir, auszusteigen und ein Stück zu Fuss weiterzulaufen... Durst hatten wir ausserdem. Also gingen wir auf die Suche nach einem Lokal, wo man, wenigstens überdacht, auch draussen sitzen kann... gar nicht so einfach... aber wir fanden ein Schnellrestaurant und tranken eine Cola... plötzlich fing es an wie aus Eimern zu regnen... Zum Glück saßen wir unter einem Sonnenschirm.. der aber nur bedingt Schutz geboten hatte, denn der Wind peitschte den Regen immer weiter auf die Terrasse.
Wir saßen eine ganze Weile dort, als wir zufällig eine Wechselstube im Gebäude entdeckten. Aus Vietnam hatten wir noch fast eine Million Dong und aus Malaysia noch einige hundert malaysische Ringgit übrig... wir hatten Glück und der nette Herr in der Wechselstube tauschte uns das Geld zu einem guten Kurs in indonesische Rupiah ein. Nun waren wir wieder Millionäre... wir bekamen für unsere Kohle etwas über
1,7 Millionen IDR.
Allerdings mussten wir nach dem Verlassen der Wechselstube einsehen, dass wir den Weg zurück ins Hotel unmöglich zu Fuß bewältigen konnten. Der Regen hatte in der Zwischenzeit nicht nachgelassen und so bestellten wir uns ein Taxi via Grab.
Bis der Fahrer sich durch den Verkehrsdschungel hier gekämpft hatte vergingen etwa zwanzig Minuten. Nach weiteren fünfzehn Minuten erreichten wir, glücklicherweise trocken, unser Hotel... Wir erledigten noch das ein oder andere und machten uns, als der Regen nachgelassen hatte, noch einmal auf den Weg zum Supermarkt... fünf Büchsen Cola, ein bissle Schoki und eine Tüte Chips sollten bis zum morgigen Frühstück reichen...
Um jedoch ganz sicher zu gehen, aßen wir auf dem Rückweg zum Hotel an einem der vielen Streetfood-Stände genau gegenüber noch eine leckere Portion Saté mit Reis.
Nun sitzen wir hier im Zimmer, hören den Muezzin rufen und arbeiten noch ein wenig an unserem Blog.
Bis morgen!