09.09.2022 bis 15.09.2022 

Tag 8 bis 14

  • Die Schlammschlacht
  • Wo sind wir bloß gelandet?
  • Wat Chalong
  • Plötzlich seekrank
  • Aufbruch nach Bangkok
  • Die Wurmkur
  • Wat Arun
  • Mystery Train

Freitag, 09.09.2022
TAG 8

Eine Mammutaufgabe

Die Freude war riesengroß. Heute morgen wandelten wir in den Fußstapfen Hannibals!
Fern waren die Alpen und wir sollten auch keine Elefantenherde durch jenes Massiv führen.
Die Aufgabe schien weitaus  einfacher zu werden; lediglich eine Fütterung dieser Giganten mit anschliessendem Bad war gefordert.

Zwei Tage zuvor hatten wir diese kleine Tour bei einem Veranstalter gleich in der Nähe unseres Hotels gebucht.
Kurz nach halb neun holte uns ein Tuk Tuk vor unserem Hotel ab und es konnte losgehen.
Zuvor hatten wir noch an der Hotelrezeption zwei Strandtücher organisiert.
Den kleinen Rucksack hatten wir parat mit trockenen Sachen zum umziehen.

Das Wetter war prächtig. Das erste Mal seit wir hier sind, war es kaum bewölkt und daher sonnig. Die Schwüle der letzten Tage war endlich vorbei und es war angenehm warm am frühen Morgen.

Zwanzig Minuten dauerte die Fahrt zum Chalong Elephant Retirement, unweit vom Großen Buddha.
Ein Glück, dass die Hauptsaison noch nicht angefangen hatte. Wir waren die einzigen Teilnehmer der Tour.
Bei unserer Ankunft wurden wir in einen Unterstand gebeten, wo etwa zehn Stühle standen. Die Führerin kam zu uns und bat uns, Platz zu nehmen. 
Ihr Name war Au.
Sie ließ uns noch ein paar Minuten alleine, kam dann aber zurück und vermittelte uns eifrig einige wichtige Elefantengrundkenntnisse.

Die freundliche Rangerin Au gab uns eine kurze Einleitung über die üblichen Appetizer der Elefanten. Mit dabei waren Blätter und Stämme  der Bananenstaude und die Äste vom Zuckerrohr, von dem es verschiedene Sorten gibt, die wir auch verköstigen durften. Wobei die Blätter den Elefanten im Ganzen dinniert werden, müssen die Stämme und Äste in 'mundgerechte' Stücke gehackt werden, damit sie keine Bauchschmerzen oder gar einen Darmverschluss bekommen.  

Das war zwar alles unheimlich interessant, dennoch warteten wir voller Spannung auf den 'Einzug' der Dickhäuter zur Fütterung. 


Und da kamen sie auch schon, die zwei Elefantendamen Sombat und Lulu. Grandios und unheimlich zugleich wussten sie doch genau, wo sie ihren Platz einnehmen mussten, um Futter zu bekommen. Wir durften die Giganten füttern... und ich kann euch sagen, die fressen viel und das sehr schnell. Das Vertilgen der Bananenblätter wird von den Elefanten ganz schlau und elegant gelöst: Mitunter ist ihnen der 'Stengel' der Blätter zu hart, dann stellen sie einen Fuss auf das Ende und ziehen mit dem Rüssel das Blatt ab.... Voila...

Die Chefin beim Füttern

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Die Schlammschlacht

Nach der Fütterung ging es als erstes für Lulu ins Schlammbad. Dort bekam sie von uns ein Peeling mit Schlamm. Während der gesamten Zeit schaukelte sie hin und her, wackelte mit den Ohren und wedelte mit dem Schwanz. Au erklärte uns, das wäre 'Lulus Tanz' und sollte uns zeigen, dass es ihr sichtlich gefällt. Im Anschluss wurde mit Lulu geduscht... der Schlamm musste ja wieder runter. 


Dann war Sombat an der Reihe. Sie bekam eine Bürstenbehandlung der feinsten Sorte von uns :-), welche für sie wohl so entspannend schien, dass sie direkt 'kacken' musste. Nein natürlich nicht in den Elefantenpool... einer der Ranger stand mit dem Käscher hinter ihr und fing den Haufen auf. 


Nach den Beautybehandlungen der Elefantenladys stand für uns duschen auf dem Programm.

Zum Abschluss des überaus fantastischen, um nicht zu sagen unbeschreiblichen Erlebnisses wartete in der Lodge noch ein delikater Lunch mit allerlei thailändischen Spezialitäten auf uns.


Satt und sichtlich zufrieden brachte uns der Fahrer wieder zurück in unser Hotel. Dort musste man das Erlebte ersteinmal verarbeiten... Es war wie ein Traum.

Nach einer ausgiebigen Siesta war geplant, mit dem Tuk Tuk Taxi an die Ostküste der Halbinsel Phuket zu fahren, welches uns nach Ban Laem Hin bringen sollte, wo wir uns für zwei Nächte ein Hotelzimmer gebucht hatten. Eigentlich wollten wir am nächsten Tag mit dem Schiff oder Boot einen Trip auf die vorgelegene Insel Coconut Island machen. Wir waren der Annahme, dass dies dort zuhauf möglich wäre.  Diese Hoffnung wurde uns schon während der Anfahrt durch den Ort genommen.......

Da wir mitten in den Feierabendverkehr geraten sind, dauerte die Fahrt mit dem Tuk Tuk Taxi eine gute Stunde. Wir fuhren quer über die Halbinsel, bis wir dann irgendwann irgendwo im Nirgendwo links abgebogen sind und der Tuk Tuk-Fahrer selbst nicht mehr weiter wusste... Es war, als wären wir in einem Paralleluniversum angekommen. Wir fühlten uns wie Lt. Uhura & Mr. Spock.. :-) vom Raumschiff Enterprise. 

Wo sind wir bloß gelandet?

In Ban Laem Hin schien der Hund begraben zu sein.... die Welt stand still... Coconut Island hatten wir uns anders vorgestellt.  

Nach einigen Kurven erreichten wir dennoch unser 'Hotel'. Nach einem kurzen Check-In sollten wir unser Zimmer beziehen. Kaum hatten wir die Tür geöffnet schlug uns ein bestialischer Gestank entgegen. Wir schoben es auf die noch nicht in Betrieb genommene Klimaanlage; da wir wir vor ein paar Jahren auf unserem Trip nach Chicago in einem Motel in Oaklawn untergekommen sind, und dort die Klimaanlage der Auslöser von vergleichbarem Gestank gewesen ist.

Egal, dachten wir uns, es gibt schlimmeres. Allerdings stellten wir dann fest, dass dieses Zimmer weder einen Balkon  noch Meerblick hatte, so wie von uns gebucht. Also reklamierten wir an der Rezeption. Etwas unbeholfen hat man uns dann ein neues Zimmer in der zweiten Etage zugewiesen. Dort fehlte zwar nicht der Balkon, aber der Meerblick... Die obere Etage, so sagte man uns, sei ausgebucht. Na super...  aber es stank wenigstens nicht, das muss man noch anmerken. Etwas angesäuert machten wir uns auf den Weg zum Meer... 100m sagte man uns... 

Also liefen wir los.... 'hinter der nächsten Kurve' dachten wir mindestens ein Dutzend mal... Wir hatten Hunger. Wir hatten Durst... aber wie schon gesagt, in diesem Ort schien der Hund begraben. Kein Kiosk, kein Supermarkt, kein Restaurant.... und vom Meer weit und breit keine Spur. Es war gar Ebbe und man hätte wohl, zügigen Schrittes, zur Coconut Island laufen können...  Spass beiseite...  diese Gegend ähnelt dem in einem Endzeitdrama dargestellten Ort nach der Apokalypse. Ich kann es nicht in Worte fassen... Fotos sagen mehr als Worte.

Also beschlossen wir kurzerhand, uns auf den Heimweg nach Karon in unser Hotelzimmer im Baan Sailom Resort zu begeben. Tatsächlich sprach uns am Ufer ein Taxifahrer an.... weiss Gott, wo dieser auf einmal hergekommen  ist. Wir handelten einen guten Preis aus und nach einem kurzen Stoppover im N&N House, um unser leichtes Gepäck einzusammeln, düsten wir dann auf direktem Weg nach Karon. 

Auf dieses Desaster beschlossen wir, am Abend einen trinken zu gehen. But first the sunset. Nach einer Runde schlendern und unzähligen 'Hallo' 'Hallo', beschlossen wir, uns in der "MyBar" niederzulassen, auch weil dort die Musik am lautesten war. Die reizende Bardame überreichte uns direkt das Tablet, mit welchem wir unserem Musikwunsch freien Lauf lassen könnten. Gesagt getan... zugleich liessen wir  Big Joe Turner´s 1954er Version von "Shake, Rattle & Roll" und andere Oldies vom Stapel. 

Unsere Musikauswahl schien gut anzukommen. Die Gäste tanzten, genauso wie am Morgen die Elefantenlady Lulu :-)

Gegen Mitternacht und einigen Drinks begaben wir uns wieder Richtung Hotelzimmer.  Ach, wie herrlich...  gute Nacht.

MyBar, Karon Beach

Samstag, 10.09.2022
TAG 9

'Wecker stellen' sagte Mann...  
Das Wetter war traumhaft... kein Wölkchen am Himmel. Die Cheffin will an den Strand. Aufgrund der Nähe zum Äquator sollte die Sonneneinstrahlung in hiesigen Gefilden nicht unterschätzt werden. Also heisst es: ersteinmal präparieren... Sonnenschutz in jede Falte....

Gegen 11 Uhr machten wir uns dann auf den Weg Richtung Strand. Für 200 Baht mieten wir uns zwei Liegen inklusive Auflagen, Tisch und Sonnenschirm. Weil noch immer Vorsaison ist, können wir uns aussuchen, wo wir bleiben... so gut wie alle Liegen sind frei. Von Zeit zu Zeit kommt der ein oder andere 'fliegende Händler' vorbei, den man, wenn nötig, einfach freundlich vorbeiwinken kann... ausser natürlich, man hat Bock auf ein Eis... 


Die Brille

Wir beschlossen, uns gemeinsam in die Fluten zu stürzen... die Cheffin natürlich mit Sonnenbrille... Die Wellen schienen heute nicht allzu heftig... das Meer schien ruhiger... aaaaaber: was uns gestern in Ban Laem Hin an 'Meer' zu wenig war, schien uns heute am Karon Beach mit voller Wucht entgegen zu schlagen.... 
Also gingen wir 'Step by Step' immer ein Stückchen weiter... den Wellen entgegen.

'Immer in die Wellen hüpfen' sagte Mann.... doch 'Frau' hüpfte leider meistens zu früh.... und so kam es, dass diese eine Welle sie umgehauen hat....  'Mann' rettete sie natürlich... The Hero of the Day....  Allerdings hatte die Welle die Sonnenbrille der Cheffin mit in die Fluten gerissen... 

Gerettet,aber sichtlich erschöpft und am ganzen Körper zitternd war es ihr auch egal... wäre sie nur endlich wieder am Ufer.... der 'Held des Tages' hat es sich aber nicht nehmen lassen, die Brille zu finden... nach unzähligen Versuchen und Fehlschlägen... von Wellen umgerissen.... 

...da war sie.... der 'Held des Tages' ist fortan 'The Hero of the Universe'... tatsächlich hatte er die Brille der Cheffin gerettet.... da war doch sicher Neptun im Spiel.... :-)

Was für ein Glück!!!
Wenn 'Frau' jetzt eines gelernt hat: Die Brille vor dem Hüpfen in die Wellen, besser am Strand zu lassen....

Wir verweilten  noch bis zum Nachmittag am Strand.... 
Einfach herrlich und jedem zu empfehlen, in der Vorsaison nach Thailand zu reisen... 

Duschen... Siesta... 'Dinner is calling'

Für diesen Abend wollten wir einmal die Küche in unserem Hotel @Restaurant Baan Sailom ausprobieren.... waren wir doch die ganzen letzten Tage auswärts essen.... Wir haben es nicht bereut... 

Da sitzen wir nun.... auf der Terrasse des Baan Sailom, feilen noch ein wenig an unserem Blog und nehmen ein paar Drinks... bis morgen...

Sonntag, 11.09.2022 

TAG 10

Für heute, unserem vorletzten Tag auf Phuket, standen zwei Ausflüge auf dem Programm: zum einen sollte es zum Wasserfall nach Kathu gehen und zum anderen wollten wir unbedingt noch den Grossen Tempel von Chalong besichtigen.
Also beschlossen wir, uns für den Nachmittag ein Tuk Tuk zu mieten, welches uns dann zu unseren Zielen bringen sollte.

Wir starteten gegen 12 Uhr und erreichten etwa vierzig Minuten später Kathu. Wir hielten auf einem kleinen Parkplatz ganz in der Nähe des Wasserfalles. Der nette Tuk Tuk Fahrer wies uns noch kurz den Weg und wir marschierten los. Der Weg führte uns über eine kleine Brücke. Dann folgte eine Treppe, die uns mit knapp vierhundert Stufen steil bergauf führte. Zur kleinen Verdeutlichung: vierhundert Treppenstufen entsprechen rund 25 Stockwerken in einem normalen Wohnhaus. 

Trotz grosser Hitze und einer gefühlten Luftfeuchtigkeit von einhundert Prozent war der Aufstieg grandios. Die sagenhafte Natur entschädigte einfach für alles... um uns herum das sagenhafte unbeschreibliche Grün des Regenwaldes ... das Zwitschern der Vögel in den Bäumen ... das Raunen des Windes wenn er durch das Dickicht huschte und das Rauschen des Wasserfalles direkt in unserer Nähe.... Frieden pur. Schweissgebadet, aber glücklich und zufrieden erreichten wir unser Ziel. 

Kathu Wasserfall

Nach dem Abstieg gab es zur Erfrischung ersteinmal einen leckeren Smoothie aus der Passionsfrucht vom Kiosk an der Ecke. Dann ging es auch schon wieder weiter zu unserem zweiten Ausflugsziel...

Wat Chalong

Nach kurzer Weiterfahrt waren wir auch schon da...  

Der Tempel von Chalong ist der grösste und bedeutendste Tempel Phukets und wurde Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut. Wat Chalong ist ein ziemlich grosses Gelände, welches viele Tempel beherbergt... 

Das grösste von ihnen ist der Wat (Wat=Tempel) Chedi. Er ist ca. 60m hoch und geht über drei Etagen... während man auf den ersten beiden Ebenen unzählige goldene Buddha-Figuren betrachten kann, gelangt man nach dem letzten Treppenaufstieg zu einem Knochenfragment von 'Lord Buddha', welches man, bewacht von wiederum zig goldenen Buddha-Figuren und hinter einer Glasscheibe, begutachten kann. 

Beim Schlendern über das schöne Gelände hörten wir immer wieder Knallen bzw. Schüsse... Wer sollte bitte auf einer Tempelanlage schiessen? Niemand.  Vor dem Haupttempel nämlich stand ein Ofen... Dort hatte man die Möglichkeit, seine Dankbarkeit in Form  einer Spende zu zeigen. Diese Spende wird dann als Feuerwerkskörper von einem Mitarbeiter entzündet um dann im Ofen zu detonieren. 
Je grösser die Spende, desto grösser der Knall... :-)

Der Besuch dieser Tempelanlage ist sehr empfehlenswert. Man kann dort gut und gerne einige Stunden verweilen.

Wat Chalong

Nachdem wir dort etwa zwei Stunden verbracht haben und  so gut wie jeden dieser Tempel begutachtet hatten, wartete am Eingang unser Tuk Tuk Fahrer auf uns und brachte uns zurück nach Karon in unser Hotel.

Insgesamt waren wir etwa knapp fünf Stunden unterwegs und von dem vielen Treppensteigen total ko. Also beschlossen wir,  uns einen gemütlichen Abend auf unserer Hotelterrasse  zu machen und bestellten uns Pizza aus dem hiesigen Hotelrestaurant auf unser Zimmer.

Rund und glücklichen sitzen wir nun und lauschen Wind und Wellen zu... bis morgen.

Montag, 12.09.2022 

TAG 11


Jetzt war er gekommen... unser letzter Tag hier am Karon Beach war angebrochen. Irgendwie kam eine ganz sentimentale Stimmung in uns auf.... obwohl unsere Reise ja eigentlich gerade erst begonnen hatte. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir uns hier sauwohl fühlen... man kennt sich halt schon... jeder hier im Viertel ist zu jeder Zeit für ein kleines Pläuschchen zu haben... Das hat unseren Aufenthalt hier doch sehr besonders gemacht.

Also erledigten wir noch einige Dinge, die keinen Aufschub duldeten und beschlossen dann, unseren LieblingsTukTukFahrer zu buchen um noch einen letzten Ausflug über die Halbinsel zu machen.  Zum Rawai Beach und zum Karon View Point sollte es heute gehen.

Um eine Vorstellung zu bekommen: Man bucht sich hier  für 800 Baht ein Tuk Tuk inklusive Fahrer, welcher dich stundenlang (bei uns waren es immer gute fünf) durch die Gegend fährt. 800 Baht sind knapp 22 Euro.

Los ging es. Erster Stopp war der Strand von Rawai. Ein Träumchen. Wir beschlossen,uns mit dem Longtailboat im Golf von Thailand auf die Coral Island shippern zu lassen. Gesagt, getan... die Überfahrt dauerte etwa 25 Minuten... wobei uns nach der ersten Hälfte  ziemlich heftigeWellen entgegenschlugen... aber Angst musste man wohl keine haben... schliesslich sass der Junior unseres Steuermannes, der wohl noch keine 10 Jahre alt zu sein schien,  noch immer vorne auf dem Bug. Aber sogleich war ja schon wieder Land in Sicht und wir haben angelegt. 

Von Rawai Beach nach Coral Island

Rawai Beach

Boarding

Coral Island

Auf Coral Island angekommen, wollte man direkt 100 Baht pro Person Inselzoll von uns abkassieren, da die Insel in Privatbesitz ist. Wir machten dem jungen Mann klar, dass wir nicht vorhatten, länger als eine halbe Stunde auf der Insel zu verweilen. Das hatten wir mit unserem Steuermann so ausgemacht. Also blieb uns die Gebühr erspart...

Wir schlenderten den circa zwei Kilometer langen weissen Strand entlang und dankten dem Universum für unser Leben, welches momentan nicht wundervoller sein könnte. Auch auf Coral Island war relativ wenig Betrieb. Hin und wieder gingen ein paar Schnellboote vor Anker, um die Touristen der Standardtouren abzusetzen, um sie nach zwanzig Minuten wieder einzusammeln... Solche Touren kommen für uns nicht in Frage. Wollen wir doch selbst entscheiden, wo wir wie lange bleiben. Von einem Fotospot zum nächsten zu jagen ist nicht unser Ding.

Plötzlich seekrank

Nach dreissig wunderschönen Minuten gingen wir über ein Ponton aus Kunststoff wieder zu unserem Boot. Aus der Ferne sah man schon, dass ziemlich bald das Wetter umschlagen würde. Noch hatten wir aber keinen Grund zur Sorge und stiegen ein.

Allerdings sass der Junior nun nicht mehr vorne auf dem Bug, sondern hinter uns bei seinem Vater,  unserem Steuermann. Uns überkam ein mulmiges Gefühl, welches uns nicht täuschen sollte.

Kaum hatten wir den Anker gelichtet und die ersten Meter hinter uns, schlugen Wellen auf uns ein, wie wir sie in unseren kühnsten Träumen nicht vermutet hätten. Es war, als wären Käpt´n Ahab, der weisse Hai, der fliegende Holländer und John Maynard alle gemeinsam hinter uns her.... 
Unser Holzkahn knallte auf die Wellen, dass man dachte, der Holzboden würde brechen. Aber nicht der Boden brach... nein, unser Boot hat die Wellen gebrochen.... dennoch blieb die Angst, die Angst, über Bord zu gehen und ertrinken....waren wir doch erst am Anfang unserer Reise... Mit jeder Welle dachte man, dass es nicht schlimmer werden könne. Aber die nächste Welle setzte dann immernoch eins drauf. Nach etwa 15 Minuten unserer Rückfahrt -die uns vorkamen wie eine Ewigkeit- war endlich wieder Land in Sicht und die Wellen ebbten ab. 

Unser Steuermann brachte uns sicher an Land. Welch ein Glück! Sind wir doch Freund Hein knapp von der Schippe gesprungen.

Mit weichen Knien und Beinen aus Gummi stiegen wir aus dem Boot und wateten durch das seichte Wasser an Land, wo unser Fahrer uns schon erwartete. Nach einer kurzen Erholung stiegen wir wieder ins Tuk Tuk und es ging weiter. Nein, es ging noch nicht zum Karon View Point; unser 'PersonalDriver' hatte andere Pläne. 

Er hielt an einem Aussichtspunkt, der in diesem Moment nicht schöner hätte sein können. Blickten wir doch direkt auf den Golf von Thailand. Wir waren am Promthep Cape, wie wir später erfuhren. Auch wenn das Wetter inzwischen umgeschlagen hatte strahlte  uns der Regenwald mit seiner ganzen Schönheit entgegen. 

Es gab aber nicht nur die Natur zu bewundern. Diese ist in hiesigen Gefilden wirklich einzigartig und unbeschreiblich schön. Auf einer der vielen Aussichtsplattformen erblickten wir eine Elefantenherde... die stand im Kreis... in Viererreihe... gülden waren die Herdentiere... und bunt... sie waren klein und gross und auch ganz gross sowie miniklein... Es war verrückt. Aber drollig :-)

Unser Tuk Tuk

Karon View Point im strömenden Regen

Ein Hoch auf den besten Tuk Tuk Fahrer der Welt!!! Wieder wartete er geduldig, bis wir alle Eindrücke gesammelt hatten. 

Wieder stiegen wir zurück ins Tuk Tuk... nächster Stopp unbekannt.

Er bog links ab, die Strasse führte bergab, er nahm den Gang raus... und wir konnten erneut einen grandiosen Ausblick nach dem anderen erhaschen. Es war unbeschreiblich.

Der nächste Stopp führte uns an einen kleinen Strand, Nai Harn Beach,  inmitten kleiner Inseln und Felsvorsprüngen... mit Worten kaum zu beschreiben, so schön war es.  

Nun kam der grosse Regen. Aber unser Taxidriver war nicht zu erschüttern. Jetzt ging es bergauf und das Tuk Tuk hatte ganz schön zu tun. Wir fuhren durch den Regenwald, der gerade seinem Namen alle Ehre zu  machen schien... es war wunderbar.  

Nach einem kurzen Stoppover, um die Regenfenster runterzurollen ging es jetzt zum Karon View Point. 

Der Regen ist inzwischen immer heftiger geworden, was unserer Stimmung aber keinen Abbruch tat. Am Aussichtspunkt angekommen bestückte uns unser Fahrer noch mit einem Regenschirm, um das Schlimmste von uns abzuwenden. Sind wir doch nach der Bootstour schon durchnässt bei ihm angekommen. 

Selbst jetzt war die Aussicht vom Karon View Point grandios.... so muss Regenwald... genauso... Es war fantastisch!!!

Wir fuhren zurück ins Hotel und verabschiedeten uns von dem lieben Mann. Für morgen hatte er uns schon einen Kollegen organisiert, welcher uns um 6 Uhr in der Früh zum Flughafen bringen sollte. 

Ersteinmal aus den nassen Klamotten raus und unter die warme Dusche ... Wir beschlossen, das Abendessen wieder im Hotelrestaurant einzunehmen und entschieden uns für Reis mit Hühnchen bzw. gemischten Meeresfrüchten. 

By the way: Wir können das Hotel sowie das Restaurant nur wärmstens weiterempfehlen... hier passt wirklich alles. Mehr muss man da nicht sagen. 

Noch ein paar ScrewDriver & ThaiRumCokes und dann war Abschied angesagt; wir müssen ja morgen früh raus...  Das liess uns für einen Augenblick in Melancholie verfallen... 

Karon Beach wird für uns immer eine besondere Bedeutung haben. Hier hat unser Abenteuer begonnen... und schon morgen geht es weiter...

Bangkok is calling!

Dienstag, 13.09.2022 

TAG 12 


Aufbruch nach Bangkok

Um kurz nach fünf in der Frühe klingelte der Wecker. Zwei Tage vorher hatten wir bereits ein Taxi organisiert, das uns zum Flughafen bringen sollte. Diesmal war es jedoch kein Tuk Tuk, sondern ein gewöhnliches Taxi. 

Ein paar Minuten vor sechs verliessen wir unser liebgewonnenes Zimmer in Baan Salom Hotel und begaben uns Richtung Ausgang. Auf dem Weg dorthin liessen wir unseren Zimmerschlüssel an der Hotelrezeption liegen; so früh am Morgen war noch niemand dort. 

Der Taxifahrer erwartete uns schon. 

Einsteigen und los ging es Richtung Phuket Airport. 

Nach ca. 45 MinutenFahrzeit erreichten wir das Terminal, von dem die Inlandsflüge starteten. 

Ein paar Tage zuvor hatte die Airline uns informiert, dass unser Flug bereits um 9:45 Uhr starten sollte, anstatt wie ursprünglich geplant, erst um 11:40 Uhr. 

Das kam uns sehr ungelegen, mussten wir doch viel früher aufstehen. 

Entgegen unserem Grundsatz gingen wir wieder zur Gepäckaufgabe, um unsere Rucksäcke abzugeben. Wir waren unter den ersten und mussten somit auch nicht lange warten, bis wir an die Reihe kamen. 

Nun war noch Zeit genug. 

Das war eine gute Gelegenheit für das erste Frühstück. In userem kleinen Rucksack, den wir als Handgepäck mit in den Flieger nahmen, waren noch vier Snickers, die wir in wohlweislicher Voraussicht tags zuvor besorgt hatten. 

Ganz schön gewieft, gelle? 

Es war nun bereits kurz vor acht und wir gingen ohne weitere Zwischenfälle durch die Sicherheitskontrolle direkt zu unserem Gate. 


Wie der Himmel es wollte, war direkt am Gate ein Burger King. 

Ganz spontan entschieden wir uns zu einem zweiten Frühstück. 

Die meisten Leute haben kein Verständnis dafür, dass man morgens um halb neun schon einen Whopper mit Fritten verzehren kann. 

Das können wir sehr gut nachvollziehen. 

Ebenso haben wir kein Verständnis dafür, dass man morgens um halb neun keinen Burger mit Fritten essen kann. 

Nach dem Essen war auch schon das Boarding.
Schnell fanden wir unsere Plätze. 

Die Sitzabstände bei Thai Airways sind katastrophal. Personen, die grösser als 1,85 m sind, haben arge Probleme, weil die Knie permanent an der Rückenlehne des Sitzes vornedran scheuern. 

Für 70 Minuten Flugzeit ist es gerade noch auszuhalten.

Nach dem dritten Frühstück im Flieger begann auch schon der Landeanflug auf Bangkok. 

Während wir am Gepäckband auf unsere Rucksäcke warteten, machten wir uns schlau, wie wir jetzt zum Hotel kommen können. Laut Google-Maps sollte vor Gate 8 der LimoBus fahren, der uns direkt in die Khaosan Road bringen müsste. 
Tatsächlich fanden wir die Haltestelle auch auf Anhieb. Die Fahrt in unser Hotel, das Khaosan Palace Hotel, dauerte eine gute Stunde und kostete pro Person 60 Baht, das sind etwa 1,65 Euro. Recht günstig für eine Strecke von 36 km. 


Wir hatten Glück, der Bus hielt fast direkt an unserem Hotel. Wir ahnten beim Aussteigen noch nicht, wo wir da hin geraten waren. Es war purer Zufall. 

Ohne es zu wissen, was es mit der Khao San Road auf sich hat, buchten wir die 
5 Übernachtungen dort im Hotel. 

Dann fiel es uns wie Schuppen von den Augen. 

Wir übernachteten mitten auf Bangkoks gößter Partymeile! 

Ob wir das Bereuen werden, wird sich noch herausstellen.


Im Hotel angekommen ging der Check-In ruck zuck über die Bühne und wir bezogen Zimmer 316. 
Dort angekommen waren wir anfangs erstmal ziemlich enttäuscht und haben uns gefragt, warum das Hotel den Namen 
"Khaosan Palace / Luxury Contemporary Hotel on Khaosan Road" trägt. 


Die Zimmer sind ziemlich abgewohnt und das Hotel hätte durchaus mal wieder eine Renovierung nötig. Nachdem die erste Enttäuschung verflogen war... gab es natürlich auch einiges Positives zu entdecken... da waren zum einen die wirklich bequemen Betten, das saubere Zimmer und allem voran der RooftopPool auf der Dachterrasse. Dieser war eigentlich der ausschlaggebende Punkt für die Buchung des Khaosan Palace auf Booking.com. 


Eigentlich war es ein absoluter Zufall, dass wir genau hier, auf der Khaosan Road, dem Mekka für die Backpacker, gelandet sind. Hier sollte, wenn man Dr. Google Glauben schenken darf, am Abend die Post abgehen... wir waren gespannt. 


Nachdem wir uns kurz frisch gemacht hatten, wollten wir bei einem kurzen Spaziergang die Gegend erkunden, um zu schauen, wo wir überhaupt gelandet waren. 


Mittlerweile war es kurz nach 15 Uhr geworden. 

Kaum auf der Strasse wird man natürlich von allen Seiten angesprochen... Massage, Bier, Gras... und allem voran hallt es von überall 'Tuk Tuk'... :-) wir wollten einfach nur ein wenig schlendern. 

Khao San Road, Bangkok

Noch ist alles friedlich

Wir liefen ein Stückchen und kamen an einem Tempel vorbei, den man zwar nicht betreten konnte, aber wir trafen auf einen Herrn, der das Gespräch mit uns suchte. So kamen wir ein wenig ins Plaudern und er erzählte uns unter anderem von seiner Familie und dass wir, sollten wir uns hier in Bangkok ein Tuk Tuk mieten wollen, darauf achten sollten, die Tuk Tuks zu buchen, welche mit einer Fahne bestückt waren. Wir waren ihm sehr dankbar für diesen Tip. 


Kurioserweise kam natürlich direkt eines davon um die Ecke. Ob die sich wohl eventuell abgesprochen hatten??? Wer weiss... Der Fahrer hiess Joe und wollte natürlich direkt mit uns losfahren. Er bot uns an, uns zu einigen interessanten Sehenswürdigkeiten Bangkoks zu chauffieren. Für einen Preis von 40 Baht pro Nase. Also beschlossen wir kurzerhand, die Tour für den morgigen Tag zu buchen. Joe würde uns am Morgen um 10 Uhr vor unserem Hotel abholen. 



Wir schlenderten noch ein paar Meter weiter die Strasse hinunter, bis wir von monsunartigen Regenfällen überrascht wurden. Das war der Wahnsinn, diese Regenmassen... solange wir noch ein Dach über dem Kopf hatten liefen wir weiter... allerdings war dies dann irgendwann einmal zu Ende, und wir sollten die Strasse überqueren. Also mussten wir ausharren und warten... darauf, dass der Regen eventuell nachlassen würde. Aber das tat er nicht... im Gegenteil, es wurde zeitweise sogar noch stärker, die Strasse stand schon unter Wasser, die Abflüsse schafften diese Massen nicht... da standen wir nun für ca. 45 Minuten... 

Dann, für einige Sekunden, liess der Regen ein ganz klein wenig nach und wir wagten unser Glück und sprinteten auf die andere Strassenseite. Drüben angekommen, waren wir natürlich schon wieder klitschenass. Aber das tat unserer Stimmung überhaupt keinen Abbruch.... denn: Wann kann man denn schon mal durch den Monsun sprinten?? 

Regen, Regen, Regen

Im Hotel angekommen, beschlossen wir ersteinmal, uns ein wenig auszuruhen. Schliesslich waren wir schon seit 5 Uhr am Morgen auf den Beinen. 


Ausgeruht und frisch gestriegelt machten wir uns gegen halb neun auf den Weg um uns ins Getümmel zu stürzen. Schon in der Lobby war das Dröhnen der Musik nicht mehr zu überhören. Vor unserem Hotel steppte der Bär... aus den Lautsprechern hämmerte die Musik, die man ernsthaft mit der Lautstärke eines startenden Flugzeuges vergleichen konnte. Das war einfach irre. Die Khaosan Road wandelte sich am Abend zu einer grossen Party... ausserdem gab es dort alles... diverse Klamottenstände, Kunstgewerbe... man konnte sich, wenn man wollte tättowieren lassen... es gab Lachgas.... und natürlich unzählige Stände mit leckerem thailändischen Streetfood. 

Die Wurmkur

Schon zwei Stände weiter sollte die Cheffin endlich auf ihre Kosten kommen... war sie doch schon die ganzen Tage in Thailand auf der Suche nach einem Insekten-Snack... dort waren sie endlich... grosse Würmer, kleine Würmer, Heuschrecken... Skorpione und andere Insekten. 
Nach der Probe eines recht beachtlichen Würmchens und überrascht über den doch angenehm nussigen Geschmack liess sich die Cheffin einen gemischten Teller der Köstlichkeiten zusammenstellen. Sichtlich zufrieden hat sie die Delikatessen genossen. Für den grossen Hunger reichten diese aber nicht.. allenfalls als Appetizer. 

Eine grosse gemischte Schüssel mit verschiedenem Streetfood ordertern wir uns dann am nächsten Stand... noch ein bisschen spicy drüber und fertig... Yummy yummy.... 

Pikante Insekten...

...und ein leckerer 

Skorpion dazu.

Zum Abschluss das Dessert

Im Anschluss liessen wir bei einem Absacker in einer der unzähligen Kneipen hier in der Strasse den anstrengenden aber verrückten Tag ausklingen. 


Bangkok ist wirklich verrückt... und sehr speziell... oder verrrückt speziell? Oder doch speziell verrückt?? Egal, auf jedenfall aussergewöhnlich.... aussergewöhnlich speziell... 


Das wars für heute.. gute Nacht! 

Anzumerken wäre noch, dass es trotz des Trubels vor unserem Hotel, auf unserem Zimmer sehr ruhig war und wir ruhig schlafen konnten.

Mittwoch, 14.09.2022 

TAG 13

Heute also sollte es mit dem Tuk Tuk und Joe, unserem persönlichen Fahrer, auf grosse Tour gehen. Um zehn Uhr war Treffpunkt vor unserem Hotel. Die Tuk Tuks hier in Bangkok sind ganz anders als die Tuk Tuks, wie wir sie von Phuket kennen. Dort waren sie komfortabler... eher wie kleine umgebaute Autos, hatten vier Räder und bis zu 8 Personen konnten dort transportiert werden - und sie waren meistens rot. Hier erinnern sie eher an die dreirädigen überdachten Fahrstühle für Gehbehinderte, wie man sie von früher kennt. Allerdings total schnuckelig gestaltet. Innen wie aussen.

Wie abgemacht wartete Joe vor unserem Hotel... dort standen noch an die dreissig andere Tuk Tuks und Taxis und warteten auf Kundschaft... 

Los ging es. Die Fahrt dauerte keine zehn Minuten und wir erreichten unser erstes Ziel. Big Standig Buddha im Wat Intharawithan. Der Buddha ist 32 Meter hoch und steht im Zentrum dieser wunderschönen Tempelanlage. Der Eintritt betrug 40 Baht pro Person. Wir bestaunten den ein oder anderen Tempel und genossen den grandiosen Blick vom Aussichtsturm, direkt neben dem Buddha. 
Wir verweilten etwa eine Stunde im Wat Inharawithan. Bevor es weiterging, gab es ersteinmal ein erfrischendes Kaltgetränk und eine kleine Stärkung.

Big Standing Buddha in Bangkok

Das zweite Ziel unserer Tuk Tuk Tour mit Joe war das Wat Benchamabophit, der Tempel des Happy Buddhas... Dass dieser Tempel ebenfalls sehr imposant war, brauch man ja hier nicht mehr zu erwähnen.  Wohin man schaut, überall goldene Buddhas... fantastisch.

Happy Buddha

Ein weiterer Riesenbuddha

In Reih und Glied

Wat Arun
Das letzte Ziel unserer Tour für heute war das Wat Arun, der Tempel der Morgenröte. Was uns dort erwartete übertraf  einfach alles... eine Tempelanlage der Superklasse. Direkt am Ufer des mächtigen Flusses Chao Phraya, der Lebensader Bangkoks... Für den Besuch dieser atemberaubenden Sehenswürdigkeit mussten wir 100 Baht pro Person berappen, die er uns aber mehr als wert war. Es prasselten unzählige fantastische Eindrücke auf uns ein. 
Nicht nur die Anlage selbst sorgte bei uns für Staunen, nein auch der Blick über den Fluss auf einen kleinen Teil der tollen Skyline von Bangkok. 
Nach etwa einer guten Stunde liessen wir uns von Joe zurück in die Khaosan Road bringen.... 

Das Highlight schlechthin und ein absolutes Muss: 

Wat Arun

Wir hatten jetzt Lust auf zwei, drei, vier weitere Bierchen... also nahmen wir in einer Kneipe in der Nähe unseres Hotels Platz und genehmigten uns ein paar... :-)
Gegen fünf Uhr beschlossen wir, uns ersteinmal im Hotel frisch zu machen, bevor wir wieder auf die Piste gehen. 
Kaum im Hotel angekommen, gab es wieder ein krasses Unwetter. Mit einem Donnerwetter wie man es noch nicht erlebt hat.
Gegen acht und frisch gestriegelt stürzten wir uns ins Partytreiben auf der Khaosan Road, wo heute, wohl wegen dem unbeständigen Wetter, relativ wenig Trubel war... die Musik aber genauso laut wie gestern.
Wir schlenderten ein wenig die Strasse auf und ab, assen und tranken noch eine Kleinigkeit und holten uns, bevor wir zurück auf unser Zimmer gingen, noch einen leckeren Fruchtsmoothie.... Pineapple & Passionfruit... lecker und erfrischend.

Für morgen steht ein Trip zu den schwimmenden Märkten an... Gute Nacht!

Donnerstag, 15.09.2022 

TAG 14

Um 9 Uhr stand Joe vor dem Hotel um uns für den heutigen Trip abzuholen. Heute kam er mit dem Auto, weil unsere Ziele aufgrund der Entfernung schlecht zu erreichen waren. 

Für heute standen der Damnoen Saduak Floating Market und der Maeklong Railway Market auf dem Programm. 


Der Damnoen Floating Market ist ein schwimmender Markt in der Provinz Ratchaburi und liegt etwa 100 Kilometer südwestlich von Bangkok. Diesbezüglich dauerte die Fahrt, inklusive einem Frühstücksstop, auch gut zwei Stunden.


Dort angekommen, bekamen wir erstmal einen Schock... zugleich fiel eine Mitarbeiterin der Tourguides auf uns ein und wollte uns direkt eine Tour aufschwatzen, bestmöglich natürlich die teuerste. Wir wollten allerdings weder auf irgendwelchen Elefanten reiten, mit wilden Tigern kuscheln oder unsere Köpfe in Krokodilmäuler stecken... wir wollten lediglich eine Tour für den Floating Market buchen. 

Allerdings hatte auch diese ihren Preis; 2500 Baht für jeden von uns. Gebucht haben wir aber trotzdem. 


Wir gingen zum Pier und stiegen direkt in das Longtailboat, was gerade einfuhr. Der nette Steuermann schipperte los... der Markt befindet sich im Damnoen Saduak-Kanal und ist der berühmteste schwimmende Markt in Thailand. Der Kanal selbst hat eine Länge von 110 Kilometern.

Die Schwimmenden Märkte

Wir nahmen Kurs auf die ersten Händler, welche grösstenteils alle dasselbe verkaufen wollten und einem schon von weitem ihre Waren anpriesen... wir lehnten freundlich ab und der Steuermann fuhr vorbei. Wollten wir dennoch irgendetwas kaufen, hätte er angehalten, ebenso für etwaige Fotostopps. 



Nach ein paar hundert Metern durch die unzähligen Abzweigungen des Kanals, stoppten wir an der 'Coconut Sugar Farm', wo uns gezeigt wurde, wie der Zucker aus dem Blütennektar der Kokospalme der Zucker gewonnen und anschliessend eingekocht, getrocknet und am Ende gemahlen wird. Alles übrigens in Handarbeit, demzufolge auch Bioqualität. 

Selbstverständlich durften wir auch probieren. Im Anschluss ging die Fahrt durch die Kanäle weiter. Natürlich wieder vorbei an den Händlern, die ihre Ware, fast schon penetrant, feilboten. Mitunter war das ganz schön lästig.... als wir dann allerdings an den Händlern vorbei und 'freie Fahrt' hatten, war es perfekt.... unterwegs haben wir sogar einen Waran zu Gesicht bekommen... grandios.

Damnoen Saduak Floating Market

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Auf dem schwimmenden Markt

Wir kamen am Wat Charoen Sukharam vorbei und baten den Steuermann anzulegen, damit wir den kleinen Tempel begutachten konnten. 
Gleichzeitig nutzten wir die Zeit um noch ein paar Fotos vom Ufer aus zu knipsen. Über eine kleine Schleuse konnten wir auch ans andere Ufer gelangen. 

Dort kamen wir auf einen Steg, wo gerade die Fische gefüttert wurden. Unser Bootsführer schien uns schon erspäht zu haben und kam sogleich hinüber. Wir bekamen Fischfutter von ihm, so dass wir ebenfalls die Tierchen füttern konnten. Die machten wie blöde als sie an der Wasseroberfläche danach schnappten.... fast sah es so aus, als wollten die sich gegenseitig fressen... Das war sehr amüsant. Alsbald stiegen wir wieder in den Kahn und nahmen die Fahrt wieder auf und setzten die Fütterung der Raubtiere fort.... 



Die Fahrt zurück zum Pier ging an den Häusern der Händler vorbei.... diesmal aber in einem rasanten Tempo... das war ein Spass!!! 


Etwa zweieinhalb Stunden nachdem wir gestartet waren, fuhren wir wieder zum Pier zurück. Dort wartete unser Chauffeur Joe schon auf uns.

Mystery Train

Unser Trip ging weiter: Nach einer halben Stunde kamen wir zum Maeklong Railway Market in der Provinz Samut Sonkhram in Bangkok. 

Dort führt eine Bahnstrecke direkt durch den Markt. Allerdings war der Markt zuerst da, ehe die Beamten beschlossen, eine Eisenbahn zu bauen, um den Fischfang besser von A nach B bringen zu können. Der Markt jedoch blieb bestehen... auch wenn die Gleise direkt hindurch führten.


Es war inzwischen viertel vor zwei am Nachmittag. Der Zug sollte, wie Joe uns mitteilte, um 14.30 Uhr einfahren. 
Die Zeit bis dahin nutzten wir, um uns vorher auf dem Markt noch ein wenig umzuschauen. 

Es war urig. Und wieder wurden wir, wie aus dem Nichts, von einem heftigen Regenschauer überrascht, wie eigentlich jeden Nachmittag seit wir in Bangkok sind. Das war aber nicht schlimm, der Regen dauerte nicht lange und wir konnten ja unter den zahlreichen Vorzelten Schutz suchen. 

Kurz nach zwei setzten wir uns an einen kleinen Imbissstand auf dem Markt, um uns während des Wartens ein wenig zu stärken. 

Dann war es soweit... etwa fünf Minuten bevor der Zug einfahren sollte fingen die Händler gemächlich an, ihre Waren von den Gleisen zu ziehen und die Vorzelte einzuklappen, damit die Gleise für den einfahrenden Zug geräumt waren.


Von Weitem hörte man schon das Hupen des einfahrenden Zuges... wir hatten einen tollen Platz... die nette Dame vom Imbiss verwies uns noch auf die Bank neben uns... wir können uns für eine bessere Sicht draufstellen... gesagt getan... und wieder das Hupen... aber gesehen hat man den Zug noch immer nicht.

Mittlerweile standen wir obenauf... und dann kam sie... die Maeklong Eisenbahn schlängelte sich um die Kurve und fuhr direkt auf uns zu... unter Hupen und Getöse fuhr sie keine 20 Zentimeter an uns vorbei... spannend.

 Maeklong Railway Market 

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Gleich kommt die Eisenbahn

Das Spektakel war kaum vorbei, da wurden die Warenkörbe wieder auf die Gleise geschoben und die Vorzelte aufgeklappt. Bis zu achtmal am Tag müssen die Händler diese Prozedur über sich ergehen lassen.... denn sooft fährt der Zug am Tag durch den Maeklong Railway Market. 

Und wieder ein aussergewöhnliches Erlebnis auf der Liste unserer Reise.



Gegen 15 Uhr trafen wir Joe wieder am vereinbarten Treffpunkt und machten uns auf den Heimweg Richtung Khaosan Road.


Wir fuhren über den Highway und es bot sich uns ein unbeschreiblicher Blick auf die grandiose Skyline von Bangkok.


Gegen 16.30 Uhr erreichten wir unser Hotel. Bis dahin hatte uns Joe fast 8 Stunden durch die Gegend chauffiert... die Rechnung kam... 1200 Baht (etwa 32,50 Euro). 


Nach einer kurzen Erfrischung nutzten wir die Zeit bis zum Abend, um noch ein wenig an unserem Blog zu feilen. Wir gingen noch ein Weilchen auf die tolle Dachterrasse, um zur Dämmerung ein paar Fotos zu schiessen... Der Ausblick von dort ist nämlich spektakulär.


Jetzt werden wir uns noch ein wenig ins Nachtleben stürzen... bis morgen!

Das war's für die zweite Woche. 

Weiter geht's bei Tag 15 bis 21.