04.11.2022 bis 10.11.2022 

Tag 64 bis 70

  •  City Tour in Mexico
  • Teotihuacán
  • Die Basilica de Guadelupe
  • Guatemala
  • Antigua
  • Ciudad de Panamá

Freitag, 04.11.2022

Tag 64

Am Freitag war die Cheffin schon wieder fast gesund...  :-)


Bevor wir unsere heutige Tour starten konnten, mussten wir ersteinmal eine Wäscherei in der näheren Umgebung ausfindig machen, langsam wurden unsere Sachen knapp... vor allem die Schlüpper...


Laut 'Dr. Google' sollten wir drei Strassen weiter eine 'Lanvanderia Automatica' finden. Beladen mit zwei Beuteln unserer Dreckwäschen standen wir fünfzehn Minuten später vor der Wäscherei. Mit der netten älteren Dame vereinbarten wir, die Wäsche am Samstagnachmittag wieder abzuholen.


Auf dem Weg zurück in unser Hotel erkundeten wir noch ein wenig das Viertel und kamen an einer Kirche vorbei. Die 'Parroquia Josefina de San José de los Obreros'. Von aussen relativ unscheinbar beeindruckte sie uns mit einem prächtigen und überaus opulenten Inneren. Wie überall in 'Mexico Cuidad' war auch die Kirche für den 'Dia de los muertos' noch üppig und farbenfroh geschmückt.

Wir waren froh, nicht an dieser unscheinbaren Kirche vorbeigegangen zu sein... 

City Tour in Mexico

Nach einem kurzen Toilettenstopp im Hotel fuhren wir mit dem Taxi zum 'Plaza de la Constitución' um von dort eine Stadtrundfahrt mit dem 'Turibus' zu starten. 


Wie es schien, waren wir nicht die einizigen mit dieser brillanten Idee. Wir kauften unsere Tickets in Form von Bändchen, die uns um die Handgelenke gelegt wurden, und reihten uns in die Schlange ein. Wartezeit: etwa eine halbe Stunde, die allerdings überhaupt nicht langweilig wurde... mit verschiedenen Gesangseinlagen oder Leierkastenspielen wurde uns das Warten versüsst... Ausserdem stand hinter uns in der Schlange noch eine junge Frau aus Stuttgart, die insgesamt 7 Wochen durch Mexiko reist. Mit ihr plauderten wir noch ein wenig.


Dann war es soweit... und wir ergatterten sogar, wie wir fanden, den besten Platz auf dem Oberdeck. Nämlich ganz hinten rechts... wunderbar, es konnte also losgehen. 


Wir haben auf dieser Tour sehr viel von Mexico City gesehen und erfahren. Entlang der 'Calle Tacoba' fuhren wir vorbei am 'Palacio de Bellas Artes', dem 'Palast der schönen Künste' im historischen Zentrum der Stadt und eines der berühmtesten Opernhäuser der Welt. Auf der 'Avenida Hidalgo' ging es dann weiter durch das 'Centro Historico' zum 'Franz Mayer Museum'.. vorbei an der 'Escultura del Caballito', einer Reiterstatue zu Ehren von König Carlos IV. von Spanien. 

Nachdem wir den 'Plaza de la República' passiert hatten, fuhren wir noch an unzähligen weiteren tollen Sehenswürdigkeiten der City vorbei. Alle aufzuzählen wäre zum einen zu viel und zum anderen würden wir euch wahrscheinlich mit der Fülle ziemlich schnell langweilen. Wen es dennoch interessieren sollte, der kann sich gerne auf der Seite von 'Turibus Mexico City', die Tour näher anschauen... wir hatten uns übrigens für die 'Rote' entschieden. 

Die Tour dauerte über 3 Stunden, auch aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens in der Stadt.... Gegen 17 Uhr erreichten wir wieder den 'Zocalo'. In einem kleinen Lokal in der Nähe liessen wir bei einer 'Cola light' die grossartige Tour Revue passieren. Dann fing es plötzlich an, wie aus Eimern zu regnen... was aber unserer Stimmung keinen Abbruch tat... Als der Regen weniger wurde, schnappten wir uns ein Taxi um wieder zurück in unser Hotel zu fahren. 


Im Supermarkt um die Ecke organisierten wir uns noch eine Kleinigkeit fürs Abendbrot und Proviant für den nächsten Tag... Über 'Getyourguide' haben wir eine Tagestour gebucht.


Nach dem 'Dinner' auf dem Hotelzimmer liessen wir mit 'Netflix' den Abend ausklingen.

Samstag, 05.11.2022

Tag 65

Heute waren alle fit für den Tag!


Hinter dem 'Palast der schönen Künste' sollte um 8.50 Treffpunkt für unsere heutige Tour sein.


Über 'Getyourguide' hatten wir am Vortag den Trip nach 'Teotihuacán', eine der bedeutendsten Ruinenmetropolen Zentralamerikas, bekannt für die grosse Sonnenpyramide, gebucht. 

Neben diesem Highlight sollte es ausserdem noch zum 'Tlatelolco' im Zentrum des 'Plaza de las tres Culturas' sowie zur 'Basilica de Guadelupe' gehen.


Bis alle Teilnehmer der Tour ihre Plätze im Bus eingenommen hatten verging, wie üblich, eine ganze Weile und so verzögerte sich der Start schliesslich bis 9.30 Uhr.


Als erstes fuhren wir nach 'Tlateloclo' auf dem 'Plaza de las tres Culturas' mit dem 'Colegio de la Santa Cruz', in welchem im 16. und 17. Jahrhundert der aztekische Adelsnachwuchs ausgebildet wurde.

Ursprünglich ein eigener Stadtstaat entwickelte sich 'Tlateloclo' zum grössten und wichtigsten Markt vom damaligen 'Tenochtitlán' – dem heutigen Mexico City – es entstand die Parallele zum hauptsächlich vom 'Templo Major' dominierten religiösen Zentrum.


Von unserer Alexa (unser Tourguide für diesen Tag) erfuhren wir viel über die Geschichte rund um 'Tlateloclo' sowie die Ereignisse der Stätte.


Nach etwa einer Dreiviertelstunde ging es weiter zum eigentlichen 'Highlight' der ganzen Tour. Der Bus setzte seine Fahrt in Richtung 'Teotihuacán' fort.

Dort angekommen wurden wir ersteinmal zur Verkostung des Mexikanischen Tequilas geladen... wir probierten die verschiedensten Sorten ehe wir, schon halb angeschickert, noch eine Runde durch den hiesigen Souvenirshop wagten. Glücklicherweise, und das können wir nur immer wieder wiederholen, reisen wir lediglich mit Handgepäck und kommen somit auch nicht in Versuchung, uns mit Souvenirs einzudecken... auch nicht mit drei vier fünf Tequilas intus. Wir blieben standhaft...


Das Highlight schlechthin auf dieser 'Tequila Ranch' waren sowieso die überall wachsenden riesengrossen Ohrenkakteen... grandios... Die Cheffin kam aus dem Staunen einfach nicht raus.. ein Kaktus schien immer wieder grösser als der andere. Ja, tatsächlich waren einige von ihnen über fünf Meter hoch gewachsen. Die Landschaft war überragend.. man dachte jederzeit, 'Lucky Luke' würde um die Ecke geritten kommen.

Teotihuacán

Bevor wir die heilige Stätte 'Teotihuacán' betreten durften, fuhren wir mit dem Bus noch ein Stückchen bergauf, wieder an unzähligen riesengrossen Kakteen vorbei, zum nächsten Eingang. Inzwischen war es 13 Uhr... Treffpunkt für die Weiterfahrt war 15 Uhr. Alexa begleitete unsere Truppe und erläuterte uns grob die Geschichte rund um die Sehenswürdigkeit. Schon nach einigen Minuten beschlossen wir, das Gelände auf eigene Faust zu erkunden und verabschiedeten uns von der Truppe... zwei Stunden können nämlich, in Anbetracht der Grösse des Areals, ziemlich knapp kalkuliert sein. Gut, dass die Pyramiden gesperrt waren und man nicht hinaufsteigen konnte.... dann nämlich hätten die zwei Stunden nie und nimmer gereicht. 



Wir schlenderten gemütlich über den Platz der bedeutenden Metropole.

Während die Mondpyramide das nördliche Ende der von Stufentempeln gesäumten 'Strasse der Toten' bildet, stellt die Sonnenpyramide (die zweitgrösste Pyramide übrigens auf dem amerikanischen Kontinent) das Herz und Zentrum dar, inklusive einer Plattform, welche als Zeromonieplatz gedient haben könnte.


Auf unserer Reise vor ca. vier Jahren durch Mexiko / Guatemala & Belize hatten wir schon einige Inka- und Mayastätten besucht und fanden die heute besichtigte Ruinenmetropole der Azteken zwar sehr imposant aber eigentlich viel weniger spektakulär als zum Beispiel 'Chichen Itza', 'Tikal' oder 'Palenque'. Irgendwie war hier alles zu akurat restauriert worden; aus diesem Grund wirkte die ganze Stätte sehr 'modern'... Ohne Zweifel ist diese Ruine aber auf jeden Fall einen Besuch wert. 


Im übrigen hatten wir uns für diese Tour ja am Vorabend schon unseren Rucksack mit Proviant gepackt... In der benachbarten Bäckerei an unserem Hotel hatten wir uns mit einer ordentlichen Ladung Kaffestückchen (die wir schon am ersten Stopp vertilgt hatten) eingedeckt... mit den selbstgeschmierten Sandwichs und Würstchen machten wir ein kleines Picknick im Schatten der Sonnenpyramide.... 


Etwa um 15.30 Uhr ging es dann weiter in ein mexikanisches Restaurant, wo die Hungrigen unserer Reisetruppe ihren Kohldampf stillen konnten. Wir genossen bei einem kühlen Drink ein paar typisch mexikanische Darbietungen von verschiedenen Künstlern und das ganze Flair drumherum.

Die Atmosphäre war sagenhaft... 

Die Basilica de Guadelupe

Abfahrt war um 17 Uhr. Der dritte und letzte Stopp auf unserer heutigen Tour sollte die 'Basilica de Guadelupe' oder auch die 'Basilika unserer lieben Frau von Guadelupe' sein, ein Heiligtum der Katholischen Kirche und das Nationalheiligtum von Mexiko, welches der Erscheinung der Jungfrau Maria gewidmet ist und der weltgrösse Wallfahrtsort.


Die Legende um die Jungfrau von Guatemala geht ins 16. Jahrhundert zurück. 1531 erschien dem Indio Juan Diego auf dem Hügel von Tepeyac in der Nähe von Tenochtitlan viermal eine schöne Frau, welche sich als 'Maria, die Mutter des einzig wahren Gottes...' bezeichnete. Juan Diego sollte dem örtlichen Bischof anweisen, am Berg neben dieser Erscheinung eine Kapelle zu errichten. Natürlich zweifelte der Bischof am Bericht Juan Diegos. Am folgenden Tag stand Juan Diego erneut vor dem Bischof und breitete seinen Umhang aus. Auf Geheiss der Jungfrau Maria hatte er – mitten im Winter – duftende Blumen gesammelt und in seinen Umhang gewickelt. Diese legte er dem Bischof vor seine heiligen Füsse. Auf dem ausgebreiteten Umhang des Indios erkannte der Bischof dann das Gnadenbild der Heiligen Maria und erfüllte ihm seinen Wunsch.

Basilica de Guadelupe, Mexico City

Auch die Besichtigung jener heiligen Stätte war für uns an diesem Tag ein riesiges Highlight... Neben der 'Alten Basilika', welche aufgrund von Erdbeben und Absenkungen – Mexiko City wurde auf einem See gebaut – dauerhaft beschädigt wurden, konnte man auch die 'Neue Basilika' bewundern. Mit ihrem Durchmesser von 100 Metern und Platz für bis zu 40.000 Personen zählt diese damit zu den grössten Kirchen der Welt. 


Nach einem wunderbaren Sonnenuntergang, den wir vom grossen Platz vor den Kirchen beobachtet hatten, wurde dieser Ort noch magischer.... die alten und neuen Bauwerke erstrahlten unter einer sagenhaften Beleuchtung. 


Mit dem Bus fuhren wir nach der Besichtigung der Basilika zu unserem Ausgangspunkt zurück. Weil unser Hotel nur knapp drei Kilometer vom Historischen Zentrum in Mexiko City entfernt war, beschlossen wir an diesem Abend, den Heimweg zu Fuss anzutreten. Krankheitsbedingt war das an den vergangenen Abenden nicht möglich gewesen. 

Große Sorge um die Kleider

Mittlerweile war es schon 19.15 Uhr... und: Unsere Wäsche sollten wir heute ja eigentlich auch noch abholen... Samstag, ob wir da nicht schon viel zu spät dran waren? Immerhin müssen wir morgen schon frühzeitig zum Flughafen.... oh je....

Strammen Schrittes marschierten wir los und erreichten um kurz nach 20 Uhr die Wäscherei... wie vermutet, war sie leider schon geschlossen.... Sollten wir tatsächlich morgen mit leeren Rucksäcken nach Guatemala fliegen? Vorsichtig klopften wir an das Tor um uns bemerkbar zu machen. Glücklicherweise wurden wir erhört... plötzlich öffnete sich in der oberen Etage ein Fenster aus dem uns ein freundlicher Mexikaner entgegenblickte. Wir schilderten ihm, mit Händen und Füssen, unsere Situation.... er kam herunter, ging in die Wäscherei und kam mit unserer frischgewaschenen Wäsche zurück. Puh... nochmal Glück gehabt....


Auf den Schreck beschlossen wir, an der Imbissbude am Hotel ('Cafeteria 24 hours') eine Kleinigkeit zu essen. Das Sandwich war zwar alles andere als klein, dafür aber umso leckerer.


Mit Schrecken stellten wir im Anschluss fest, dass unser Flieger nach Guatemala Stadt morgen schon um halb elf starten würde... das heisst, wir müssten spätestens um halb acht zum Flughafen aufbrechen. Also packten wir noch am Abend unsere Rucksäcke... und nicht, wie geplant erst am Morgen... 


Die grandiose Aussicht auf Mexico City wollten wir unbedingt noch in einem aussergewöhnlichen Foto festhalten... wir schoben den Tisch und die Sessel auf die Seite und probierten... bis uns schliesslich das, für uns, perfekte Foto gelang.


Geschafft von den wunderbaren Erlebnissen des Tages schliefen wir selig ein.

Sonntag, 06.11.2022
TAG 66

Der Wecker schellte um kurz vor halb sieben. Nach einer Katzenwäsche wollten wir uns noch ein paar von den leckeren Kaffeestückchen aus der Bäckerei holen. Leider schien in unserem Viertel noch kein Geschäft geöffnet zu haben, also frühstückten wir das, was wir noch hatten.... ein paar Stückchen 'Fertigkuchen' und Kekse. Dann sollte es auch schon zum Flughafen gehen. 


Ohne Aufgabegepäck waren wir wieder ruckzuck an der Sicherheitskontrolle... allerdings ging diesmal nicht alles so glatt, wie bei den vergangenen Flügen... der Rucksack der Cheffin wurde nach einem Drogenabklatsch aufs gründlichste inspiziert... Alles, was mit 'Ach' und 'Krach' millimetergenau in den handlichen Rucksack verstaut wurde, all die Akribik beim Packen wurde in diesem einen Moment zerstört.... na toll... ob wir das wieder alles so gepackt bekommen...??? Wir bekamen... ein Glück.:-) Und mit dem Rucksack war natürlich auch alles in Ordnung... aber die Mexikaner sind da eben sehr pingelig... bei unserer letzten Ausreise wurde die Schmutzwäsche der Cheffin nämlich ebenfalls durchwühlt... da hatte diesmal die Zollbeamtin aber Glück gehabt, hatten wir dieses Mal ja nur frisch gewaschene Wäsche im Gepäck...


An unserem Gate hatten wir noch genügend Zeit, um das gerade erlebte zu verarbeiten und uns zu beruhigen... 


Der Flieger startete pünktlich und nach gut zweieinhalb Stunden waren wir in Guatemala City gelandet und hatten schon die Passkontrolle hinter uns gebracht... 

Guatemala

Als wir in Richtung Ausgang liefen sahen wir schon aus der Ferne Unmengen von Menschen... schon beim verlassen des Sicherheitsbereiches standen unzählige Guatemalteken... im ersten Moment dachten wir, die würden alle auf ihre Verwandten oder Freunde warten, welche sie am Flughafen empfangen wollten... ein jeder von ihnen war in seiner schönsten Tracht gehüllt... 


Das ganze Spektakel eskalierte, als wir von das Flughafengebäude treten wollten... schon an den Seiten drückten sich die Einheimischen die Nasen platt... 'Wow' dachten wir 'so möchten wir nach unserer Heimkehr auch empfangen werden'... da standen sie mit Blumensträussen und Luftballons... es war einfach faszinierend... 


Bis wir dann bemerkten... dass sie nicht hier waren, um irgendwelche Verwandte abzuholen... die ganzen Menschenmassen waren hier, um Touristen zu schauen... und das in ihrem feinsten Sonntagszwirn.... Frank machte sich beim Verlassen der Flughafenhalle einen Gag und begrüsste mit winkenden Armen die Guatemalteken... die wiederum waren hocherfreut darüber... Was für ein Spektakel... sowas hatten wir bis dahin noch in keinem Land erlebt...


Nach ein paar Minuten, in denen wir uns durch die Menschenmassen wühlten, entdeckte uns ein Taxifahrer. Wir verhandelten den Preis, setzten uns ins Taxi und liessen uns zu unserer Unterkunft bringen. In einer Siedlung auf einer der umliegenden Bergen und mit einem fantastischen Blick auf Guatemala Stadt sollten wir in einem kleinen Gartenhäuschen am Rande des guatemaltekischen Urwaldes die kommenenden drei Nächte verbringen. Etwas ausserhalb, aber absolut authentisch.


Schon direkt bei unserer Ankunft lernten wir die Famile kennen, denen die Ferienwohnung gehörte. Karen, Lisandro mit ihrem Sohn Diego. Unheimlich zuvorkommend, hilfsbereit und nett... 

Durch den ganzen Trubel am Airport kamen wir nicht dazu, uns eine SIM Karte zu organisieren, und eine Kleinigkeit essen sowie einkaufen wollten wir auch noch. 

Kurzerhand boten sich die Eltern an, uns auf ihrem Weg zum sonntäglichen Ausgang, mit in die Siedlung 'Cayala' zu nehmen. 

Eine halbe Stunde später sassen wir auch schon bei den beiden im Auto. In Cayala angekommen begleiteten uns die beiden noch in ein Mobilfunkgeschäft und zeigten uns den nächsten Supermarkt... und boten an, uns auch wieder mit zurück ins Appartment zu nehmen. Da wir noch nicht wussten, was uns in Cayala erwarten würde, sagten wir nur unter Vorbehalt zu.

Cayala, Guatemala

Cayala ist eine Stadt, die als guatemaltekisches Touristenziel gebaut wurde. Schick und modern, dennoch heimelig und gemütlich... das allerbeste, was uns erwartete war die unglaubliche Weihnachtsdekoration, die sich durch die ganze Stadt zog... überragt von einem riesigen beleuchteten Weihnachtsbaum, der sich auf dem Platz vor dem Kino befindet. In der Dämmerung fing die ganze Stadt an zu blinken und zu leuchten... aus Lautsprechern ertönten Weihnachtslieder... überall glitzerten die Eis- oder Weihnachtsbären... die Sterne an den Hauswänden... die Gassen waren mit Lichternetzen überspannt... vom Glockenturm schlängelten sich zig Lichterketten... Für die Cheffin ein wahrgewordener Weihnachtstraum... es war einfach traumhaft schön... wenn auch etwas ungewöhnlich... immerhin hatten wir erst den 06.11. und es herrschten nicht gerade weihnachtstypische Temperaturen. Aber in diesem Moment war alles egal... die Cheffin schien alles um sich herum zu vergessen.


Ehe wir den Heimweg antraten assen wir noch in einem kleinen mexikanischen Restaurant direkt auf dem Plaza Cayala zu Abend und genossen das weihnachtliche Flair.


Da wir ja nicht mit unseren Vermietern zurückgefahren sind, holten wir uns für den Heimweg einen Fahrer über 'Uber'.... für 24 GTQ und zehn Minuten später waren wir auch schon wieder in unserer Unterkunft. 


Der Weg auf den Berg hinauf geht über Strassen, die unserer Meinung, den Strassen in San Francisco noch einiges vormachen könnten... erstens steil und zweitens extreme Haarnadelkurven... teilweise zum Angst kriegen. Aber: Wir waren ja heil in unserem Appartment angekommen.


Während wir noch ein wenig den Ausblick auf das nächtliche Guatemala Stadt genossen, schmiedeten wir den Plan für den morgigen Tag. 


Voller Dankbarkeit für all' das Erlebte schliefen wir glücklich und zufrieden in unserem 'Häuschen auf Zeit'

Montag, 07.11.2022
TAG 67

Unsere Nacht war wunderbar. So gut hatten wir lange nicht geschlafen. Erst um zehn sind wir aufgewacht... unglaublich.


In unserem 'Häuschen' waren wir mit dem nötigsten Küchenzubehör ausgestattet. Aus diesem Grund machten wir uns heute leckere Spiegeleier zum Frühstück... dazu gab es leckere Avocados.

Lecker wars....


Um die Mittagszeit fuhren wir mit dem Taxi in die Altstadt von Guatemala City. Begeisterung konnten wir, nachdem wir nach einer halben Stunde in der 'Zona 1' aus dem Taxi stiegen, nicht wirklich verspüren. 


Ohne Zweifel hat das Historische Zentrum von Guatemala Stadt seine eigenen Reize, allerdings – und im direkten Vergleich zu Mexiko City – schien es uns nicht genug 'in Ehren gehalten'... ja, vielleicht auch ein wenig lieblos. 


Selbstverständlich liessen wir es uns nicht nehmen, die Sehenswürdigkeiten, welche sich in Guatemala City fast alle ausschliesslich rund um den 'Plaza de la Constitution' befinden, anzuschauen. Den 'Palacio Nacional de Cultura', die 'Cathedral Metropolitana de Santiago de Guatemala' und auch die 'Biblioteca Nacional de Guatemala'... Während wir noch ein wenig durch die '5A Avenida' schlenderten und tatsächlich noch über ein paar ganz tolle Bauten aus der Kolonialzeit oder schrägen Strassenmusikern staunten, beschlossen wir allerdings, den restlichen Nachmittag wieder in 'Cayala' zu verbringen.

Catedral Metropolitana, Guatemala City

Keine halbe Stunde später saßen wir in Cayala in einem Cafe und konnten gemütlich an unserem Blog weiterarbeiten, schliesslich hatten wir, krankheitsbedingt, ja doch einiges aufzuarbeiten.

Die Zeit verging wie im Fluge... und auf einmal war es schon halb sechs und ein kühles Lüftchen machte sich breit. Das Risiko erneute krank zu werden schien zwar gering, wir machten uns aber dennoch auf den Weg zurück... 


Als wir in unserer Unterkunft ankamen, konnten wir von unserem 'Berg' noch die letzten Momente des Sonnenunterganges über Guatemala City geniessen, ehe es schliesslich stockdunkel wurde.


Nach dem Abendessen schauten wir noch ein wenig hinab auf das nächtliche Guatemala City.... solch einen exklusiven Ausblick werden wir wohl so schnell nicht wieder haben... oder vielleicht doch? 


Wer weiss, wohin uns unser Abenteuer noch bringen wird... 


Gute Nacht...

Dienstag, 08.11.2022
TAG 68

Unsere liebe Vermieter-Familie hatte uns den Tipp gegeben, einen Abstecher nach Antigua / Guatemala zu machen. Nachdem wir im Internet ein wenig recherchiert und Bilder angeschaut hatten, planten wir für heute den Ausflug in das wunderschöne Städtchen. 

Antigua

Dank Uber konnten wir uns wieder problemlos einen Fahrer organisieren. Für die gut 50 Kilometer sollten wir dennoch mehr als eine Stunde brauchen... trotz Stau und Umleitungen erreichten wir Antigua dennoch in dieser Zeit.


Mit dem Fahrer vereinbarten wir, dass er uns um 18 Uhr wieder abholen solle... 


Schon beim Aussteigen aus dem Taxi standen wir im Bann dieser prachtvollen Stadt. Keine Stunde von Guatemala City entfernt und dennoch nicht miteinander zu vergleichen. Anfangs noch zaghaft, stolperten wir über das grobe Kopfsteinpflaster vorbei an unzähligen kleinen Läden - zumeist mit traditioneller Handwerkskunst – und aussergewöhnlichen Cafés in ebenso aussergewöhnlichen und farbenfrohen Kolonialbauten, welche wiederum umringt waren von sagenhaften Vulkanen.

Antigua, Guatemala

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Es ist unmöglich, zu versuchen, den Charme dieser Stadt auch nur ansatzweise in Worte fassen zu wollen....


Fotomotive zwischen der bunten Kolonialarchitektur gab es auf unserer heutigen Erkundungstour zu Hauf.


Am Wahrzeichen der Stadt, dem 'Arco de Santa Catalina', dem sonnengelben Torbogen mit Vulkan im Hintergrund, starteten wir unseren Stadtrundgang durch Antigua Guatemala, der einstigen Hauptstadt Guatemalas. 


Über die 'Arch Street' schlenderten wir durch die bunten Gassen und bewunderten die unzähligen Sehenswürdigkeiten.... den 'Convent de la Merced' mit der gleichnamigen Kirche, wir besichtigten das ehemalige 'Convento Capucchinas', spazierten durch den lebendigen 'Antiqua Guatemala Central Park' um im Anschluss die 'Kathedrale San José' zu begutachten. 


Guatemala befindet sich im sogenannten 'Zirkumpazifischen Feuerring' (einem Vulkangürtel) und ist damit ein Land mit einem sehr hohen Erdbebenrisiko. Und wie wir gerade erfahren haben, bebte auch in der vergangenen Nacht die Erde, allerdings nur mit einer Stärke von 4,4... mitunter allerdings kommt es hier zu weitaus häufigeren und stärkeren Beben... eine kurze Recherche zeigte uns, dass in den letzten 365 Tagen die Erde hier 1414 mal gebebt hatte, darunter 6 Beben mit einer Stärke von 6 und mehr.

Iglesia de la Merced, Antigua, Guatemala

Während Antigua 1773 von einem schweren Erdbeben heimgesucht und komplett zerstört wurde, verzeichnet Guatemala City das letzte grosse Erdbeben im Jahr 1976 mit mehr als 23.000 Toten.


Ruinen aus dieser Zeit kann man heute noch im kolonialen Antigua besichtigen. Die Stadt zählt mittlerweile zu den touristischen Hauptattraktionen des Landes und zählt seit 1979 zum Weltkulturerbe. 


Das was uns gestern im 'Historischen Zentrum' von Guatemala City gefehlt hat, wird hier mit Liebe und Demut zelebriert... die Verbundenheit der Bevölkerung zu ihrer Stadt... 


Als wir unseren Rundgang schon fast beendet hatten, trafen wir zufälligerweise unseren Fahrer – hatte er doch die ganze Zeit auf uns gewartet... wir vereinbarten, die Stadt eine halbe Stunde eher zu verlassen und holten uns noch ein Erfrischungsgetränk um im nahegelegenen Park noch ein wenig dem bunten Treiben zuzusehen.


Kurze Anmerkung am Rande: Budgettechnisch muss man hier mindestens genauso tief in die Tasche greifen, wie daheim... :-)


Gedankenversunken beobachteten wir die hinter den Vulkanen untergehende Sonne, bis wir bemerkten, dass sich bei einem von ihnen gerade eine paroxysmale Eruption ereignete, welche aber im zirkumpazifischen Feuerring keine Seltenheit ist. Der Vulkan Fuego (dieser bildet mit dem Acatenango einen Doppelvulkan) schien riesige Aschewolken zu speien... immer und immer wieder... Für uns ein faszinierendes Naturschauspiel... damit hatten wir nicht gerechnet....


Gegen halb sechs spazierten wir zum ausgemachten Treffpunkt und stiegen frohen Mutes ins Taxi.


Wahrscheinlich sind wir gerade in den Feierabendverkehr geraten... die Fahrt zurück ins Hotel dauert ganze zwei Stunden... 


Gemütlich geniessen wir den letzten Abend bei einem Gläschen 'Vino Tinto' während wir noch die letzten Tage aktualisieren.


Morgen schon geht es nach Panama City... die Spannung steigt.

Mittwoch, 09.11.2022
TAG 69

Zum Glück war heute morgen keine Eile geboten. Da der Flug nach Panama City erst um halb zwei abheben sollte, konnten wir ausschlafen und gemütlich frühstücken,

das letzte Mal im guatemaltekischen Regenwald...

Ciudad de Panamá

Der Flieger nach Panama-City startete pünktlich. Dies war unser 13. Flug in das zehnte Land auf unserer Reise, in welchem wir etwa zwei Stunden später mit einer Stunde Zeitverschiebung um 16.36 Uhr landeten.


Schon beim 'Walk' zur Passkontrolle konnte man feststellen, dass Panama eines der wohlhabenderen Länder in Zentralamerika zu sein schien. Alles war sehr clean und modern.


Aufgrund der 'Schnüffelhunde' – während wir in der Reihe zur Passkontrolle standen, liess ein Zollbeamter 'seinen' Hund an den Gepäckstücken schnüffeln... – mussten wir bei der Abfertigung ein wenig warten. Für Franky schien dies reinste Provokation.


Für die Fahrt in unser Hotel 'Principe' boten vor dem Flughafengebäude genügend Taxifahrer ihre Fahrten feil. Für 45 US$ (!!!), wie immer natürlich absolut überteuert, erreichten wir, mit Zwischenstopp zum SIM Karten-Kauf in einer Tankstelle, eine halbe Stunde später unser Ziel.

Anflug auf Panamá City

Die sagenhafte Skyline von Wolken verschleiert

Auf dem Weg dorthin überraschte uns schon die intergalaktische Skyline von Panama-City... bei Nacht.... diese Stadt schien der absolute Wahnsinn zu sein... und das Beste an allem: Unser Hotel befand sich mitten in 'Downtown Panama-City'...


Allerdings hatte unser der Tag, nach unserer obligatorischen Erkundungstour, dann auch so gepackt, dass wir einfach nur noch ruhen wollten... 

 

Donnerstag, 10.11.2022
TAG 70

Der gestrige Tag hatte uns so geschafft, dass wir heute tatsächlich bis 10 Uhr geschlafen haben... Zehn Minuten später klopfte schon das Reinigungsteam, um sich unserem Zimmer zu widmen... Nachdem das erledigt war, machten wir uns fertig und beschlossen, den Weg nach 'Casco Viejo' (dem historischen Zentrum von Panama-City) zu Fuss zurückzulegen. Die 5 km schaffen wir mit links... es ging fast ausschliesslich geradeaus... führte uns aber am 'Cinnabon Panama' vorbei. Kurzerhand legten wir unseren ersten Stopp ein und verpassten uns einen Zuckerschock... ohne Reue...


Zu unserem Glück verzog sich die Äquatorsonne während unseres Walks... und es war nicht mehr ganz so heiß. 

Hitzebedingt und nach einigen Trinkpausen erreichten wir nach etwa einer Stunde endlich den 'Mirador del Pacifico'... der Aussichtspunkt, welcher den ersten sagenhaften Blick auf die Skyline von Panama-City bietet. Weiss und clean schien sie sich im Glitzern des Pazifischen Ozeans zu erheben.


Durch den kleinen Park spazierend, und immer wieder die Skyline bestaunend, schlenderten wir weiter nach 'Casco Viejo'... immerhin lagen noch zwei Kilometer vor uns.


Unterwegs gönnten wir uns noch ein 'Raspados', Raspeleis, mit Mangogeschmack.... genau das hatten wir jetzt gebraucht. 

Plaza Bolívar, Casco Viejo, Panamá City

Während noch vor einigen Jahren im 'Lonely Planet' vor Besuchen im besagten Viertel gewarnt wurde (Brennpunkt von Panama-City), konnten wir an diesem Tag ein Viertel erleben, welches wie Phoenix aus der Asche auferstanden zu sein schien. 

Standen die alten Bauten aus der Kolonialzeit noch vor etwa zehn Jahren (Franky's letzten Besuch hier) als Ruinen in den malerischen Gassen, erstrahlten sie heute im neuen Glanz... damals ruiniert und unbewohnbar kann man sich heute in vielen Lädchen, Kneipen oder Restaurants die Zeit vertreiben... traditionelle Handwerkskunst wird auch hier gross geschrieben und an allen Ecken angeboten.


Wir spazierten durch die Gassen und erkundeten das ganze historische Viertel... die 'Cathedral of St. Mary', den 'Plaza de Francia', den 'Plaza de Mayor' und und und.... und fast immer und überall konnte man einen sensationellen Blick auf die Skyline erhaschen...


Ein ganz besonderes Highlight war das abendliche Gezwitscher der Vögel, ehe sie sich zur Nachtruhe begaben... ein unglaubliches Treiben schien sich in den Baumkronen abzuspielen... jeder wollte anscheinend lauter zwitschern als der andere... bis irgendwann Ruhe war... absolute Ruhe... 


Die 'Iglesia de San Francisco de Asisi' überraschte uns in der oberen Empore mit einem Arrangement von einer Weihnachtslandschaft, wie wir sie noch nie gesehen hatten... wenn man diesen Schnickschnack mag, muss man sich das unbedingt anschauen.


Inzwischen war es schon sieben Uhr und wir haben an diesem Tag wieder mehr Schritte gesammelt, als wir vorhatten... Über 'Uber' orderten wir uns ein Taxi... welches uns keine zehn Minuten am 'Plaza de Mayor' abholen und zurück ins Hotel bringen sollte.


Mit Gabriel, dem Fahrer, vereinbarten wir, dass er uns am nächsten Morgen um 10 Uhr abholen und zum 'Amador' bringen sollte. Mit Blick auf den Panamakanal soll dieses Viertel DEN Panoramablick auf die Skyline von Panama-City bieten... Wir werden es sehen....

Das war's für die zehnte Woche. 

Weiter geht's bei Tag 71 bis 77.