Freitag, 21.10.2022
TAG 50
Die achte Woche unserer Reise ist nun bereits angebrochen und wir nähern uns mit Riesenschritten der Halbzeit. Die vergangenen Tage in Sydney haben wir relativ entspannt genossen.
Sydney hat ein großartiges Flair und ist, was das Erscheinungsbild anbelangt, enorm vielfältig.
So schön es auch ist, irgendetwas gibt es immer zu beanstanden. In unserem Fall ist das lediglich das wirklich miserable WLAN in unserem Hotel.
Das ist hauptsächlich schuld daran, dass wir mit dem Reisetagebuch ein paar Tage im Rückstand waren.
Zum Glück konnten wir es ja offline schreiben, aber leider war das Einbringen der Texte auf der Homepage immer eine Tortur und irgendwann gibt man es dann gänzlich auf. Vom Hochladen der Bilder wollen wir erst gar nicht groß reden. Manchmal war ein einziges Foto nach 20 Minuten noch nicht hochgeladen.
Ausserdem gibt es seit ein paar Tagen ein Problem mit google/youtube.
Sobald man in seinen Account eingeloggt ist und Videos bearbeiten/hochladen möchte, erscheint eine Meldung, dass man sich verifizieren muss. Gleichzeitig steht aber auch in dem Text, dass eine Verifizierung leider nicht möglich ist. In allen asiatischen Ländern, die wir bisher bereist haben, war das immer problemlos möglich; seit Australien funktioniert es nicht mehr. Daher können wir momentan auch keine weiteren Videos hier mehr veröffentlichen. Hoffentlich klappt das bald wieder.
Soviel nun einmal als kleine Randnotiz. Jetzt geht es weiter mit dem Tagebuch.
Viel vorgenommen hatten wir uns für den heutigen Freitag nicht.
Die Cheffin wollte heute noch zum Friseur, um morgen frisch frisiert nach Hawaii reisen zu können. Als wir nämlich am Vorabend in 'Summer Hill' ankamen, hatten wir nämlich noch spontan einen Termin im Salon 'That Look' gemacht.
Um 12 Uhr sollte es soweit sein. Und wie es immer so ist, besonders nach dem Erlebnis beim Friseurbesuch in Kambodscha, war die Aufregung sehr gross. Noch immer leicht traumatisiert davon, machten wir uns um kurz nach halb zwölf auf den Weg in den Salon.
Fleissig übte die Cheffin ihre Vokabeln, damit bei der Konversation mit dem Dienstleister auch nichts schiefgehen konnte.
Etwa dreissig Minuten später war ihr Kopf wieder wie neu... Da hatte die Dame in Kambodscha doch einiges zum korrigieren gelassen. Beim neuen Haarschnitt sah man sofort, dass diesmal ein Profi am Werk war.
Nachdem wir noch kurz im Supermarkt waren und ein paar 'Juxvideos' in 'Summer Hill' drehten, genossen wir noch ein wenig das dortige Flair.Man kann die Atmosphäre in dieser schnuckeligen Ortschaft gar nicht beschreiben... sobald wir die Unterführung unter der Bahnlinie passiert hatten umgab uns eine harmonisch gedämpfte Stimmung... einfach beruhigend.
Am frühen Nachmittag gingen wir wieder zurück in unser Hotel. Damit wir morgen keine Schmutzwäsche nach Hawaii mitnehmen müssen, beschlossen wir, noch zwei Maschinen laufen zu lassen... Wenn man schon den Luxus hat, dass sich im Hotel Waschmaschine und Trockner befinden, muss man das auch ausnutzen....
Abschied von der Oper
Den Abend wollten wir heute am 'Sydney Opera House' verbringen, zumindest jedenfalls ein zwei Stunden... Anlässlich des fünfzigjährigen Jubiläums der Oper (Eröffnung: 20.10.1972) singen vom 20.10.-30.10.2022 auf den Treppenstufen des Opernhauses täglich ab 18.30 Uhr verschiedene Chöre.
Sydney Opera House im Lichterglanz
Die Darbietungen dauern in der Regel eine Stunde und sind völlig gratis. Genauso wie die anschliessende spektakuläre Lasershow. Von der gegenüberliegenden Hafenseite 'The Rocks' werden auf die Operndächer verschiedene Spots projiziert. Das Spektakel war sensationell.
An der Uferpromenade wurde allerdings zu späterer Stunde der Wind sehr unangenehm. Ja, in Australien ist eben noch kein Sommer... erst Frühling... :-)
Den Abend liessen wir bei einem 'Original Australian Sparkling Wine' und Netflix ausklingen.
Morgen schon geht unser Abenteuer weiter... wir starten den mittlerweile neunten Flug... Richtung HONULULU...
Samstag, 22.10.2022
TAG 51
Langer Samstag
Checkout war leider schon um 10 Uhr. Das hiess, wir mussten uns den Wecker stellen, um nicht zu verschlafen. Das gröbste hatten wir gestern Abend schon gerichtet, und so reichte es aus, dass wir um kurz nach acht aufstanden. Es war genügend Zeit für die Morgentoilette und um gemütlich zu frühstücken.
Nachdem wir unser restliches Zeug zusammengepackt hatten, konnten wir pünktlich um 10 Uhr auschecken. Unser Flug nach Honululu ging um 17.30 Uhr, also sollte es genügen, wenn wir gegen halb zwei auf den Bus gingen. Die Zeit bis dahin nutzten wir aus, um in der Lobby des Hotels unser Reisetagebuch zu aktualisieren.
Keine Stunde später trafen wir schon am 'Sydney International Airport' ein. Aufgrund einer fehlenden, digital ausgefüllten, Bestätigung unseres vollständigen Impfstatus dauerte der CheckIn etwas länger als üblich. Aber wir waren ja früh genug da... halb so wild. Wir mussten online einfach angeben, dass wir vollständig geimpft sind... mehr nicht...
Dafür ging es dann bei der Sicherheitskontrolle wieder schneller.
Der Start allerdings verzögerte sich um etwa eine halbe Stunde; aus irgendeinem Grund gab es wohl Probleme mit einem Passagier...
Nun sitzen wir tatsächlich im Flieger nach Honululu...
Gerade sind die Erinnerungen an die Kindertage so klar und deutlich wie nie zuvor... mit meinem Tantchen lag ich einst abends im Bett und sooft machten wir Spass und träumten davon, in einer HubbaBubba-Blase nach Honululu zu fliegen... und nun sitze ich (Dajana) hier und werde in ein paar Stunden in Honululu auf Hawaii landen... zwar nicht in einer HubbaBubba-Blase, aber in Honululu...
Aber nicht nur die Erinnerungen an die Kindheitstage machen diesen Flug so aussergewöhnlich... Nachdem wir um 18 Uhr am 22.10.2022 in Sydney gestartet sind, werden wir, ebenfalls am 22.10.2022, allerdings schon um 6 Uhr in Honululu landen... Was eigentlich schon ziemlich spooky klingt, bzw. so, als würden wir in die Vergangenheit reisen, liegt einzig und allein daran, dass wir, während unseres Fluges die Datumsgrenze passieren werden.
Samstag, 22.10.2022 / Part II
Landung gut, alles gut... aufgrund des verzögerten Starts sind wir erst um 6.30 Uhr in Honululu gelandet... die Zeitreise schien gut überstanden zu sein... und es war immer noch Samstag, der 22.10.2022. Das bedeutet, dass wir erst in 11 Stunden in Sydney starten würden und somit noch gar nicht in Honolulu wären.
Logisch, oder?
Wir wollen kurz mal rekapitulieren: Der Samstag, 22.10.2022 beginnt also um 0:00 Uhr. Nachdem der Tag 18 Stunden alt ist, steigen wir ins Flugzeug von Sydney nach Honolulu. Die Flugzeit beträgt neun Stunden, während denen wir die Datumsgrenze überqueren. Dann wäre der Tag also bereits 27 Stunden lang.
Ankunft in Honolulu ist am 22.10.2022 um 6:00 Uhr.
Dann dauert der Tag weitere 18 Stunden und wir kämen auf eine Stundenanzahl von 45 für den 22.10.2022.
Schade, dass nicht alle Tage so sind. Das wäre toll. Acht Stunden arbeiten und 37 Stunden Freizeit.
Gut, dass wir etwas achtsamer sind, als Phileas Fogg es war.
Der Flug an sich war nicht so prickelnd... geschlafen haben wir gar nicht, dafür aber die letzten Tage von unserem Reisetagebuch aufgearbeitet... mannomann... so ein Leben als Globetrotter ist ganz schön anstrengend... aber beschweren wollen wir uns auf gar keinen Fall... wir erleben gerade die beste Zeit unseres Lebens... und dafür sind wir unendich dankbar. Dankbar für das Erlebte... und dankbar für uns, dass wir einander haben und gemeinsam dieses Wunder erleben dürfen....
Die Einreise ging, wider Erwarten, reibungslos über die Bühne... Nie zuvor waren wir unkomplizierter und schneller in die Vereinigten Staaten eingereist.... innerhalb von 15 Minuten waren wir durch die Pass- und Zollkontrolle und standen vor dem Flughafengebäude in Honululu.... In HONULULU.... wir sind in der Südsee angekommen... kaum zu glauben...
Unser Flieger schien der einzige gewesen zu sein... es war alles sowas von entspannt... Ein / Zwei Shuttlebusse brachten die Passagiere in die umliegenden Hotels... Kostenpunkt: 40 $.
Gegen halb acht erreichten wir unser Hotel 'Pagoda Waikiki'... Wir hatten die Wahl:
- CheckIn um 15 Uhr
- Early CheckIn = 35 $.
Gut, die 35 Dollar hatten wir dann auch noch... also brachten wir erstmal unser Gepäck aufs Zimmer...
Ankunft am Waikiki Beach
Nein, bloss nicht direkt hinlegen, dann kickt uns der Jetlag komplett... Also begaben wir uns sogleich auf unsere obligatorische Erkundungstour und spazierten zum legendären 'Waikiki Beach'... ein Hotspot der Extraklasse... der absolute Wahnsinn... ein Himmel, der blauer nicht sein konnte..
Nach unserem kurzen 'Beach Walk' holten wir uns im Supermarkt um die Ecke noch eine Kleinigkeit zum Frühstück... im Flieger gab es nämlich nix...
Wir waren nämlich wieder mit Jetstar geflogen, einem australischen Billigflieger. Jeden Schnickschnack muss man dort extra bezahlen und sie wiegen beim Check in sogar das Handgepäck, um enorme Gebühren zu kassieren, wenn die 7kg-Grenze überschritten wird. Daher hatten wir auch sicherheitshalber vorab schon Extragepäck dazugebucht.
Bereits beim ersten Flug mit Jetstar von Denpasar nach Sydney hatten wir dasselbe Problem.
Allerdings hätten wir uns nicht vorstellen können, dass eine Airline ihre Passagiere auf einem neunstündigen Langstreckenflug verhungern lässt. Jetstar handhabt das so, wenn man vorher kein Essen reserviert.
Nun hielten wir also unseren Einkauf aus dem Supermarkt in den Händen:
Eine Packung Toastbrot, eine Kombipackung Salami mit Käse, eine Schachtel Hähnchenwraps und einen Sechserpack Coladosen.
Alles zusammen für läppische 30 US-Dollar.
Kaum waren wir zwei Stunden in Honolulu, waren wir schon über 100 Dollar leichter. Das könnte spaßig werden. Und am Abend wurde es das auch.
Jetzt noch schnell duschen und essen.... dann ruhten wir erstmal ein paar Stündchen... gegen 16 Uhr machten wir uns auf, um 'Downtown' Honululu zu erkunden...
Auch das Leben auf Hawaii ist so gut wie unerschwinglich und deshalb machten wir uns auf die Suche nach einem Supermarkt, der auch von den 'Locals' besucht wird...
Der 'Walmart' war zwar nicht um die Ecke, und eine SIM Karte hatten wir für die Vereinigten Staaten auch noch nicht... und ob wir uns eine organisieren, wissen wir noch nicht... früher ging es ja auch ohne... :-)
Trotzdem gelang uns das Kunststück, innerhalb von eineinhalb Stunden weitere
212 Dollar auszugeben. Na gut, es waren auch einige Klamotten dabei, die wir gekauft hatten.
Während der Reise war sowieso geplant, dass einige Kleidungsstücke aussortiert und ersetz werden sollten.
Wir hatten darauf geachtet, keine neuen Kleider mit auf die Reise zu nehmen. Unterwegs sollte das ein oder andere Stück ausrangiert werden. Die Erfahrung vorheriger Reisen hat uns gelehrt, keine "guten" Klamotten mitzunehmen. Wenn man die nämlich in der Wäscherei zur Reinigung abgibt, bekommen sie mitunter andere Farben und Größen. Das hängt in erster Linie mit den Künsten der Wäschesalonfachkraft ab. Mit dem Trennen der Wäsche wird es gelegentlich nicht so genau genommen. Hinzu kommt dann auch noch das Problem mit der Sprache.
Letztendlich ist man dann froh, wenn die Sachen überhaupt gewaschen werden.
Man wundert sich bloß beim ersten Mal, wenn man die Wäsche zwar sauber, aber deformiert und andersfarbig zurückerhält.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wir haben es hinbekommen, am ersten Tag in Honolulu über 400 Dollar auszugeben, ohne uns irgendeinen Luxus zu gönnen.
Waikiki Beach, Honolulu, Hawai'i
Glücklicherweise haben wir in unserem Hotelzimmer / Apartement sogar eine kleine Küche.. also beschlossen wir, uns heute Abend eine Pizza in den Ofen zu schieben...
Nach eineinhalb ausgiebigem Shopping im 'Walmart' war es draussen schon stockdunkel...
Oh je... ob wir da ohne Navi wieder zurück zum 'Pagoda Waikiki' finden???
Wir fanden... es war zwar ein ordentlicher Fussmarsch, aber wir haben auch ordentlich gespart...
Im Moment sitzen wir gerade auf unserem Balkon und freuen uns auf den morgigen Tag... wir haben nämlich eine 'Circle Island' Tour gebucht, dabei werden wir morgen die schönsten Plätzchen auf der Insel kennenlernen....
Sonntag, 23.10.2022
Tag 52
Unser zweiter Tag auf O'ahu sollte sehr früh beginnen... schon um 7.15 Uhr war Pickup-Time... Fussweg ca. 5 Minuten. Der Wecker schellte um sechs, so konnten wir gemütlich in den Tag strarten.
Eine ganz miese Tour
Ganz zum Anfang, und als alle 16 Teilnehmer der 'Circle Island Tour' im 'Real Hawaii Tours' Bus Platz genommen hatten, stellte sich unser Tourguide und Fahrer ersteinmal vor. Seinen hawaiianischen Namen, welcher aus 42 Buchstaben besteht, konnte man sich beim besten Willen nicht merken... für uns war er 'Uncle D.'... ein Einheimischer, wie er einheimischer nicht hätte sein können. Alles, wirklich alles hat er uns während der Fahrt über Hawaii und seiner Kultur erzählt... nicht eine Minute war Pause... diesbezüglich jedenfalls sollten wir diese Tour ohne Defizite verlassen...
Um halb acht starteten wir in Richtung des 'Diamond Head', einem vulkanischen Tuffkegel, der vor ungefähr 500.000 Jahren durch eine Eruption in Höhe der Bergkette Ko'olau entstanden sein soll.
Leider fuhren wir dort nur vorbei... der Programmpunkt: 'Diamond Head – Lookout' sollte damit abgehakt sein... wie bitte??
Auch beim nächsten wurde nur vorbeigefahren.... 'Hanauma Bay Lookout' – ebenfalls nur aus dem Fenster unseres Minivans... die Stimmung sank...
Als dritte Station stand das 'Halona Blowhole' auf der Liste... ein kurzer Stopp... in 15 Minuten war schon wieder Abfahrt... Am 'Halona Blowhole' treibt die Meeresbrise bei Flut und starkem Wind die Wellen an die Küste, wo die Felsformationen die Gischt bis zu zehn Meter hoch in die Luft schiessen lässt. Ähnlich wie bei einem Geysir... es war absolut fantastisch... wir hätten noch stundenlang dem Meerestosen zuschauen können...
An Programmpunkt Nr.4, dem Waimanalo Beach' sind wir, mit kurzer Erläuterung, leider auch nur vorbeigefahren... sehr ärgerlich....
Nun sollte es eigenlicht zu einer 'Macadamia Nut Farm' gehen... gelandet sind wir dann allerdings im 'Tropical Farms Macadamia Farm Outlet'... Na toll... Aufenthaltsdauer: 30 Minuten... Im Prinzip einzig ein Souvenirladen, um den Touris noch zusätzliches Geld aus den Taschen zu leiern... Allerdings muss man bei derart enger Taktung, was den Aufenthalt betrifft, Prioritäten setzen... uns bedeutete die umgebende Landschaft viel mehr und für Souvenirs haben wir in unserem Handgepäck sowieso keinen Platz... :-) Also genossen wir dreissig Minuten die wunderschöne Natur von Hawaii...
Im Prinzip sollte es laut Programm im Anschluss zu 'China Man's Hat' gehen...
Kurze Anmerkung:
Am Vortag bekamen wir eine SMS mit der Anmerkung, an Bargeld für das Mittagessen zu denken... Gut, wir dachten, dass sich an einem Stopp, den wir eventuell zur Mittagszeit erreichen würden, ein Restaurant oder ähnliches befindet, in dem man eben nur 'cash' zahlen konnte... Für uns war von vornherein klar, dass wir uns unseren Proviant im Rucksack mitnehmen würden. Schon zu Beginn der Tour wurde ein Zettel für Essensbestellungen durch den Bus gereicht.
Ja und an dieser 'Zwischenstation' wurde jetzt gehalten um zu essen... ebenfalls in 30 Minuten... Mein Gott waren wir froh, dass wir unsere Würstchen und Brot dabei hatten... Die Gegend war auch alles andere als atemberaubend... Gerne hätten wir nämlich noch einen kurzen Spaziergang gemacht... ein paar Minütchen wären ja noch gewesen... smile :-)
Irgendwie kamen wir uns vor wie früher auf einer 'Werbefahrt'... angehalten wir quasi nur dort, wo die Touristen dann auch ihr Geld lassen... wirklich schlimm.
Blow Hole
Dole Plantation
China Man's Hat
Am 'China Man's Hat' durften wir dann tatsächlich nur 15 Minuten verweilen, ehe es weiterging...
By the way: 'China Man's Hat' ist eine kleine Insel und diese sieht aus wie ein Chinesenhut... wirklich schön dort... und vor allem die Berge ringsherum... ein Träumchen.
Der nächste Halt waren die 'Kahuku Fruit Stands'... ebenfalls nur, um Geld zu verdienen. Eine Kokosnuss: 10 $... Abzocke.
Zu unserem Glück fand auf der Wiese nebendran gerade ein Herbstfest statt... und wir haben tatsächlich 'Hula' Tänzerinnen tanzen sehen... zwar nur vom Zaun aus, aaaaber wir haben es tatsächlich einmal live gesehen... wir fühlten uns gerade so ein bisschen so, wie beim Traumschiff, wenn die Passagiere ihren Landgang haben....
Die nächsten drei Programmpunkte, wir müssten es wohl gar nicht mehr erwähnen, konnten wir erneut nur durch die Scheibe an uns vorbeiziehen sehen... sehr enttäuschend.
Die 'Ananas Dole Plantation' sollte das letzte Ausflugsziel auf der Liste der 'Real Haiwaii Tours' sein..... Aufenthaltsdauer: 30 Minuten...
Dort hätten wir gerne länge verweilt... Selbstverständlich befand sich auch auf dieser Plantage ein riesiger Souvenirshop nebst Schmuckständen und und und.... wieder hätte man sein Geld schneller loswerden können, als es verdient war....
Hinter diesem Shop allerdings konnte man interessante Informationen über den Anbau der Ananas bekommen und, wenn es die Zeit zulässt, mit dem 'Pineapple Express' fahren.... einem Minizug, der tatsächlich auf echten Schienen durch die Plantage fährt... Zu gerne wären wir damit gefahren, aber das Warten in der Schlange hätte womöglich schon unsere Aufenthaltszeit überschritten....
Auf der Rückfahrt sollten wir dann noch in einer Eisdiele das 'angepriesene' Eis unseres Fahrers probieren... schon wieder, nicht im Ernst!?
Aber danach ging es dann auf direktem Weg wieder zurück nach Waikiki....
Das Fazit zu dieser Tour: Die 200 Euro war es definitiv nicht wert.
Umso erfreulicher war der Besuch im Shop neben dem DroppOff... in dem sich die Cheffin mit einem luftigen haiwaiianischen Kleidchen beglückte... auch auf einer so langen Reise muss das manchmal sein... dafür muss dann eben ein anderes Teil im Rucksack weichen... that's life...
Zurück im 'Pagoda Waikiki' ruhten wir ein Stündchen und machten uns um kurz nach fünf auf den Weg: Heute wollten wir den Sonnenuntergang am Waikiki Beach beobachten... und was sollen wir euch erzählen???? Es war ein Traum.... ein wahrgewordener Traum... unglaublich... wir, im Sand am Waikiki Beach... nie im Leben hätten wir das überhaupt zu träumen gewagt...
Nach dem 'Sunset' schlenderten wir entlang der Promenade zurück in unser Hotel...
Montag, 24.10.2022
Tag 53
Irgendwie schien uns der Jetlag hier auf Hawaii doch mehr erwischt zu haben: Wir kamen nie früher als 2AM ins Bett... demzufolge lange haben wir dann auch meistens gepennt... obwohl wir den Wecker immer auf halb acht gestellt hatten, sind wir nie früher als neun / halb zehn aufgestanden...
Eigentlich wollten wir heute das 'Pearl Habor National Memorial' besuchen... leider haben wir es erst nach zehn geschafft aufzustehen. So beschlossen wir, unseren für den kommenenden Tag geplanten 'Crater Walk' auf den 'Diamond Head' auf heute zu verlegen... das sollte zu schaffen sein.
Diamond Head
Die Wanderung auf die 'Observation Station' gibt ausser des gewaltigen Naturschauspiels, Eindrücke in die militärische Geschichte dieses Vulkankraters. Bereits 1908 wurde der Weg als Teil des Küstenverteidigungssystems von O'ahu gebaut.
Bis wir allerdings den richtigen Bus gefunden hatten, der uns an den 'Diamond Head' bringen sollte, ging wieder eine Stunde ins Land... Gegen 15 Uhr erreichten wir den 'Summit Trail'. Es war gut warm an diesem Tag.. und wir hatten vergessen, uns für den Walk mit Getränken einzudecken... guter Hoffnung, dass sich am Eingang des Naturparks ein Souvenirshop inklusive Getränke befindet, machten wir uns auf den Weg...
Der Gipfelweg erstreckt sich über ungefähr 1,5 Kilometer... währenddessen man eine Höhe von ca. 236 Metern überwindet.... ein moderater Wanderweg, wie wir fanden.
Der Aufstieg gestaltete sich einfacher, als wir es uns vorgestellt hatten. Gemütlich ging es bergauf... ehe wir den Eingang vom Nationalpark erreichten, mussten wir noch einen Tunnel ins Innere des Kraters passieren... alles easy...
Schon dort konnte man ein überragende Aussicht auf Waikiki Beach erhaschen... aber es sollte noch besser werden..
Am Eingang des Parks kam schon die erste Überraschung... wir hatten uns online nicht registriert – wussten aber auch nicht, dass das erforderlich ist . Der 'nette' Herr am Eingang hielt uns einen QR Code vor die Nase und meinte, wir müssten die Tickets online erwerben, um den Park besuchen zu können... na super.. für USA hatten wir uns keine SIM Karte gekauft... wir sind ja in den vergangenen Jahren auch sehr gut ohne zurecht gekommen... Wir machten dem Mann klar, dass wir keine Internetverbindung hätten und somit auch kein Ticket lösen konnten. Daraufhin hielt er uns die Zugangsdaten für das Wifi vom Nationalpark hin... wir lösten unsere Tickets und konnten in den Park.... What the fuck??? Braucht man heutzutage für alles ein Smartphone????
Die zweite Überraschung folgte sogleich... es gab zwar einen Souvenirshop... und es gab auch sechs Getränkeautomaten... allerdings alles leer und ausser Betrieb... HALLO??? Zum Glück gab es vor den Toiletten noch 'Trinkwasserspender', an denen man seinen Durst löschen konnte, oder aber, man hätte sich im Souvenirshop eine 'befüllbare' Wasserflasche gekauft, und diese befüllt... Ob das die Masche war, um die Flaschen loszuwerden? Wir fielen jedenfalls nicht darauf rein...
Nach zweihundert Metern wurde der Aufstieg sehr sehr uneben, man muss wirklich sehr darauf achten, wohin man tritt... es ging in Serpentinen hinauf... zwischendrin konnte man immerwieder innehalten um die spektakuläre Aussicht zu geniessen... es war unbeschreiblich schön, und es wurde mit jedem erklommenen Höhenmeter immer schöner...
Allerdings verlangten ein fast siebzig Meter langer, enger und dunkler Tunnel, sowie etliche Treppenstufen noch einiges von uns ab....
Dafür konnten wir am 'Oberservation Point' die Aussicht unseres Lebens geniessen: Waikiki Beach lag uns zu Füssen... !!! Das war der Knaller... next Level quasi... fantastisch und nicht in Worte zu fassen.
Diamond Head, O'ahu
Allerdings musste der Weg ja auch 'retour' gegangen werden.. oh je... In einem Bunker unterhalb der 'Observation Station' fanden wir DIE Abkürzung... über eine Wendeltreppe (ziemlich wackelig und ganz schön verrostet) machten wir uns, nachdem wir uns durch einen schmalen Eingang geschlängelt hatten, auf den Weg, der uns hoffentlich nach unten bringt...
Wir haben es geschafft... nachdem wir durch den schmalen Tunnel und über die steile Treppe das mittlere Level erreicht hatten mussten wir 'nur' noch den unebenen Weg bis zum Headquater überwinden...
Gegen 18 Uhr erreichten wir den Busstop, an dem wir am Nachmittag auch ausgestiegen waren... und fuhren mit der Linie 2 zurück in unser Hotel 'Pagoda Waikiki'.
Dienstag, 25.10.2022
TAG 54
'Pearl Harbor' stand bei unserem Aufenthalt in Hawai'i eigentlich auch noch auf dem Programm...
Also fuhren wir an diesem Morgen mit dem Bus in Richtung 'USS Arizona Memorial'. Die Fahrt kostet pro Person 3 $ (egal wohin man fährt) und dauert etwa eine Stunde.
Das 'USS Arizona Memorial' ist eine Gedenkstätte in Pearl Harbor in Honolulu für die 1102 von 1177 gefallenen Matrosen und Soldaten, die während des Angriffs am 07.12.1941 auf Pearl Harbor getötet wurden, welcher wiederum zur Beteiligung der Vereinigten Staaten am Zweiten Weltkrieg führte.
Der Eintritt in die Gedenkstätte sollte frei sein, allerdings schlug uns schon am Eingang, der typische Ami-Wahnsinn entgegen... Kontrolle pur... Keine Rucksäcke, keine Handtaschen, keine Bauchtaschen... nix... Für das Wegschliessen allerdings sollte man sich in die Reihe stellen und 10 $ zahlen... Soetwas geht uns absolut gegen den Strich... nicht mit uns...
Wir spazierten dort noch ein wenig herum und erhaschten dennoch den ein oder anderen interessanten Ausblick, ehe wir mit dem Bus wieder nach Waikiki-Beach fuhren.
In Höhe des 'Al Moana Parks' stiegen wir aus und schlenderten noch ein wenig kreuz und quer durch Waikiki... auch wenn wir nix shoppen konnten – oder wollten – waren wir doch neugierig und schauten uns in den Läden auf der Kalakaua-Avenue an... der Wahnsinn, was es dort alles gab... leider, oder glücklicherweise, reisen wir nur mit Handgepäck...
Alleine der Weihnachtsbaumschmuck hätte uns schon in Versuchung gebracht... da gab es den 'Hawaii-nachtsmann' oder das 'Hawaii-nachtsglas'... herrlich... und auch richtig spassig, so ungezwungen 'bummeln' zu gehen...
Den letzten Sonnenuntergang am Waikiki-Beach wollten wir dennoch am Strand entlangspazieren...
ein letztes Mal das hawaiianische Feeling geniessen... jeden Moment mit jeder Faser aufsaugen... morgen schon würde es weitergehen nach San Francisco...
Wäre Hawai'i nicht so unerschwinglich, käme man durchaus auf die Idee, seinen Lebensabend dort verbringen zu wollen… :-)
Mittwoch, 26.10.2022
TAG 55
Wie immer endete auch unser letzter Abend auf O'ahu erst in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages... demzufolge schwer fiel uns auch das Aufstehen.
Da wir spätestens um sieben Uhr aufbrechen sollten, mussten wir den Wecker mindestens auf 5.45 Uhr stellen. Unsere sieben Sachen waren schnell zusammengepackt.. ein Aufgabegepäck hatten wir vorsichtshalber dazugebucht, also konnten wir dort alle Flüssigkeiten etc. verstauen und mussten uns nicht gross Gedanken machen.
Frühstücken... Checkout... ab zum Bus...
Auch diesmal warteten wir wieder... unendliche Minuten gingen ins Land... Nach einer guten halben Stunde kam er endlich... der Bus von der Linie 20 Richtung Airport...
Let's go to San Francisco
Nach ungefähr einer Stunde erreichten wir den Flughafen von O'ahu.
Zu allererst musste unser Aufgabegepäck durch den Scanner, damit wir im Anschluss den Gepäckaufkleber ausdrucken und das Gepäck selbstständig einchecken konnten... natürlich an den dafür vorgesehenen Automaten; um uns danach dann doch in eine Warteschlange zu stellen, damit das, von uns bereits eingecheckte Gepäck, bestätigt und in Empfang genommen werden konnte... muss man nicht verstehen... :-)
Mit ca. dreissig Minuten Verspätung starteten wir in Richtung San Francisco...
Wir auf den Spuren von 'Lieutenant Stone'... aus 'Die Strassen von San Francisco'... wer hat das als Kind nicht gesehen??? Wir waren so gespannt...
Nach fünf Stunden erreichten wir entspannt den 'SFO International Airport'... Da wir ja bereits auf Haiwai'i offiziell in die Vereinigten Staaten eingereist waren (und das sehr zügig und absolut entspannt), und der Flug von Honolulu ein 'Domestic-Flight' war, standen wir ruckzuck am Gepäckband (wo wir eigentlich einen grossen Bogen drum machen wollten). Diesesmal mussten wir tatsächlich auch länger warten, als wir es bisher auf unserer #reiseunsereslebens gewohnt waren.
San Francisco
Jetzt hiess es: 'Auf dem schnellsten Weg ins Hotel'... inzwischen war es ca. 19.30 Uhr... wir hatten uns durchgefragt und holten uns, auf Empfehlung einer sehr netten Mitarbeiterin des Airport-Serviceteams die 'Clippercard' um mit den verschiedenen Linien (Bahn & Bus) in unser Hotel zu kommen. Die Dame erklärte uns, wir sollten mit dem Zug vom Flughafen bis zur Station "Montgomery" fahren und dort den Bus der Linie 8 bis zur Lombard Street nehmen, wo unser Motel ist. Nach etwa einer Stunde waren wir an besagter Haltestelle angekommen. Auf einem Stadtplan fanden wir dann die Buslinie 8.
Leider musste man, um zu dieser Linie zu gelangen, erst einmal die die 3rd oder 4th Street erreichen. Das konnte man dem Stadtplan nicht ohne weitere Kenntnisse der Buslinien entnehmen.
Wir entschieden uns also für die 3rd Street und fragten einen Passanten nach dem Weg. Nach ein paar Minuten Fußmarsch kamen wir an und fanden auch gleich eine Haltestelle.
Nun stellte sich immer noch die Frage, ob der Bus in die richtige Richtung fahren würde oder ob wir doch in die 4th Street müssten, die einen Block entfernt war.
Die Interpretation eines weiteren Stadtplans, der dort ausgehangen war, ergab, dass wir zur 4th Street mussten. Also hielten wir uns links und gingen ein Stück, als wir merkten, dass die 4th Street in die entgegengesetzte Richtung lag.
Also Kehrtwende. Als wir dann endlich an der 4th Street angekommen waren, fiel uns ein, dass wir wegen des falschen Lesens des Stadtplans eigentlich in der 3rd Street richtig gewesen wären. Egal, wir würden auf den nächsten Bus warten und einsteigen, um den Fahrer zu fragen.
Der Bus kam, wir stiegen ein, wir fragten den Fahrer und stiegen wieder aus, um zurück zur Haltestelle in der 3rd Street zu laufen. Dann endlich kam der ersehnte, richtige Bus. Beim Einsteigen erklärte uns die Fahrerin, dass wir hätten mit der Linie 30 fahren sollen. Sie nahm uns ein Stück mit und liess uns an der Haltestelle raus, an der 9 Minuten später die Linie 30 abfahren sollte.
Chestnut/Divisadera heisst die Haltestelle, an der wir dann aussteigen sollten. Von dort seien es dann nur noch ein paar Meter bis zur Lombard Street und zu unserem Motel.
Der Fahrer der Linie 30 gab uns bescheid, wann wir auszusteigen hatten und deutete uns noch die Richtung an, die wir einschlagen sollten.
Endlich waren wir dann in unserem Motel 'La Luna Inn' angekommen... inzwischen war es schon fast Mitternacht...
Dreieinhalb Stunden haben wir vom Flughafen zum Motel gebraucht. Der Check-In war rasch erledigt.
Auf unserer Kreditkarte wurden 800 $ als Pfand blockiert, die spätestens drei Tage nach der Abreise wieder freigegeben werden würden.
Leute, die mit knappem Budget verreisen, sollten sich solcher Gepflogenheiten bewusst sein. Man denkt, dass man ausreichend Reserven für seine Reise zur Verfügung hat und plötzlich steht man ohne Geld an seinem Traumziel.
Wievielen Leuten mag das wohl schon so passiert sein?
Das, was wir auf der Fahrt ins Motel gesehen haben machte auf jeden Fall Lust auf mehr... schon jetzt haben wir San Francisco in unser Herz geschlossen …. mit freudiger Erwartung auf den kommenden Tag begaben wir uns zu Bett...
Bis morgen...
Donnerstag, 27.10.2022
TAG 56
Voller Stolz können wir heute berichten 'on time' das Bett verlassen zu haben.
Wir sind sogar schon gegen halb zehn in den Waschsalon gegangen um unsere Wäsche zu waschen... ja und das war, dank genügend Maschinen und Trocknern, binnen einer Stunde erledigt. Allerdings ist es etwas teurer, als wir es bisher auf der Reise gewohnt waren. In Bali hatten wir einmal die Wäsche für 1,70 $ waschen lassen. Hier kostete es gleich 13 $ und man musste die Arbeit selber machen.
Nachdem wir die saubere Wäsche dann zurück ins Hotel gebracht hatten, mussten wir erstmal frühstücken... wir hatten einen Bärenhunger...
Im 'Mels' wurden seit langer Zeit endlich einmal wieder unsere Geschmacksnerven stimuliert... die Burger waren granatenmässig... :-)
Sichtlich gut gestärkt haben wir dann auch unser Tagesziel abgesteckt... als erstes wollten wie die 'Steiner Street' runter um uns die Drehorte einiger Spielfilme bzw. Serien anzuschauen... vorbei am 'Alta Plaza Park' sollte es zum 'Aloma Square Park' gehen... von dort sollte man, wenn man Hollywood trauen konnte, die perfekte Aussicht auf San Franciscos Skyline haben....
Also machten wir uns auf den Weg. An der Hotelrezeption gab es zum Glück mal wieder einen Stadtplan aus Papier, den wir uns bereits beim Check-In mitgenommen hatten.
Wir liefen die Lombard Street ein paar Blocks entlang und bogen dann rechts ab in die Steiner Street.
Dort ging es dann auch schon steil bergauf. Genau so, wie man es von " Die Straßen von San Francisco " und anderen Filmen her kennt.
Man kommt schnell aus der Puste.
Ein Rollstuhlfahrer wäre in dieser Gegend verloren.
Das Wetter war allerdigs prächtig. Es herrschte ein laues Frühlingsklima und beim Durchwandern der hügeligen Landschaft kam man sowieseo ins Schwitzen.
Trotzdem hatten wir unsere Hoodies eingepackt. Aller Wahrscheinlichkeit nach würde es am Nachmittag ab 15 Uhr deutlich kühler werden. Schliesslich sind wir auf der Hordhalbkugel und der November ist nicht allzu fern.
Wir wanderten einige Zeit die Steiner Street entlang und erreichten den Alta Plaza Park. Von der Strasse aus muss man eine Treppe nach oben steigen, um in den Park zu gelangen. Oben angekommen hat man bereits eine recht gute Sicht auf die Skyline und die Bucht von San Francisco.
Auf der anderen Seite des Parks marschierten wir dann wieder hinunter zur Steiner Street und weiter ging es in Richtung Alamo Square. Unterwegs schauten wir des öfteren auf dem Stadtplan nach und kamen zu dem Schluss, noch bis zum Golden Gate Park zu laufen in der Hoffnung, dort einen guten Blick auf die Golden Gate Bridge zu erhaschen.
Der Park hatte ziemlich grosse Ausmaße, die man auf dem Stadtplan nicht erkennen kann, weil der Teil, auf dem der Park abgebildet ist, nicht mehr maßstäblich ist.
Der Park ist 5,5 km breit und 8 km lang und somit größer als der Central Park in New York. Eigentlich wollten wir dort durchspazieren, um bis zur Bucht von San Francisco zu gelangen. Es war jedoch schon halb sechs geworden, als wir die riesigen Dimensionen des Parks erkannt hatten und den Rückweg wollten wir ebenfalls zu Fuß bewältigen. Daher beschlossen wir, wieder zurück zum Motel zu kehren und am anderen Tag noch einmal zurückzukommen. Am Eingang des Parks waren ausserdem noch Schilder angebracht, die für den folgenden Tag ein Halloween-Event ankündigten. Das könnten wir dann auch noch gleich anschauen.
Also machten wir uns auf den Rückweg. Diesmal kürzten wir die Strecke leicht ab und liefen nich mehr bis zur Steiner Street, sondern nur noch bis zur Divisadero. Dort müssten wir nur noch 21 Blocks laufen und kämen wieder zurück zum Motel.
Es war ein anstrengender Fußmarsch an diesem Tag gewesen und wir waren schon am Ende unserer Kräfte. Nur noch wenige Blocks mussten wir laufen. Dann kam kurz vor dem Ziel noch ein extrem steiler Anstieg. Von dort hatte man wieder einen tollen Ausblick auf die Bucht von San Francisco. Und wir konnten das erste mal ein Stück von der Golden Gate Bridge sehen.
Dann nur noch einen Block bergab und schon waren wir wieder in der Lombard Street in userem Motel angekommen.